2 Linden in Keilberg, Register-Nr.: 4782

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Rainer Lippert
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2 Linden in Keilberg, Register-Nr.: 4782

Beitrag von Rainer Lippert » 24 Okt 2016, 22:22

Hallo,

im Spessartort Keilberg stehen neben der St. Georg Kirche diese beiden Linden. Die Umfänge sind sehr schwierig zu messen, da die Stämme beider Linden stark unregelmäßig sind. Die dickere hat einen BHU von 9,00 m, die dünnere von 7,12 m. In einer Einbuchtung der dickeren Linde ist eine Passionsszene mit Holzfiguren eingearbeitet. Laut der Ortschronik sollen die beiden Linden 1478 gepflanzt worden sein. Demnach wären sie jetzt 538 Jahre alt. Das könnte durchaus im Rahmen des möglichen sein. Soweit so gut. Bis jetzt hört sich alles noch normal an. Aber, älterer Bewohner des Ortes berichten, dass sie früher in der Schule gelernt haben, dass es sich einst um eine Linde gehandelt hat, die durch Blitzschlag gespalten worden wäre. Der Umfang um beide Stämmlinge beträgt mehr als 16 m. Haben wir es hier gar mit dem dicksten Baum Deutschlands zu tun? Es gibt aber ein Foto von etwa 1940 wo ein Pestbildstock direkt vor den Linden steht. Der Bildstock trägt die Jahreszahl 1625. Die Ortschronik verrät, dass 1621 bis 1625 die Pest im Spessart wütete. Gut möglich, dass anlässlich der Errichtung des Bildstockes zu beiden Seiten eine Linde gesetzt worden ist. Demnach wären sie knapp 400 Jahre alt. Was nun stimmt, nun, keiner weiß es genau.

Viele Grüße,

Rainer
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Wolfgang Sibora
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Beitrag von Wolfgang Sibora » 24 Okt 2016, 23:52

Hallo Rainer,

mein erster Eindruck beim Betrachten Deiner Fotos war auch: das war mal ein Baum! Im Buch von M. Brunner sind einige Beispiele für Lindenrelikte angeführt, von denen man weiß, dass sie früher ein Baum waren und uns heute nur in "Einzelstücken" erhalten sind. Z.B. die Linde in Polchow. Vielleicht gibt es noch alte Fotos in der Ortschronik?

musicussi
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00002-500_Kirchhofslinde in Alt Polchow_P1210649.jpg
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baumlaeufer
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Re: 2 Linden in Keilberg, Register-Nr.: 4782

Beitrag von baumlaeufer » 25 Okt 2016, 00:57

Rainer Lippert hat geschrieben:....Aber, älterer Bewohner des Ortes berichten, dass sie früher in der Schule gelernt haben, dass es sich einst um eine Linde gehandelt hat, die durch Blitzschlag gespalten worden wäre. Der Umfang um beide Stämmlinge beträgt mehr als 16 m. ....
Rainer
Da würde ich mich anhand deiner Bilder nicht festlegen, ob einer oder zwei ! Vor Ort würde ich mir den Boden genau ansehen wollen :wink:
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de

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Klaus Heinemann
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Beitrag von Klaus Heinemann » 25 Okt 2016, 10:03

Hallo Rainer,

schon weider ein neuer Eintrag in meiner To-Do-Liste!

Die Geschichte mit dem Blitzschlag ist wie aus einem Drehbuch -
der Donnergott hat schlechte Laune und schleudert seinen Hammer
auf das christliche Symbol, quasi als Quittung für die Eichen-Fällungen...
:shock:

Aber ausgeschlossen ist es nicht... wer liest mit, und hat die Möglichkeit einer Genanalyse?

Gruß Klaus

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