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Baumrätsel

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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Hier ganz frisches Grün. Die Blätter sind wechselständig und sowohl die Blättchen als auch die Blätter haben einen langen Stiel.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Dieses Herbstfärbungsblatt stammt vom 29.3., und damit wäre ein weiteres entscheidendes Merkmal dieser Pflanze aus dem Sack.
Auf diesem Bild erkennt man auch nochmal gut die Nervatur des Blattes, die wohl Bee entscheidend bei der Identifikation unterstützt hat.

Noch 4 Stunden bis zur Blütezeit.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Inzwischen hat Dieter mit beharrlicher, differenzierter Recherche die richtige Pflanze ermittelt. Und das noch vor der Blüte. Nach vegetativen Merkmalen sind da zwei Gattungen sehr ähnlich, aber die Experten haben es trotzdem geschafft.

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Jetzt wird es endlich einfacher: Die ersten Blüten sind aufgegangen. Es ist typisch, dass die Blütenblätter etwas fleischig sind.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Eine Blüte von unten zeigt noch etwas Botanisches: Da scheint zunächst mal was zu fehlen. Aber es fehlt doch nicht, es sieht nur anders aus, aber dann fehlt eben dieses Andere.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Wem ich jetzt zu enigmatisch gesprochen habe: Man kann zunächst keine Kelchblätter unter der Blüte erkennen, aber es ist wohl so, dass das, was auf den ersten Blick wie Kronblätter aussieht, Kelchblätter sind und die Kronblätter fehlen.

menkontre
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Beitrag von menkontre »

So und nun schließlich einen Blick hinein…..
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Oder so…..
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Auch Andi/Hüsi sind die Ähnlichkeiten mit einer bekannteren Pflanze aufgefallen. Dadurch konnte er dann in der entsprechenden Familie schnell die richtige Pflanze ermitteln. Noch ein erfahrener Botaniker unter uns.

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Was jetzt ? Die Blüten sehen ja doch ziemlich unterschiedlich aus. Na klar: Es gibt Jungs und Mädchen. Nach der deutschen und englischen Literatur im Netz sind die in verschiedenen Häusern untergebracht, aber auf meinen Bildern stehen sie doch so dicht nebeneinander, dass ich zunächst an Gemeinschaftsunterkünfte dachte. Zwei Pflanzen durcheinander gewachsen?
Möglich, denn auf den Bildern im Netz sieht man immer nur entweder weibliche oder männliche Blüten. Allerdings spricht eine historische lateinische Beschreibung tatsächlich von einhäusig. Wer weiß hier Genaueres ?

Edit: Die Analyse der ungeschnittenen Originalbilder hat ergeben, dass diese Pflanze tatsächlich männliche und weibliche Blüten auf einem Individuum hat. Ob das eine Ausnahme ist, weiß ich nicht.
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Zuletzt geändert von menkontre am 17 Apr 2017, 19:18, insgesamt 1-mal geändert.

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Bei den Jungs sind die 6 Staubgefäße zu einer Röhre zusammengewachsen. Die Blüten sind etwas kleiner und etwas errötet.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Und bei den weißeren und größeren Mädchen kann man die 3 oberständigen Fruchtblätter gut erkennen. Wenn man die Form der Fruchtblätter wörtlich nähme, hätte man schon mal einen Hinweis auf die Familie.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Rolf kommt von einer Reise zurück und hat als erstes ganz schnell das Rätsel gelöst. Er weist darauf hin, daß die verwachsenen Staubblätter ein entscheidendes Merkmal zur Unterscheidung von der sehr ähnlichen Gattung aus derselben Familie sind.

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Beitrag von menkontre »

Noch mal zurück zu den Kelchblättern: insgesamt 6, drei größere äußere und drei kleinere innere. Es gibt ja nicht so viele Familien mit dieser Blütenformel.
Ich habe nochmal nachgesehen: Bei der Aufzählung der Familien mit 3- oder 6-zähliger radiärsymmetrischer Blütenhülle ist man ganz schnell fertig, und die stehen auch noch häufig in verwandschaftlichen Beziehungen zueinander. Vielleicht könnte man sie am Schluss des Rätsels mal zusammenstellen.
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Spinnich
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Kleine Tierchen auf den männlichen und weiblichen Blüten der gesuchten Pflanze

Beitrag von Spinnich »

Hallo,

ich sehe auf Bild 14a (Beitrag vom Fr 14.Apr 2017 18:04) etwas Kleingetier.
Leider findet man dazu im Internet wenig Vergleichsfotos.

Ich habe dennoch mal versucht diese Tierchen zu bestimmen und schlage zur Diskussion folgende 4 verwandte Arten vor:

unten links - Ancylosis samaritanella - female
http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Anc ... aritanella
oben links - Ancylodes penicillata - male
https://nl.wikipedia.org/wiki/Ancylodes_penicillata
oben rechts - Ancylosis nervosella - female
http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Anc ... Nervosella
unten rechts - Ancylosis faustinella - male
http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Anc ... austinella

Mir ist nicht ganz klar, ob es Bestandteil des Rätsels ist und ob ich das PN hätte posten sollen, hoffe es geht so i.O.?

LG Spinnich :lol:

edit:
siehe Seite 3 <- Es gab den Einwand, Insekten hätten 6 Beine, aber diese sind ja nicht immer zu sehen, wie hier bei einem ähnlichen Exemplar deutlich wird. :roll:
https://www.insekten-sachsen.de/Pages/T ... ?id=441876
Die Verbindung des Gattungsnamens und der angesprochenen med. Bedeutung der Ankylose könnte auch damit zu tun haben, dass diese Arten wegen einer Versteifung womöglich nur noch 2 Beinpaare benutzen können. :?
Ob diese Vertreter der Phyticinae der Pflanze schaden kann ich zwar nicht ausschließen, aber es muss nicht automatisch ihre Futterpflanze sein, nur weil sie daran ruhen.
Neben Schädlingen wie Mehl-, Kakao- und Dörrobstmotte (sind aber andere Gattungen) findet sich folgender Hinweis: "Unter den Vertretern der Phycitinae gibt es neben den "üblichen" Lebensweisen (Blatt- und Samenfresser, Blattwickler) auch Spezialisten, die Insekten, insbesondere Pflanzenläuse fressen, oder Pflanzengallen bewohnen."
Zur Gattung Ancylosis bin ich nur bei einer verwandten Art fündig geworden, nämlich Ancylosis cinnamomella: "Larva on Sedum acre, Artemisia campestris, Globularia"
Zuletzt geändert von Spinnich am 15 Apr 2017, 18:15, insgesamt 2-mal geändert.
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

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