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Esche, aber warum sieht das so aus?

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Jörg2007



Anmeldungsdatum: 24.05.2011
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: Mo 09.Apr 2012 19:00    Titel: Esche, aber warum sieht das so aus? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich Rätsel schon länger warum an mancher Esche diese Knollen hängen wo sonst die vertrockneten Früchte hängen. Ist die Esche krank?



Gruß
Jörg
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tormi
Moderator


Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5354
Wohnort: Hinkel, Luxemburg

BeitragVerfasst am: Mo 09.Apr 2012 19:30    Titel: Antworten mit Zitat

Die Esche ist von Agrobacterium tumefaciens befallen.
_________________
LG Nalis
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Jörg2007



Anmeldungsdatum: 24.05.2011
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: Mo 09.Apr 2012 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

besten Dank für die schnelle Antwort.

das tritt im Ruhrgebiet und am Niederrhein recht häufig auf. Ist das problematisch oder erholt sich der Baum von selbst? Ist das ansteckend auf benachbarte Pflanzen= Ich hab ein wenig gelesen (Wikipedia) aber so Infos die mich da so richtig weiterbringen standen da nicht.

Gruß
Jörg
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Binsk



Anmeldungsdatum: 20.01.2010
Beiträge: 114
Wohnort: NW-CH

BeitragVerfasst am: Mo 09.Apr 2012 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist die Eschengallmilbe. Hier ein Link dazu, du musst ein bischen runterscrollen.
Wenn du nicht gerade Samen ernten willst, schadet das nichts.
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jantrautner



Anmeldungsdatum: 30.08.2007
Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: Mo 07.Mai 2012 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Abgesehen von der Milbe ist die Esche aber bestimmt auch vom Eschentriebsterben befallen: http://de.wikipedia.org/wiki/Eschentriebsterben

Seit Jahren beobachte ich das im ganzen Land, egal wo ich hinkomme, ich habe schon ewig keine gesunde Esche mehr gesehen - keine einzige! Angeblich ist ein sehr geringer Prozentsatz immun, doch zumindest hier dürfte sich die Quote nicht einmal im Promillebereich bewegen.
Bei uns hier in Südbayern ist es an den Flüssen besonders schlimm, dort gibt es teilweise sehr viele Eschen, auch Reinbstände. Aber wohl nicht mehr lange, denn jedes Jahr wird es schlimmer, die Eschen immer dürrer. Das sieht einfach grausig aus - hunderte, tausende halbtote Eschen jeden Alters und jeder Grösse, die jetzt um diese Zeit sehr zögerlich austreiben [sehr viele sind auch schon ganz tot], und dann irgendwann im Sommer gleich wieder vertrocknen - es ist eine Schande.
Weiss vielleicht jemand ob es sowas wie einen Masterplan zu diesem Problem gibt Wink? Denn in einigen Jahren werden sehr viele dieser Bäume ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko für Wanderer, Autos etc. darstellen...!
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JohnDoe



Anmeldungsdatum: 11.05.2007
Beiträge: 457
Wohnort: A 3500 Krems

BeitragVerfasst am: Mi 09.Mai 2012 8:35    Titel: Antworten mit Zitat

Bei uns in der Gegen in Österreich ist auch das Eschentriebsterben zu beobachten, aber wesentlich weniger ausgeprägt. Interessanterweise stehen stark befallene Bäume neben, augenscheinlich, fast ganz gesunden. Die Anfälligkeit ist aber anscheinend wirklich genetisch, denn jene Eschen, die in einem Jahr schlecht aussehen, tun das auch im folgenden Jahr und so weiter.
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bee



Anmeldungsdatum: 17.10.2008
Beiträge: 1811

BeitragVerfasst am: Di 15.Mai 2012 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich hatte vom Eschentriebsterben hier zum ersten Mal gehört.
Mir war in meinem Umfeld bisher nichts Besonderes aufgefallen (Grenzach-Wyhlen, angrenzende Gebiete am Hochrhein und Basel)

lt. Internet ist der Landkreis Lörrach aber "hochrote" Zone, das heißt das Eschentriebsterben auf über 100 ha nachgewiesen.
http://www.waldwissen.net/waldwirtschaft/schaden/pilze_nematoden/fva_eschentriebsterben_aktuell/fva_eschentriebsterben_aktuell_verbreitung.jpg

Darauf habe ich mir mal Eschen in meinem Umfeld angeschaut.
An den F. excelsior in meinem unmittelbaren Umfeld sehe ich keine besonderen kahlen Stellen, Austrieb normal (auch bei angepflanzten F. angustifolia und F. ornus.)

Am Rhein (am Wasserkraftwerk) stehen einige große Eschen, da habe ich ganz vereinzelt Zweiglein gesehen, die nicht ausgetrieben haben.

Im Wald gibt es hier viele Eschen, aber immer schön einzeln. Die waren letzte Woche noch mit Austreiben beschäftigt, sah normal aus, ev. auch einige wenige Äste kein Austrieb. Viele Jungpflanzen, die gesund aussehen.
(Aber ich bin ja nicht der Oberförster, kann das nicht so professionell beurteilen Wink )

In Basel-Umgebung, z.B. am Wasserkraftwerk Birsfelden alles normal, an der Birs auch viele F. angustifolia, alles o.k. Eine große F. excelsior gesehen, wo ein Teilbereich nicht ausgetrieben hat.

Scheint bisher doch ein eher punktuelles, noch nicht flächendeckendes Phänomen zu sein?

_________________
Viele Grüße von Bee
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kurt



Anmeldungsdatum: 22.05.2006
Beiträge: 3236
Wohnort: Bresse Bourguignonne., France

BeitragVerfasst am: Di 15.Mai 2012 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Auch bei mir gibt es kein Eschensterben sondern eine ausgesprochen gute Vermehrung. Sie stehen alle solitär, nicht gruppenbildend. Besonders grosse Vermehrung auf der Lichtung, sie sind dort die weitaus häufigsten "Pioniere".
Standort siehe Karte.

Gruss
Kurt

PS. Ich rede von Fraxinus excelsior



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jantrautner



Anmeldungsdatum: 30.08.2007
Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: Mi 16.Mai 2012 9:33    Titel: Antworten mit Zitat

Sollte sich eine Genesung andeuten? Vielleicht aufgrund der sehr wüchsigen Witterung dieses Jahr [im Gegensatz zu 2011]? Nun der spätere Sommer wird es zeigen, wenn die Eschen dann "normalerweise" gleich wieder absterben...

Ich habe jetzt auch den Eindruck, dass die Eschen bei uns derzeit deutlich besser austreiben als in den letzten Jahren - abgesehen von den vielen bereits ausgelaugten, toten Exemplaren, die sich in den letzten ca. sechs Jahren angesammelt haben. Trotzdem - mehr als vielleicht 20 oder 30 Prozent des normalen Blattwerks wird da nicht dran sein... man sieht jeden einzelnen Wedel, die Äste dazwischen sind mehr oder weniger kahl, und das ist weit von einer geschlossenen Krone entfernt.
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stefan
Moderator


Anmeldungsdatum: 08.10.2006
Beiträge: 3294
Wohnort: Niederrhein

BeitragVerfasst am: Mi 16.Mai 2012 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Baumfreunde,
im Rheinland habe ich auch noch nichts vom Eschensterben gesehen, aber in Bayern und auch in Nord- und Ostdeutschland soll es schon sehr verbreitet sein. Sad
Gruß, Stefan

_________________
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)
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jantrautner



Anmeldungsdatum: 30.08.2007
Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: Do 17.Mai 2012 16:03    Titel: Antworten mit Zitat

Die Lichtverhältnisse waren zwar gerade sehr übel, doch weil diese jungen Eschen am Wegesrand ein so typisches Bild boten, habe ich abgedrückt. Man sieht, von ganz tot bis erschüttert ist alles dabei, nur eben keine gesunden Exemplare:


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LCV



Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beiträge: 4493
Wohnort: 79379 Müllheim

BeitragVerfasst am: Fr 18.Mai 2012 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe gestern diverse Fraxinus excelsior untersucht. An einem Baum waren die Blätter an den Zweigenden "salatartig" gekräuselt. Der Zweig brach auch sehr leicht ab. Siehe Foto. Da einige Marienkäfer darauf herumkletterten, schaute ich mal innen hinein. Die Blätter waren komplett zugedeckt mit irgendwelchen Schmarotzern, die den Marienkäferlarven ähneln. Aber die zapfen doch keine Blätter an - oder?

Gruß Frank



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Karola



Anmeldungsdatum: 25.03.2008
Beiträge: 1860
Wohnort: Mülheim/Ruhr

BeitragVerfasst am: Sa 19.Mai 2012 9:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frank,

LCV hat folgendes geschrieben:
Da einige Marienkäfer darauf herumkletterten, schaute ich mal innen hinein. Die Blätter waren komplett zugedeckt mit irgendwelchen Schmarotzern, die den Marienkäferlarven ähneln. Aber die zapfen doch keine Blätter an - oder?

Es gibt auch ein paar vegetarische Marienkäfer, z.B. die hellbraunen mit beigefarbenen Flecken, ich weiß aber nicht, ob das auch für deren Larven zutrifft. Allerdings sind sie wohl mehr auf Moos und Flechten aus, glaube ich, an Blättern saugen tun sie mit Sicherheit nicht, darauf sind ihre Mundwerkzeuge nicht ausgelegt. Zu den Pflanzensaugern zählen Läuse, Wanzen, Zikaden. Vielleicht kannst du mal ein Foto der Verdächtigen machen?

Viele Grüße
Karola
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LCV



Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beiträge: 4493
Wohnort: 79379 Müllheim

BeitragVerfasst am: Sa 19.Mai 2012 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karola,

wenn ich das nächste Mal dort bin, mache ich Fotos.

Gruß Frank

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LCV



Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beiträge: 4493
Wohnort: 79379 Müllheim

BeitragVerfasst am: Sa 19.Mai 2012 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Mir kommt der Gedanke, dass es tatsächlich Marienkäferlarven waren, aber die am Mittagessen waren (Blattläuse drunter und nicht zu sehen). Die Blattunterseiten waren voll zugedeckt mit den Tierchen.
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