Eiche bei Rossau

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Rainer Lippert
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Eiche bei Rossau

Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo,

bei Rossau, am Zehrengraben, steht eine Eiche, dessen Zustand nicht mehr am besten ist. Den Hinweis zur Eiche habe ich von der Unteren Naturschutzbehörde. Laut Naturschutzbehörde soll es sich auch um eine Traubeneiche handeln. Wenn es eine Traubeneiche ist, wäre es vom Taillenumfang her die dickste Traubeneiche in Deutschland. Ich bin mir aber nicht sicher. Ich habe sowohl geörte als auch ungeöhrte Blätter gesehen. Was meint ihr? Zudem ist die Eiche vom Eichenprozessionsspinner befallen. Der BHU beträgt 7,10 m, die Höhe 19 m.

Viele Grüße,

Rainer
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Ratatöskr
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Beitrag von Ratatöskr »

Hallo Rainer,

ganz eindeutig ist es nicht, aber ich halte diesen Baum eher für eine Stieleiche, nicht allein, dass viele Blätter geöhrt sind, sie werden meist auch nach vorn zu breiter, was ebenfalls stieleichentypisch ist, die Stiele der Blätter sind aus meiner Sicht viel zu kurz für eine Traubeneiche (deutlich über 1cm, oft noch länger). Aber wie gesagt- nur meine subjektive Einschätzung.

Beste Grüße
andré
"Wenn eine Raupe stirbt- wird ein Schmetterling geboren"
Elisabeth Kübler Ross

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo André,

danke für die Meinung. Dann siehst du es eigentlich so wie ich. Bei MT hatte ich die Eiche nur als Quercus eingestellt. Dann ist ein Kommentar gekommen, es wäre wahrscheinlich Quercus × rosacea. Aber da kenne ich mich nicht aus.

Viele Grüße,

Rainer

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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

Danke für Bild : Rossau, 10.jpg , Aha, sind die Schädlinge wieder unterwegs. Aber für den schlechten Zustand der Eiche sind die Prozessionsspinner nicht allein verantwortlich
vermutet Baumlaeufer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Und wie die Schädlinge unterwegs sind. Mich hat es direkt geschüttelt, wie ich das gesehen habe. Ein Busch nach dem anderen, soweit das Auge reicht. Allerdings in Mittelfranken, Raum Weißenburg.
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TomE
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Beitrag von TomE »

Das werden ja nur süße Traubenkirschen Gespinnstmotten auf den letzten Bildern. :roll:

Ein Hybrid ist in diesem Fall wohl wirklich nicht verkehrt. Sehr wahrscheinlich gibt es davon gar nicht wenige, wenn man immer ganz genau hinsehen würde.

Wer weiß wer sonst noch so an der Eiche gefressen hat in den letzten Jahren... Bei der abnehmenden Vitalität kann weiter Fraß, evtl. sogar Kahlfraß, auch zum kompletten Absterben des Baumes führen, zumindest ausschließen würde ich es nicht.

Gruß
Tom

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

TomE hat geschrieben:Das werden ja nur süße Traubenkirschen Gespinnstmotten auf den letzten Bildern. :roll:
Ah, dann ist es ja gut. Und ich dachte schon. Aber wo habe ich mir dann meinen verflixten Ausschlag am ganzen Körper her geholt? Brennt fürchterlich. Und ich dachte schon, es wäre von dieser Stelle. Dann muss ich mir die Brennhaare wohl bei einer anderen befallenen Eiche eingefangen haben.

Auf jeden Fall macht die Eiche nicht mehr den besten Eindruck. Wie lange sie wohl noch lebt? Das kann wohl kein Mensch genauer sagen. Das Deutsche Baumarchiv hatte vor ein paar Tagen ein Treffen mit Beteiligten bei der Leipheimer Linde, der ja damals weniger als 10 Jahre vorhergesagt worden sind. Und am Mittwoch war nun das zehnjährige Jubiläum und ein Treffen aus diesem Anlass. Ich war zwar auch eingeladen, obwohl ich damals gar nichts damit zu tun hatte, war aber nicht dort. Aber laut Stefan Kühn geht es der Linde entsprechend gut.

Viele Grüße,

Rainer

Ratatöskr
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Beitrag von Ratatöskr »

Hallo Rainer,

ja,daran,dass es eine Bastardeiche sein könnte habe ich auch gedacht,eben weil sie durchaus Merkmale sowohl der Stieleiche als auch der Traubeneiche hat, allerdings steht sie aus meiner Sicht vom Phänotyp her der Stieleiche näher. ☺

Viele Grüße
andre
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Elisabeth Kübler Ross

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