Fragen über Walnußbäume

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Borkenkäfer
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Fragen über Walnußbäume

Beitrag von Borkenkäfer » 13 Okt 2008, 17:16

Welcher Dünger ist für frucht tragende Walnußbäume (Juglans) geeignet??
Welcher Dünger ist für das Wachstum von Walnußbäumen geeignet?

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, freu mich auf eure Antworten. Danke

Mahaleb
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Beitrag von Mahaleb » 13 Okt 2008, 18:41

Hallo Borkenkäfer,

Walnussbäume müssen nicht gedüngt werden, ihnen reicht der in unserer Umwelt über Niederschläge eingetragene Luftstickstoff.
Bei den anderen Werten ist eine Bodenanalyse vor jegwelcher Düngeempfehlung der zwar kostenintensivere aber vom Erfolg her sicherere Weg. Solange keine witschaftliche Nutzung vorliegt kann aber auch hier in der Regel auf eine Dünung verzichtet werden.
Die Analyse kann in Deutschland in der Regel über die Landwirtschaftskammern erfolgen, wie das in Östereich und der Schweiz ausschaut weiß ich nicht.

Gruß, Bernd

kurt
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Beitrag von kurt » 13 Okt 2008, 18:49

Hallo Borkenkäfer

Ich weiss, dass dich meine Antwort nicht zufriedenstellen wird. Ich habe mehrere Walnussbäume, die sehr gut fruchten. Auch solche aus natürlicher Vermehrung (Vögel, Eichhörnchen). Düngung Null. Es kommt natürlich auf den Boden an. Wenn du aber unbedingt etwas tun willst, empfehle ich dir Hornmehl, das als Langzeitdünger wirkt.

Gruss
Kurt

Borkenkäfer
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Danke!!!! -Aber!

Beitrag von Borkenkäfer » 27 Okt 2008, 14:50

Danke für die schnelle Rückantwort - Die Frage muss ich wohl noch przisieren. Es handelt sich um 200 selbst aus dem kern gezogene Walnussbäume ca. 30 cm hoch, die im Wald als spätere Holzlieferanten gepflanzt wurden. Leider wachsen die Himbeeren und Farne schneller als meine Nussbäume. Desshalb wollte ich wiseen mit welchem Dünger ich die am schnellsten Hochbringen kann. Mit Kalk wurde der ganze Wald gedüngt. Walnußbäume haben den Vorteil sie werden nicht von Rehen zerbissen. Ich freu mich auf eure Antworten,

Mit freundlichen Grüßen Borkenkäfer

Myricaria
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Beitrag von Myricaria » 27 Okt 2008, 16:26

Hallo Borkenkäfer,
Juglans nigra, die Schwarznuss besitzt übrigens das beste Holz aus der Gattung Juglans. J. regia und nigra sind die zwei bekanntesten aus der Gattung, erstere hauptsächlich der Nüsse, letztere des Holzes wegen kultiviert. Nur so ein Tipp. Schwarznuss-Holz ist äußerst gefragt und teuer.
(Bsp. Im Prospekt eines Naturmöbel-Betriebs unserer Umgebung gab es für Schwarznuss-Möbel über 60 % Aufpreis!)

Lg.
Johannes

ps. Exkurs: Der erste Gymnocladus dioicus ist im Kommen! Nach über zwei Monaten, die Geduld hat sich gelohnt.

JohnDoe
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Beitrag von JohnDoe » 28 Okt 2008, 09:17

Und die Juglans x intermedia (Juglans nigra x regia) wird in Ungarn als Superbaum gehandelt. Das Holz soll eine noch schönere Masserung aufweisen, insgesamt höhere Leistung und gerader Schafft.

http://www.waldwissen.net/themen/waldba ... bau_neu_DE

lG,
Johann

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stefan
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Re: Danke!!!! -Aber!

Beitrag von stefan » 28 Okt 2008, 09:36

Hallo Borkenkäfer,
Borkenkäfer hat geschrieben:... Walnussbäume ca. 30 cm hoch, die im Wald als spätere Holzlieferanten gepflanzt wurden. Leider wachsen die Himbeeren und Farne schneller als meine Nussbäume. ...
Dünger, mit denen man Pflanzen schneller wachsen läßt sind letztlich immer Stickstoffdünger. Darauf reagiert ein Holzgewächs bei verstärktem Wahsgum möglicherweise mit der Bildung von schwachem, grobporigem Holz, was wohl nicht sinnvoll ist.
Alle anderen Pflanzen reagieren auch - und möglicherweise stärker - auch diesen Wachstumsanreiz, so daß Du nichts davon hast!
Für mich ist die Frage, die ich nicht beantworten kann:
Besteht die Gefahr, daß Deine Walnußbäume unterdrückt werden und eingehen, wenn sie zu schwach wachsen, oder reicht es, ein paar Jahre zu warten?!
Die beste Maßnahme ist ansonsten: Handarbeit, d.h. Freischneiden der Bäume! :(
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

grünfink
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Beitrag von grünfink » 31 Okt 2008, 09:11

Das Problem, dass einige Pflanzen schneller wachen als andere kenne ich auch aus meinem Garten. Habe da voriges Jahr auch ein kleines Bäumchen gepflanzt und musste ständig drum herum schneiden, da es sonst die anderen Pflanzen überwuchert hätten. Das ist ein ziemlicher kampf, aber ich glaube die einzige Möglichkeit :-(

Myricaria
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Beitrag von Myricaria » 31 Okt 2008, 12:16

Das Ganze fängt schon im Kleinen an: Winzige Buchsbaumstecklinge werden vom Gundermann "überwandert" wenn man nichts tut...

kurt
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Beitrag von kurt » 31 Okt 2008, 13:04

Meiner Erfahrung nach setzen sich Walnussbäume ohne Freischneiden durch. In etwa 1m hohem Gras- und Krautpflanzendickicht tauchen plötzlich Walnusssämlinge auf, die ich vorher nicht bemerkt habe.

Gruss
Kurt

Myricaria
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Beitrag von Myricaria » 31 Okt 2008, 16:24

Die Beobachtung habe ich auch gemacht. Wenn nicht gerade ein Schling-Knöterich darüber wuchert, setzt sich Juglans regia fast immer durch. Es dauert halt ein bisschen länger, bis das Bäumchen "die Sonne erblickt".

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