Wochenendrätsel 137

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rolf7
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Wochenendrätsel 137

Beitrag von rolf7 »

Willkommen zum WER 137

Eigentlich wollte ich euch heute ein Nadelgewächs näherbringen, doch aus aktuellem Anlass habe ich mich nun anderst entschieden und euch den ultimativen Ostereier-Strauch gefunden.

Damit es nicht zu schwierig wird stelle ich alle Bilder gleich am Anfang ein. Alle die ein eigenes Bild dazu einstellen können sind herzlich willkommen.

Sendet bitte eure Lösungsvorschläge per PN an mich. Damit nicht alle an der falschen Stelle suchen, publiziere ich die falschen Pflanzennamen ohne euren Namen. Fragen dürfen hier gerne gestellt werden.

Viel Glück beim Suchen der Eier
Gruss Rolf
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Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Rolf,

sehr attraktive Früchte. In der Vergrößerung sehen sie aus wie Wachteleier.

Schöne Osterfeiertage

Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

rolf7
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Beitrag von rolf7 »

Bee hat ihn als erste herausgefunden - Gratulation!

Tipps:

-Es ist nicht Choisia ternata, obwohl recht ähnlich.
-Von der Art gibt es einige Varietäten, die zT. auch als eigene Art angeschaut werden. Die gesprenkelten "Ostereier" können daher einfach schwarz sein.
-Die Gattung, obwohl nicht sehr gross, hat eine enorme Verbreitung: Malaisia-Borneo, Australien+Neuseeland, Neukaledonien, Zentral- und Südamerika.

rolf7
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Beitrag von rolf7 »

Die nächsten Glückwünsche gehen an Wolfram.

JDL
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Beitrag von JDL »

Es ist nicht Choisia ternata, obwohl recht ähnlich.


???

excuse me, but the leaves of Choisia ternata are composed (3 leaflets) this belongs to a totally different clade (eudicots)

:wink:

grts

Jan

PS: nice fruits :!:

kurt
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Beitrag von kurt »

Hallo Jan

Täusche ich mich oder fehlen auf deinem Link "Oaks" Quercus rubra und Quercus robur? Ich habe sie dort jedenfalls nicht gefunden.

Gruss
Kurt

JDL
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Beitrag von JDL »

Dear Kurt,

Thank you for your interest.
The oaks presented so far on oaknames.org are the result of my first selections.
Often it are evergreen oaks.
If everything goes on well (if my plans come true),
I will continue soon, still a lot to do (I realize this, but it all takes time, and I am keen to select representative specimens)!

Further I hope (again, if everything goes further in the good direction) to bring more keys and images (fingers crossed).

grts,

Jan

http://www.ugent.be/we/nl/diensten/plantentuin/

rolf7
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Beitrag von rolf7 »

Hallo Jan

Du hast natürlich recht, ich meinte damit eigentlich, dass die Blüten etwas ähnliches haben"

LG Rolf

rolf7
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Beitrag von rolf7 »

Einige Tipps:
Diese Art wächst nur ganz langsam. Er soll eine Winterhärte WHZ von 7 haben und der Osterhase hat die Eier aus dem Land mit den Vulkanen mitgebracht. Käuflich sind einige Vertreter der Gattung bei Esveld und P. Zwijnenburg Boskoop zu erwerben.

Das Holz verursacht beim Verbrennen einen scharfen Rauch, weshalb das Holz nicht als Brennholz dient. Der scharfe Geschmack beim Kauen hat der Gattung auch den griechischen Gattungsnamen gegeben.
Der englische Kapitän John Winter, der eines der Schiffe kommandierte, die an der Weltumseglung unter Sir Francis Drake teilnahmen, brachte die Rinde des Baums 1579 nach Europa.

rolf7
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Beitrag von rolf7 »

Die weiteren Glückwünsche gehen nach Wangerooge zu campoverde.

wolfram
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Beitrag von wolfram »

Hallo Rolf,
diese Ostereier sind wohl etwas zu hart gekocht, worunter dieses schöne und zeitgemäße Rätsel leiden muß.
Ich denke aber, daß nach Ostern noch einige die Muße haben, nach den vergessenen letzten Eiern zu suchen.
Es wäre sonst auch schade um das WER.
Viele Grüße, Wolfram

rolf7
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Beitrag von rolf7 »

Herzliche Glückwünsche gehen auch an Frank (LCV).

Nun kommen wir zur Auflösung der harten Ostereier.
Es handelt sich um Drimys andina ein Vertreter der Winteraceae. Und da komt der Kapitän Winter ins Spiel, der damals eine Expedition nach Südamerika unternahm. Die gezeigte Art wurde früher als D. winteri var. andina geführt, weshalb ich auch D. winteri gelten lasse.
Im folgenden Link ist die systematische Stellung des Winterrindenstrauches weiter beschrieben.
http://www1.tu-darmstadt.de/fb/bio/bot/drimys/

Gruss Rolf

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LCV
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Beitrag von LCV »

Hallo Rolf,

das war ein schwieriges Rätsel. Der Hinweis auf den Captain John Winter brachte über Google nichts Verwertbares. Umgekehrt konnte man mit der Lösung schon zu John Winter finden. Was mich viel Zeit und Mühe gekostet hatte, war der Hinweis auf die scharf schmeckende Rinde, weshalb der griechische Begriff im Gattungsnamen verarbeitet sein soll. Nun ist griechisch nicht gerade einfach (wenn man es nicht gelernt hat) und die diversen Übersetzungen aus altgriechisch und neugriechisch werden in einer schwer lesbaren Schrift angegeben. Irgendwo gab es dann einige Übersetzungen in unserer Schrift für scharf (habe auch noch nach bitter gesucht), kann aber immer noch keinen Zusammenhang erkennen. Ich bitte hier noch um Aufklärung.

Nachdem ich die Hilfstipps ad acta gelegt hatte, erinnerte ich mich an eine Drimys-Art in Costa Rica, die ich sogar mal als bilderloses Rätsel vorgestellt hatte Drimys granadensis. Die Beschreibung passte schon mal grob auf dieses Rätsel und führte direkt zu den Ostereiern der D. andina, wobei hier aber jegliche Blütenbilder fehlten. So konnte ich mich nicht wirklich zwischen D. andina und D. winteri entscheiden, zumal bei letzterer ja der Name des Kapitäns vorkam.

Es ist aber ein tolles Rätsel gewesen und ich war mehrmals nahe daran aufzugeben. Es war eben etwas mehr als "nur" ein WE-R. Danke für Deine Mühe.

Gruss Frank

wolfachim_roland
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Beitrag von wolfachim_roland »

Gratulation auch von mir an alle, die dies schwere Rätsel gelöst haben!
Wolf Roland

rolf7
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Beitrag von rolf7 »

Hallo Frank

Danke für deine Anmerkungen. Ja das waren harte Eier. Wolfram hat die Familie sehr schnell über den Blütenbauplan erkannt und so die Gattung herausgefunden. In den Winteraceae gibt es ja nur 4-5 Gattungen.

Drimys = scharft, schneiden. Im Etymologieschen Wörterbuch der Pflanzennamen ist es so beschrieben. In Google-Book kannst du das sogar nachlesen http://books.google.ch/books?id=yq0YhE8 ... rf&f=false
Das ist übrigens ein super Buch, dass ich nur empfehlen kann.

Wer noch etwas über die Verwendung im Schamanismus der Mapuche erfahren möchte, dem sei die Diplomarbeit von Martina Wienerroither http://othes.univie.ac.at/1720/1/2008-10-13_8406881.pdf empfohlen. Sie geht auch auf die Botanik der Pflanze ein.
LG Rolf

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