Birne bei Bambergen, Register-Nr.: 163 BA-WÜ

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Rainer Lippert
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Birne bei Bambergen, Register-Nr.: 163 BA-WÜ

Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo,

am Georgenhof bei Bambergen stehen zwei dicke Kulturbirnen. Dies ist erstmal die eine.

Bundesland: Baden-Württemberg
Landkreis: Bodensee
Postleitzahl: 88662
BHU: 4,18 m
Höhe: 19 m
Jahr: September 2013
Koordinaten: 47.79053, 9.205343

Viele Grüße,

Rainer
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Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Wowser- mich dünkt, Birnen gedeihen am Bodensee gar vortrefflich! Was für Geräte, da wird ja manche Eiche neidisch :shock: !

Eine Frage: Ist die denn an der Stammtaille gemessen, oder auf 130 cm, wo sie ja sicher schon wegen der Stämmlinge dicker ist?

Grüße,
Andreas

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo Andreas,

ja, am Bodensee gibt es einige so Brummer. Demnächst kommt noch eine etwas dickere.

Das sind Taillenmessungen. Bei beiden Bäumen habe ich da etwas tiefer als 1,3 m gemessen. Würde man da konkret in 1,3 m Höhe messen, wäre der Umfang noch größer. Das macht meine ich wenig Sinn. Wenn der Stamm unterhalb von 1,3 m dünner ist, messe ich immer da. So wird das generell bei Monumentaltrees.com gehandhabt.

Viele Grüße,

Rainer

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Birnen mögen es eher mild.
Was für eine Sorte das ist, weißt du nicht zufällig?

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo Andreas,

es soll sich um eine Schweizer Wasserbirne handeln.

Viele Grüße,

Rainer

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hallo Rainer!

Ah, super :)! Darum hatte ich gefragt...
Möchte bei monumentaltrees auch den einen oder anderen aus meinem persönlichen "Fundus" (hihi, passendes Wort) reinstellen, und hatte das mit der Taille da auch so gelesen.

Hey, saaaaagenhaft, über 4 m Umfang, und das eine Birne an der Taille :shock: ...

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo Andreas,

gern geschehen. Es wäre schön, wenn du auch bei Monumentaltrees aktiv wirst. Dort mangelt es leider etwas an Meldern aus dem Deutschen Raum. Ich messe eigentlich immer die Taille. Und zwar bis in eine Höhe von 2,5 m. Befindet sich die Taille tiefer als 1,3 m, wird es dann automatisch zum BHU. So wie eben bei Monumentaltrees erläutert. Befindet sich die Taille höher als 1,3 m, messe ich zusätzlich in 1,3 m Höhe, was dann das BHU-Maß wird. Da habe ich dann zwei Messwerte für die Unterlagen.

Ach, 4 m ist doch gar nichts 8) Bei mir in der Region, Unterfranken, steht eine Birne mit beinahe 5 m in der Taille. Die war nichtmal dem Deutschen Baumarchiv bekannt. Die werde ich demnächst hier auch eintragen.

Viele Grüße,

Rainer

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Du siehst mich platt wie eine von der Dampfwalze überfahrene Flunder :shock: .
Niemals hätte ich gedacht, dass es noch derart gewaltige Obstbäume in Deutschland gibt... Fast 5 Meter Umfang, eine Birne *umkipp*...

Hier an der Kreisstadt stehen an der Einfahrt der Feuerwehr zwei alte Birnen, die ich schon für außergewöhnlich dick erachtete, mit ihren geschätzten 250- 300 cm Umfang. Aber Deine, die toppen ja echt alles...
Mein- Gott! Und das sage ich nicht oft!
Freue mich sehr auf die unterfränkische Riesenbirne! Und danke für Deine Messmethode. Gerne werde ich die deutschen Melder etwas verstärken dort :)!
Mein dicker Malus sylvestris ist schon drin.

Besten Gruß,
Andreas

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo Andreas,

stimmt, ich sehe dich beinahe nicht, so platt bist du :lol:

Also Birnen mit 2,5 bis etwas über 3 m kenne ich wohl so um die 20. Ab 3,5 m aufwärts wird es dann schon seltener. Die Elite beginnt dann bei 4 m. Meine hier gezeigten Birnen sind aber nicht die dicksten in Deutschland. Das Deutsche Baumarchiv ist in seinen Büchern ziemlich Umfassend. 3 Birnen haben demnach über 5 m Umfang:

In Mecklenburg-Vorpommern, bei Boek, ist eine mit etwa 5,3 m Umfang. Die Äste beginnen aber schon recht Bodennah, hat also in dem Sinn keinen Stamm.

In Baden-Württemberg, bei Kleinvillars, steht eine Birne mit 5,4 m Umfang. Diese ist auch bei Monumentaltrees drinnen, siehe hier. Der Stamm ist aber zweikernig.

In Bayern, bei St. Georgen steht die dickste Birne Deutschlands, mit etwa 5,5 m Umfang.

Den Unterfränkischen Riesen habe ich eingetragen :) Ich dachte allerdings, die hätte über 4,8 m. Da habe ich mich getäuscht. Es sind nur rund 4,7 m. Aber naja, auch nicht so schlecht.

Und schön, dass du jetzt bei Monumentaltrees aktiv bist. Ich habe deinen tollen Einstand schon gesehen.

Viele Grüße,

Rainer

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

eine eindrucksvolle Birnenparade! Hier im Baumregister. Alle lassen sich doch nicht einfach an den Rand drängen.
Von der Taillenmessung habe ich nur einen dunklen Begriff! Kann mal jemand seine kostbare Zeit opfern und mich anhand eines Beispiels aufklären?

Viele Grüße

quellfelder

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo quellfelder,

mit Taille ist die dünnste Stelle des Stammes, unterhalb der untersten Äste gemeint. Der Vorteil bei dieser Messung ist, dass sie sich jederzeit wiederholen lässt, auch nach Jahren. Wohingegen bei der BHU-Messung bei vielen Bäumen ein paar cm höher oder tiefer schon zu markanten Unterschieden kommen kann. Vor allem dann, wenn der Baum an einem Hang steht. Auf meiner Homepape, die zwar noch im entstehen ist, habe ich mal etwas über die Taillenmessung geschrieben, siehe hier. Da sind auch Bilder zum verdeutlichen.

Viele Grüße,

Rainer

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

nun, jetzt habe ich das begriffen. Schöne Beispiele. Taillenmessung durchzuführen ist für mich nun sogar plausibler. Werde ab jetzt auch beide Arten durchführen. Vielen Dank!

Viele Grüße

quellfelder

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo quellfelder,

gern geschehen. Ich messe schon seit über 25 Jahren die Taille, dass habe ich mir damals selbst so angeeignet. Hatte da noch keine Literatur darüber oder sonstige Messempfehlungen. Erst viel später habe ich das dann mit der BHU-Messungen mit aufgenommen.

Viele Grüße,

Rainer

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo quellfelder,

gern geschehen. Ich messe schon seit über 25 Jahren die Taille, dass habe ich mir damals selbst so angeeignet. Hatte da noch keine Literatur darüber oder sonstige Messempfehlungen. Erst viel später habe ich das dann mit der BHU-Messungen mit aufgenommen.

Viele Grüße,

Rainer

Gabi Paubandt
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Beitrag von Gabi Paubandt »

Eine dicke Birne mit 4,55 m Umfang (500 alten Bäume in Deutschland) steht auch bei Weiler bei Sinsheim. Bemerkenswert dort ist auch, dass entlang des Weges dorthin einige Obstbäume mit Naturdenkmalschild stehen - noch alte, teils in sich verdrehte Bäume, die alt sein dürfen.
Bei uns in Wiesbaden-Frauenstein verschwinden langsam die alten Kirschbäume mit den mächtigen Pfropfwülsten und müssen hochgezüchteten, ertragreichen Bäumen weichen.
Gruß Gabi

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