Bäume am Geschmack erkennen?

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biloba
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Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von biloba »

Hallo?

Soeben sitzt ein gewisser Herr Wohlleben im Fernsehen und lehrt uns, Baumarten am Geschmack zu erkennen. Könnt Ihr das auch?

ZDF - "Volle Kanne" - JETZT


Staunende Grüße!

JDL
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von JDL »

Es ist sicherlich möglich, einige Bäume an ihrem Geschmack zu erkennen.
Und noch besser durch ihren Geruch.

Ich denke, es wird eine sehr schwierige Aufgabe sein, Tausende von Bäumen und Sträuchern voneinander zu unterscheiden.

Cryptomeria
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von Cryptomeria »

Wieso hast du das bei Nadelgehölzen eingestellt? Geht es nur darum? Jeder sollte auf jeden Fall wissen, was er probiert. Nicht jeder Baum ist bekömmlich ( Eibe, Goldregen usw.)
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

JDL
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von JDL »

Cryptomeria hat geschrieben:
21 Nov 2019, 10:20
Jeder sollte auf jeden Fall wissen, was er probiert. Nicht jeder Baum ist bekömmlich ( Eibe, Goldregen usw.)
VG Wolfgang
Richtig, dies kann manchmal gefährlich werden, insbesondere bei zu vielen Tests mit toxischen Spezies
daher meine 'einige Bäume'

biloba
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von biloba »

Cryptomeria hat geschrieben:
21 Nov 2019, 10:20
Wieso hast du das bei Nadelgehölzen eingestellt? Geht es nur darum?
Weil er nur zwei benadelte Zweige mitgebracht hatte - Fichte und Douglasie. Und dann musste er den Moderator darauf hinweisen, dass er bitteschön die Nadeln kosten soll, er muss nicht die Zweige zerbeißen. Die Eibe wurde leider überhaupt nicht thematisiert.

Fichte ist im Abgang leicht holzig, kann ich schon einmal verraten.

https://www.zdf.de/verbraucher/volle-ka ... n-100.html


Grüße!

Cryptomeria
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von Cryptomeria »

Na, die Douglasie scheint ja deutlich besser zu schmecken.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

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ImHolzRausch
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von ImHolzRausch »

Noch "einmaliger" wäre der Test mit einem Stinkwacholder :lol:

Gruß,
Bene

Kiefernspezi
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von Kiefernspezi »

Oh Mann...Natürlich gibt es Geschmacksunterschiede...aber damit bestimmen ist ziemlich unsinnig. Zahlreiche Arten sind giftig und zudem ändert sich der Geschmack von Trieben, je nach Jahreszeit. Und es ist alles andere als lecker... :lol:

LG


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bee
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von bee »

Eigentlich ist unglaublich vieles in der Natur essbar, aber hauptsächlich die jungen Triebe (als Beispiel jetzt von Linden der Austrieb, das ist wie ganz zarter Salat, andere Arten sind da "knorziger")
Ich gehe natürlich auch nicht hin und knabbere überall, sondere orientiere mich an einem Buch (ich kaufe - wenn überhaupt - die "ganz dicken" Bücher), also hier:
"Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen von Fleischmann, Guthmann, Spiegelberger" 2000 Pflanzen Mitteleuropas, Bestimmung (geht da überwiegend nach den Blättern, es gibt dann aber jeweils Zeichnungen der ganzen Pflanze von oben bis unten, d.h. Wurzeln, Grundblätter usw.) , Sammeltipps, Inhaltsstoffe, Heilwirkung und Verwendung in der Küche.

Da natürlich auch einiges zu Nadelbäumen (habe ich selbst noch nicht probiert): hauptsächlich geht es da um JUNGE Triebe im Frühjahr, als Salatbeigabe, als Würze, ausgekocht und eingedickt mit Zucker als Sirup.
Wobei ich selbst nicht so ein Zucker-Sirup-Typ bin, Zucker ... das muss nicht im Übermaß sein.

Beim Sirup, der auch bei Atemwegserkrankungen eingesetzt werden kann, steht allerdings auch ein Warnhinweis (und allgemein der Hinweis, alles erst einmal in kleinsten Mengen zu probieren): man solle einen Fachmann vorher befragen, weil bei Keuchhusten und Asthma könne es auch zu Krämpfen kommen. Es sind eben viele ätherische Öle enthalten und die sind nicht "ohne" bei der Einnahme.
Es heißt dann noch, dass ganz junge Triebspitzen weniger ätherische Öle enthalten, dafür mehr Vitamin C und Gerbstoffe.
Zuletzt geändert von bee am 30 Nov 2019, 21:17, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße von bee

AndreasG.
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von AndreasG. »

bee hat geschrieben:
29 Nov 2019, 23:47

Ich gehe natürlich auch nicht hin und knabbere überall,
:mrgreen:
Da sollte man auch vorsichtig sein. Beispielsweise wird Vogelmiere häufig als "essbares Unkraut" beschrieben. Ich habe eine Pflanze mal bei mir auf dem Balkon mehrere Monate wachsen lassen, bis sie so groß war wie ein Fußball, und sie anschließend als Salat verspeist. Ergebnis; ich konnte die ganze Nacht nicht einschlafen. ( hoher Saponingehalt!)
Ähnliches gilt (bei mir) für die überall gepriesene Brennessel. Nach dem Genuß einer Suppe konnte ich auch nicht einschlafen und der ebenfalls hochgelobte Giersch schmeckt mir einfach nicht. Da ist mir Petersilie viel lieber.
Dummerweise verschweigen die ganzen Wildpflanzengurus auf youtube und anderswo diesen Aspekt gerne mal.

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bee
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von bee »

Dann hättest du die Brennnesselsuppe morgens essen müssen, so als Wachmacher. :mrgreen:

Nee, ich kenne das auch, z.B. von Fisch (aus dem indischen Ozean, so kleine ... Je nachdem, was die Fische selbst fressen ... an Korallen knabbern typischerweise, dann kann das Auswirkungen haben. Es gibt Arten, wenn man die abends isst, dann macht man kein Auge zu. Das wiederum kann am eigenen sehr individuellen Stoffwechsel liegen. Und ich kenne mich mit den Fischarten nicht wirklich aus, muss immer nachfragen. "Sicherheitshalber" esse ich kaum noch Fisch spät am Tag. Das liegt auch nicht daran, dass man nicht daran gewöhnt ist, auch Einheimische berichten das.

Mit Kräutern oder Wildgemüse, auch da sollte man sich wirklich herantasten. Sie werden normalerweise auch nicht in großen Mengen verzehrt, es sind bei mir bisher immer nur ein paar Blättchen hier oder da zusätzlich. Diese Pflanzen sind dann zwar nicht "giftig", aber ob sie aufgrund der vielzähligen Inhaltsstoffe für jeden bekömmlich sind, ist ja noch etwas anderes.

Ich habe zum Beispiel unschöne Erfahrung mit Wiesen-Bärenklau gemacht. Der ist essbar im Gegensatz zum Riesen-Bärenklau.
Die zarten Sprosse (ich meine die jungen Blätter, noch zusammengefaltet oder gerade entfaltet) fand ich sehr aromatisch, habe das vor 2 Jahren probiert, sowohl roh als auch gegart ähnlich Spinat - und ohne Probleme vertragen.
Im Jahr darauf reagierte ich (fast ?) allergisch oder überempfindlich, mit rauem Hals, es "kitzelte", leichte Anschwellung im Mund und im Rachen ... und das im Wald, ich wurde fast panisch. Gegart, kleinste Menge zu Hause ... genauso ... NIE wieder.
Viele Grüße von bee

biloba
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von biloba »

AndreasG. hat geschrieben:
30 Nov 2019, 11:49
Beispielsweise wird Vogelmiere häufig als "essbares Unkraut" beschrieben... ( hoher Saponingehalt!)
Das muss ich unbedingt mal probieren. Danke für den Tipp!

AndreasG. hat geschrieben:
30 Nov 2019, 11:49
Ähnliches gilt (bei mir) für die überall gepriesene Brennessel. Nach dem Genuß einer Suppe konnte ich auch nicht einschlafen
Die Suppe finde ich lecker und habe in diesem Zusammenhang noch keine Einschlafprobleme gehabt.

Jetzt muss ich nur noch meine Frau davon überzeugen...


Neugierige Grüße!

AndreasG.
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von AndreasG. »

bee hat geschrieben:
30 Nov 2019, 20:58
Dann hättest du die Brennnesselsuppe morgens essen müssen, so als Wachmacher. :mrgreen:
Ich habe sie mittags gegessen, also noch genug Zeit bis zum Schlafengehen, aber die Wirkung hat entsprechend lange angehalten.
Und, um ganz ehrlich zu sein, so überwältigend ist der Geschmack von Brennesseln nicht. Ich habe die nur mit einer angebratenen Zwiebel und einer kleingeschnittenen Kartoffel und Salz/Pfeffer zubereitet und püriert. Soll ja für ältere Männer ganz gesund sein, aber ich weiß nicht recht....

@Biloba, hast du auch den Rest über Vogelmiere gelesen?

biloba
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Re: Bäume am Geschmack erkennen?

Beitrag von biloba »

AndreasG. hat geschrieben:
01 Dez 2019, 08:56
@Biloba, hast du auch den Rest über Vogelmiere gelesen?
Genau dieser Rest hat mich ja neugierig gemacht.

Natürlich werde ich es anfangs nicht mengenmäßig übertreiben und mich langsam heran tasten, eventuell schon mittags.


Vorsichtige Grüße!

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