Kaki

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch ausserhalb Europa, z.B. Afrika, Asien gesehen, und möchtet ihn bestimmen, dann könnt ihr hier fragen.

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Taxus
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Kaki

Beitrag von Taxus » 25 Jan 2019, 10:29

Hallo, alle zusammen. In SW Frankreich wachsen Kaki Bäume mit ertragreichem Fruchtbehang. Dort habe ich schon einx -15° erlebt, allerdings nur für eine Nacht. Was meint Ihr, haben die hier in 350m. Höhe auch eine Chance? Viele Grüße, Uli

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LCV
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Re: Kaki

Beitrag von LCV » 25 Jan 2019, 11:12

Hallo,

da hat doch auch Wolfgang früher gewohnt.
Wie er berichtet hat, kann es da aber deutlich kälter
werden, auch wenn es mal für einige Jahre wärmer war.

Hier in meiner Region, auch etwa diese Meereshöhe, aber
viel geschützter durch die Konstellation der Berge, wachsen
Kaki sehr gut und tragen auch Früchte. In Badenweiler, das
schon wieder höher liegt, trägt auch der Diospyros virginiana
sehr reichlich (hatte schon Bilder gezeigt). Die Früchte sind
etwas kleiner, aber geschmacklich hervorragend.

D. k. wird mit WHZ 8b, D. lotus 7b (Früchte schmecken nicht)
und D. v. mit 7a angegeben.

Lt R/B :

7a -17,7 bis -15,0° C
7b -14,9 bis -12,3° C
8b -9,4 bis - 6,7°C

Gruß Frank

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stefan
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Re: Kaki

Beitrag von stefan » 25 Jan 2019, 11:39

Hallo Uli,

in der Zone 8a habe ich in Deutschland schon reich tragende Bäume gesehen:
Bild

Quelle: https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klima ... SektorId=3, unter Element: "Winterhärtezone" auswählen.

In kühleren Regionen bin ich skeptisch.

Gruß
Stefan
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(Rabindranath Tagore)


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Re: Kaki

Beitrag von Cryptomeria » 25 Jan 2019, 14:38

Hi Uli,
schön von dir hier zu hören. Meine Vorredner haben schon alles gesagt. Im Weinbauklima in speziellen kleinklimatischen Verhältnissen kann das etwas werden. Gut winterhart gilt in Deutschland nur D. virginiana, leider die Früchte im Winter nicht so attraktiv wie Kaki. Der Unterschied ist immer: Im Süden gibt es hin und wieder, aber doch sehr selten , stärkere Frosttage, während es bei uns zu einer längeren Frostperiode kommen kann. Unter Umständen auch 2 Winter hintereinander, wie etwa 2009 bis 2012. Und dann haben sich die Pflanzen gerade so erholt und sind wieder ausgetrieben und es kommt der nächste Hammer. Und selbst wenn ein Bäumchen überlebt heißt es noch lange nicht, dass die attraktiven Früchte ausgebildet werden.
Wir sind die letzte Jahre sehr verwöhnt, aber du erinnerst dich sicher auch wie oft es in Endbach -20°C war und noch darunter. Man kann es auch zukünftig nicht ausschließen und dann sind die Kakis natürlich Stroh, selbst wenn man einige Jahre mit milden Wintern sehr viel Glück haben sollte.
Viele Grüße in die alte Heimat und an Hanni.
Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

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Re: Kaki

Beitrag von Spinnich » 28 Jan 2019, 15:17

Ich hatte eine schöne Kakisorte (Vaniglia: hat auch schon im Topf gefruchtet) leider in Unterfranken ausgepflanzt. Die recht harte Sorte hat den ersten Winter nicht überlebt, lediglich die Unterlage (D. virginia) ist wieder ausgetrieben.
Nun habe ich endlich eine lang gesuchte Diospyros kaki 'Nikitas Gift' erhalten. Das ist eine Kreuzung incl. Rückkreuzung von Diospyros Kaki x Roseyanka (D. kaki x D. virginiana) und sehr viel robuster als die reinen Kaki-Sorten.
Dennoch wollte ich den Baum noch nicht sofort auspflanzen, sondern sicherheitshalber erst Ableger durch abmoosen des ohnehin etwas spindeligen Baumes erhalten. War in dem trockenen Sommer sicher ohnehin besser abzuwarten.
Manche Sorten, besonders D. virginana sind allerdings nicht selbstfruchtbar oder Früchte bleiben ohne Fremdbestäubung adstringierend.

Bei der Sorte 'Nikitas Gift' kann man sicher in kühleren Regionen in Deutschland eine Pflanzung wagen.
Containerpflanze 125/150 cm kostete etwa 40 € (Vorbestellung erforderlich).

LG Spinnich :mrgreen:
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

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