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Baumrätsel

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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Die Tiere im Bild waren mir bisher noch gar nicht aufgefallen, gut dass du genau hingesehen hast, Dieter. Die schaden der Pflanze hoffentlich nicht ? Ich dachte immer, Insekten hätten 6 Beine, aber man lernt nie aus, da kennst du dich sicher besser aus. Eine Ankylose ist für mich eine Gelenkversteifung, aber die Kleinen sehen ja noch ziemlich gelenkig aus...

Um auf das Gehölz zurückzukommen:
Typischerweise haben die Vertreter dieser Familie geteilte Blätter, gefiedert oder handförmig. Von beiden Versionen lassen sich Vertreter bei Baumkunde finden, die ihr vielleicht schon besser kennt, auch in den Steckbriefen.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

An den Fruchtblättern kann man eine Naht erkennen, die Rückschlüsse auf den Fruchttyp zulässt.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Dieser Fruchttyp soll ja vor allem bei entwicklungsgeschichtlich relativ ursprünglichen Pflanzen vorkommen, seht Euch mal Stammbäume an. (Nicht ganz die Aller-Ursprünglichsten, aber doch weiter vorne als viele andere Gehölze.)

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Die Früchte sind essbar. Wer kann uns welche aus eigener Fotosammlung anbieten? Die Farbe entspräche etwa der Farbe der männlichen Blüten von innen. Und natürlich sind es Drillinge. Sie könnten vom Aussehen durchaus als Ostereier durchgehen, aber sie sind noch nicht reif. Sie sollen bei Affen sehr beliebt sein, die sich nicht so sehr an den vielen Kernen stören. Ich hänge einen Ausschnitt aus einer historischen Grafik mit so einem Osterei an, die Quelle nenne ich dann am Schluss. Wirkt etwas schwarz, ist aber in Wirklichkeit eher rötlich. Frohe Ostern!
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

In Deutschland sind keine Vertreter der Familie des Unbekannten heimisch, aber es werden mehrere interessante Gattungen in Parks und botanischen Gärten angepflanzt. Meine Fotos stammen alle aus Deutschland, richtig in der Erde draußen gepflanzt.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

In der Ordnung gibt es noch einige andere Familien. Zu der bekanntesten davon gehören in Europa viele krautige Pflanzen und einige wenige Klettergehölze.

Spinnich
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Vertreter der Familie...in Parks und botanischen Gärten angepflanzt

Beitrag von Spinnich »

Hallo menkontre

Wenn Du schreibst - In Deutschland sind keine Vertreter der Familie des Unbekannten heimisch, aber es werden mehrere interessante Gattungen in Parks und botanischen Gärten angepflanzt. - möchte ich noch anmerken, dass mehrere Gehölze als Vertreter der Familie in Deutschland recht winterhart sind und daher (mit etwas Schutz) in vielen Gegenden in Gärten angepflanzt werden können.
Ein Vertreter (nicht rankend) eher wegen der Früchte, die beiden anderen - als Kletterpflanzen - eher wegen des lang anhaftenden Laubs und wegen der hübschen Blüten. Die WHZ dieser Vertreter wird mit 6b (ca. -18°C bis -20°C), bei einem Kletterstrauch sogar mit 6a (ca. -20°C bis -23°C) angegeben.

LG Spinnich :)
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Ja Dieter, du hast wohl Recht (wie natürlich auch bei der Insektenbestimmung). In absehbarer Zeit könnte man solche Gehölze wie den Gesuchten sogar in unterfränkischen Gärten beobachten. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie intensiv sie bisher in deutschen Privatgärten genutzt werden, aber bisher sind sie mir nur in öffentlichen Anlagen aufgefallen.

Jedenfalls ist es jetzt wirklich nicht mehr kompliziert: Den Zugang haben bisher alle über die Familie gefunden. Kletterpflanzen sind im Baumkundebestimmungssystem bei den Sträuchern eingeordnet. Mit Blattstellung und Blattbauplan bei Baumkunde reingehen, und bei den wenigen in Frage kommenden überprüfen, ob die Blüte symmetrisch 3 oder 6-zählig ist, und schon hat man es. Bei der Familie im Netz nachsehen, welche Gattungen drin sind. Die Möglichkeiten sind absolut überschaubar. Sogar bei der simplen Bildersuche mit dem Familiennamen muss man nicht allzu weit scrollen.

Der wissenschaftliche Name nimmt Bezug auf einen Naturforscher und auf die Zählung der Kelchblätter.
Der deutsche Trivialname nimmt Bezug auf den Vergleich des Geruchs mit einer anderen Pflanze und die Blütenform.

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Jetzt hat Silvia die richtige Antwort ermittelt. Prima, dass die Hinweise geholfen haben. Aber ich gebe zu: Ein seltenes Exemplar aus einer ausgefallenen Familie. Und deswegen sind die Zusatzhinweise gerechtfertigt. Es bleibt immer noch eine botanische Leistung.

Meine Blüten stammen vom Mai aus dem botanischen Garten in Bonn, die Blütezeit wird im Netz etwas früher veranschlagt. Den Laubaustrieb habe ich im BoGa Tübingen eingefangen. In Bonn ging es der Pflanze offensichtlich gut, in Tübingen könnte es ihr fast etwas zu kalt sein. Ich hatte das mühsam kämpfende Pflänzchen zufällig zwischen üppigen Wisterien entdeckt. Die eingeschränkte Frosthärte wird sicher auch der Grund für die Seltenheit in Deutschland sein.

Morgen gebe ich noch ein paar letzte Tipps. Es wäre schön, wenn noch ein paar Baumkundler die Lösung durchgeben würden.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Wer Näheres erfahren möchte, könnte sich mal eben die lateinische Beschreibung in Siebolds Flora japonica von 1835 durchlesen.

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Willfried/Yogibaer hat die letzten Hinweise ausgewertet und ist zur richtigen Lösung gekommen. Wunderbar, dass noch ein paar PN's eintreffen. Es macht doch mehr Spaß, wenn sich viele beteiligen.

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Frank weist noch darauf hin, daß man die Pflanze im R/B schlüsseln kann: sehr auf-schluss-reich. Das wusste ich nicht, denn in meinem antiquarischen Fitschen ist sie (noch nicht?) drin.

Jetzt müssten wir noch die Baumkundler abholen, die eher durch heimisches Gebüsch statt durch fernöstliche Parks streifen:
Hier ein Vertreter einer über die Ordnung verwandten, bekannten, krautigen Pflanze aus Deutschland. Man erkennt die ähnliche Form der Fruchtblätter.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Hier die Frucht der bekanntesten Gattung der gesuchten Familie, die öfters mal hier behandelt wurde. Der Inhalt der Balgfrüchte dieser Familie wird als glibberig beschrieben.
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menkontre
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Beitrag von menkontre »

Fassen wir noch einmal zusammen: Wir suchen also eine immergrüne, in Japan heimische Kletterpflanze mit getrennt geschlechtlichen Blüten, fehlenden Kronblättern, 6 Kelchblättern, 3 Fruchtblättern, 6 zu einer Röhre verwachsenen Staubblättern, essbaren Balgfrüchten und handförmig geteilten, wechselständigen Laubblättern. Sie stammt aus einer entwicklungsgeschichtlich relativ ursprünglichen Familie.

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Beitrag von menkontre »

Karola hat es über den blauen Verwandten erkannt. Auch dazu muss man sich auskennen.

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