Essbares in Plastiktöpfen?

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Cryptomeria
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Re: Essbares in Plastiktöpfen?

Beitrag von Cryptomeria » 04 Jul 2019, 12:15

Wir machen das auch so ( soweit dies möglich ist, schwierig genug, weiß jeder ) und wenn es immer mehr werden, kann aus dem Kleinvieh vielleicht doch auch ein etwas größeres Tier werden. Optimistisch bleiben, obwohl es manchmal schwer fällt.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Spinnich
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Re: Essbares in Plastiktöpfen?

Beitrag von Spinnich » 05 Jul 2019, 01:01

Plastiktüte im Supermarkt 25 Cent?
Bei Aldi war angedacht 1 Cent! Nicht realisiert bis heute! Ich bringe aber trotzdem für diverse Gemüse-, Obstkäufe (sofern man das mal unverpackt kriegt!) meine gebrauchte Tüte mit.
Müllvermeidung sollte oberstes Ziel sein, Vermeidung von Plastik wegen des Herstellungsprozesses sowieso.
Der deutsche Müll landet nicht im Meer, von wegen! Schaut euch um im Umfeld von Filialen wie Mc Donalds, oder wo man Kaffee-to-go offeriert.
Wer keine Zeit hat am Kiosk den Kaffee in Ruhe zu drinken, sollte sich doch lieber gleich mit Coffein-Tabletten putschen.
https://www.focus.de/gesundheit/ernaehr ... 97074.html
Ich sehe an jedem Gewässer Müll in jeglicher Form, insbesondere aber Plastikmüll, wohin das wohl seine Reise antritt?
Deutschland heile Welt, wer soll das glauben? :lol:

LG Spinnich :x
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

biloba
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Re: Essbares in Plastiktöpfen?

Beitrag von biloba » 07 Jul 2019, 12:51

Guten Morgen Spinnich,
Spinnich hat geschrieben:
05 Jul 2019, 01:01
Müllvermeidung sollte oberstes Ziel sein, Vermeidung von Plastik wegen des Herstellungsprozesses sowieso.
Wieso? Weil dazu Erdöl verwendet wird? Das ist nicht weiter schlimm.


Spinnich hat geschrieben:
05 Jul 2019, 01:01
Der deutsche Müll landet nicht im Meer, von wegen! Schaut euch um im Umfeld von Filialen wie Mc Donalds, oder wo man Kaffee-to-go offeriert.
Wer keine Zeit hat am Kiosk den Kaffee in Ruhe zu drinken, sollte sich doch lieber gleich mit Coffein-Tabletten putschen.
Es ist jetzt nicht so, dass ich diese Art, Speisen und Getränke zu servieren, propagieren würde. Aber solange diese Verpackungen in ordentlichen Papierkörben entsorgt werden, am besten gleich in der Filiale, kommt nichts davon ins Meer.


Der entscheidende Fakt davon wurde wenigstens in einem Nebensatz erwähnt. Die strengen deutschen Grenzwerte, die den Schutz der Gesundheit der Konsumenten erwarten lassen, werden nicht überschritten. Ansonsten ist dieser Clip allenfalls ein Beleg dafür, wie gut die Labor- und Analysetechnik heute ist, dass sie sogar diese mikroskopischen Mengen nachweisen können.
"... mit erschreckendem Ergebnis..." und solche Bemerkungen sind natürlich nur Rhetorik, die die Produktion eines solchen Clips rechtfertigen sollen und einem Medium wie FOCUS-Online Klicks bringen soll. Paracelsius bleibt da erstmal außen vor. Denn das Fazit kannst Du Dir bei Minute 1:00 anhören: "Ob das wirklich stimmt, muss noch weiter untersucht werden.", verkündet der Sprecher.
Inwieweit man sich von solchen Medienbeiträgen, von denen es massenhaft gibt, zu diversem Aktionismus verleiten lässt, muss jeder selbst entscheiden. Ich hab da nichts dagegen, denn schaden tut dieser Aktionismus der Umwelt meist nicht.


Spinnich hat geschrieben:
05 Jul 2019, 01:01
Ich sehe an jedem Gewässer Müll in jeglicher Form, insbesondere aber Plastikmüll, wohin das wohl seine Reise antritt?
Das ist leider wahr, sehr wahr, dass verschiedene Idioten aus verschiedenen Gründen ihren Müll in Gewässern entsorgen. Zum Glück gibt es Initiativen, wie oft von den Anglerverbänden, die jährlich einmal die Gewässer reinigen und den heraus gesammelten Müll ordnungsgemäß entsorgen.
Der Müll, den die Idioten im Straßengraben oder im Wald entsorgen, kommt wahrscheinlich sowieso nicht im Meer an.

Trotzdem möchte ich einen sehr sehr deutlichen Unterschied machen. Auf der einen Seite gibt es vereinzelte Mengen an Plastikabfällen, die auch bei uns in die Gewässer gelangen. (Mehr als ein mikroskopisch kleiner Anteil der produzierten Plastikmenge ist es realistisch nicht.) Und auf der anderen Seite gibt es Länder, in denen die Flüsse scheinbar systematisch dazu genutzt werden, allerlei Müll zu entsorgen und ins Meer spülen zu lassen. Leider kommen hier im Lande viel zu viele Demagogen zu Wort, die diese beiden Arten der Gewässerverschmutzung in einen Topf werfen.

Selbstverständlich bleibe ich dabei. Es ist gut und löblich, wenn Babs, Gata, Du und ich versuchen, Müll zu vermeiden und bereits beim Einkauf darauf achten. Doch wir sollten uns darüber im Klaren sein: Der Umwelt, den Gewässern hilft unser Einkaufsverhalten Nullkommanix!
(Denn selbst, wenn wir, die hier Aufgezählten, mal eine Plastikverpackung kaufen müssen, dann haben wir sowieso nicht vor, diese in einem Gewässer zu entsorgen. Durch unser Verhalten werden die Idioten nicht weniger oder vernünftiger.)


Spinnich hat geschrieben:
05 Jul 2019, 01:01
Deutschland heile Welt, wer soll das glauben? :lol:
Heile Welt gibt es nur in der Werbung.



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