Königseiche in Volkenroda, Register-Nr.: 1565

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Klaus Heinemann
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Königseiche in Volkenroda, Register-Nr.: 1565

Beitrag von Klaus Heinemann »

Hallo,

Wolfgang hat die Königseiche schon 2014 ins Register eingetragen,
aber ein Forenbeitrag zur allgemeinen Anregung und Plattform existierte noch nicht.
Zusätzlich habe ich noch einige Fotos in unbelaubtem Zustand beigefügt,
auf denen man die Krone mit ihren Details erkennen kann.
Ich habe mal "streng nach Vorschrift" in 1,30 m Höhe den Umfang gemessen,
dazu musste ich Abstand nehmen und zum Stamm hin nivellieren, weil die mächtigen Wurzelausläufer es erschweren, von Null her zu messen.
So gemessen, beträgt der BHU sogar 10,17 m statt der sonst erwähnten ca. 9,70 m
Als letztes Bild habe ich mir nicht verkneifen können, einen über 1,80 m Baumfreund als Größenvergleich abzulichten,
weil man sich den gewaltigen Stammfuß sonst nur schwer vorstellen kann.
Wolfgang hat schon eine ausgiebige Beschreibung geliefert- zufügen kann ich nur den Hinweis,
dass in direkter Nähe der Königseiche, bei der Steinskulptur "Anfang und Ende" der Pilgerweg von Volkenroda nach Loccum beginnt.




Schöne Grüße
Klaus
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Größenvergleich Mai 2015
Größenvergleich Mai 2015
Mai-2015-Größenvergleich.jpg (94.95 KiB) 2155 mal betrachtet
Hinweistafel vor Ort
Hinweistafel vor Ort
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Die Stammrückseite
Die Stammrückseite
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Habitus im Mai 2015
Habitus im Mai 2015
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Habitus im Januar 2009
Habitus im Januar 2009
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Ratatöskr
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Beitrag von Ratatöskr »

Hallo Klaus,

Sehr anspechende Fotos dieser außergewöhnlichen Eiche, die neben Feme-, Ring-, St. Wolfgangs- und Grabeiche wohl zu den deutschlandweit bekanntesten Alteichen zählt.
Ich muss da auch unbedingt mal hin :-)

Viele Grüße
André
"Wenn eine Raupe stirbt- wird ein Schmetterling geboren"
Elisabeth Kübler Ross

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo Klaus,

schöne Bilder sind das. Was ist denn da auf dem Bild Januar-2009 1 links zu sehen? Ist das Rinde das absteht? Ich habe den Baum auch mehrmals gemessen, aber über 10 m bin ich nicht gekommen. Nichteinmal bei der Messung in 1,3 m Höhe in halber Hanghöhe. Da hatte ich 9,82 m. War deine Messung komplett unterhalb von dem großen Astloch?

Viele Grüße,

Rainer

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Klaus Heinemann
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Beitrag von Klaus Heinemann »

Hallo Rainer,

dort steht eine merkwürdige Wucherung/Verwachsung hervor.
Ihr Ursprung ist mir nicht bekannt, ich hänge ein Detailbild an.

Gemessen habe ich, indem ich in mehreren Metern Abstand um die dicken Wurzeln herumgegangen bin,
das Maßband immer in 1,3 m Brusthöhe gehalten.
Vorher den Befestigungspunkt ausgepeilt, das Bandende festgepinnt.
Ich bestehe nicht auf dem Ergebnis meiner extravaganten Messung, aber funktioniert hat es.
Und mit jedem cm nach unten wird der Stamm dicker...

Gruß Klaus
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Auswuchs
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Jan.2009-Detail.jpg (81.27 KiB) 2139 mal betrachtet

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo Klaus,

die Wucherung ist aber heute nicht mehr dort? Das wäre mir ja bestimmt aufgefallen.

Ich zweifle ja deine Messung nicht an. Ich will nur wissen, ob du jetzt höher oder niedriger wie ich gemessen hast. Denn selbst die Messung in 1 m Höhe und halber Hanghöhe, also wie das Deutsche Baumarchiv, hat bei mir weniger als 10 m ergeben. Hast du die Höhe von der Hangoberseite genommen? Und wie viel war das Bandmaß etwa unterhalb der großen Öffnung?

Viele Grüße,

Rainer

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Klaus Heinemann
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Beitrag von Klaus Heinemann »

Hallo Rainer,

wo genau das Band entlanglief, weiß ich nicht mehr.
Es war auch nur eine Übung spasseshalber, mal stur in einsdreißig Höhe (von der Vorderseite aus) herumzugehen...
Ich habe mich dabei auf alle Fälle tiefer bewegt als Du.
Diese Werte verwende ich auch nicht offiziell - wollte es einfach mal wissen.
Bei dieser Stammform, mit leichter Geländeneigung und den riesigen umlaufenden Wurzeln kann man allerlei Meßergebnisse produzieren,
eine handbreit höher, oder tiefer, etwas schräg verlaufend usw.
Wenn man glaubt, auf Erdniveau zu stehen, ist tatsächlich der hohgewölbte Wurzelstock unter den Füßen, der ringsum alles etwas anhebt.
Siehe Foto 2015_4, die Wurzeln gehen teilweise über die Umzäunung hinaus.
Die Dimension dieser alten Eiche ist so, dass man völlig korrekt eigentlich nur mit zwei Personen messen kann.

Die Verwachsung ist 2015 nicht mehr da gewesen - da hat wohl jemand "kosmetisch" eingegriffen. Siehe Mai 2015_5

Gruß Klaus
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Seitensicht ohne Auswachsung
Seitensicht ohne Auswachsung
Mai-2015_5.jpg (99.38 KiB) 2128 mal betrachtet
Wurzelbereich
Wurzelbereich
Mai-2015_4.jpg (122.32 KiB) 2128 mal betrachtet

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo Klaus,

ok, damit ist die Frage beantwortet. Du hast also von der unteren Seite aus in 1,3 m Höhe gemessen. Ich habe die Eiche zwar in verschiedenen Höhen gemessen, aber immer nur halbe Hanghöhe oder Oberseitig. Wenn man von der Hangoberseite in 1,3 m Höhe misst sind es auf der unteren Seite etwa 1,8 m. Zur Eiche liegen ja Messwerte bis 1821 zurück. Siehe meine Seite. Da wurde in etwa 1,7 m Höhe, knapp unterhalb vom 1955 abgebrochenen Astes, gemessen.

Ich war 2013 dort, da gab es dann die Wucherung wahrscheinlich auch schon nicht mehr.

Viele Grüße,

Rainer

che80
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Beitrag von che80 »

Hi die Merkwürdige Wucherung..... Ihr kennt den Baum ja in Natur. Auf dem Bild scheint es so als wenn oberhalb der "Wucherung" die Rindenpartie eingefallen wäre. Stimmt das? Wenn das so ist würde ich auf einen wirklich Uralten Eichenfeuerschwamm tippen, das wäre dann der größte den ich ob in Natura oder auf Bildern jemals gesehen hab.
Aber wie gesagt alles unter Vorbehalt und ich lasse mich gern von anderem überzeugen. :wink:

VG Sören

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