Unbekannter Baum aus unbekanntem Samen gezogen --> Ceratonia siliqua ??

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch ausserhalb Europa, z.B. Afrika, Asien gesehen, und möchtet ihn bestimmen, dann könnt ihr hier fragen.

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Unbekannter Baum aus unbekanntem Samen gezogen --> Ceratonia siliqua ??

Beitrag von Meine.Seite.Hier »

Hallo, ich versuche vergeblich einen Baum zu bestimmen, den ich aus einem befremdlichen Samen gezogen habe, welchen ich in der Tasche einer mir geschenkten Gitarre eines Reisenden gefunden hatte.

Auf mich wirkt das Blatt nach etwas das nicht hierher gehört - zumindest nicht in diesen Raum... ob auch nicht in diese Zeit, ist fraglich.
Auch Pflanzenkenner und Biologen habe ich bisher vergebens befragt.
Der Bestand der Baumbestimmung hier auf der HP hat leider ebenso nichts passendes.
Vielleicht wisst ihr worum es sich hierbei handelt?

Hab 4 Fotos angefügt.
Liebe Grüße,
Florian
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Übersicht <br />Auffällig finde ich die Adern der Blätter, wie sie sich zum Blattrand hin schließen - wie auch die ganze Strukturierung des Blattes (siehe B1 B2)
Übersicht
Auffällig finde ich die Adern der Blätter, wie sie sich zum Blattrand hin schließen - wie auch die ganze Strukturierung des Blattes (siehe B1 B2)
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Stamm
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junges Blatt (besonders Zart)
junges Blatt (besonders Zart)
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altes Blatt (fest wie Eichenlaub) - der Anblick dieser Blätter hat eine (so finde ich) irgendwie magische Wirkung ...
altes Blatt (fest wie Eichenlaub) - der Anblick dieser Blätter hat eine (so finde ich) irgendwie magische Wirkung ...
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Zuletzt geändert von Meine.Seite.Hier am 06 Feb 2015, 18:31, insgesamt 1-mal geändert.

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Ich sehe da eine Schildlaus. :roll: Dagegen solltest du was unternehmen, sonst ist demnächst der gesamte Baum damit bevölkert.

Kannst du eventuell etwas zum Aussehen und der Größe des Samens sagen?
Außerdem wäre ein Größenvergleich der Blätter sinnvoll. Also beim Knipsen ein Lineal o.ä. daneben halten.

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Samen & Mass

Beitrag von Meine.Seite.Hier »

Der Samen war dunkel bis schwarz, etwas Linsenförmig, jedoch nicht so scharfkantig und von etwa 1cm Durchmesser - die Narbe an der dünnen Seite.

Im Anhang Bilder mit Mass.

Ps: und ein Glück, es ist keine Schildlaus ... ich muss aber auch immer wieder neu nachsehen ob es nicht doch eine ist :D
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der Baum ist etwa 80cm groß und hat bis zu 40 cm lange Zweige. der Stamm hat unten 1,5cm Durchmesser.
der Baum ist etwa 80cm groß und hat bis zu 40 cm lange Zweige. der Stamm hat unten 1,5cm Durchmesser.
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die festen Blätter sind bis 9cm lang und zu 6cm breit, die zarten Blätter bis 6cm lang und zu 4cm breit.
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Beitrag von LCV »

Hallo Florian,

das wird eine schwierige Sache. Derartige Blätter findet man im tropischen/subtropischen Bereich sehr häufig.

Ich halte fest, was ich zumindest zu erkennen glaube (bitte korrigieren, falls ich das den Fotos falsch entnehme):

Blätter wechselständig, zusammengesetzt, mehr oder weniger ganzrandige Fiederblättchen, Blattnerven biegen vor dem Blattrand um.
Das Stämmchen weist Lenticellen auf.

Wirklich hilfreich wäre es, wenn das Bäumchen demnächst Blüten bringen würde.

Eine Aussage zum jetzigen Zeitpunkt wäre ziemlich gewagt.

Aber dran bleiben. Jede Veränderung mit Fotos dokumentieren. Bei den abgefallenen Blättern könnte man checken, ob sie Milchsaft enthalten.

Gruß Frank
Zuletzt geändert von LCV am 06 Feb 2015, 21:28, insgesamt 1-mal geändert.

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Die Pflanze sieht so aus, als ob sie viel zu warm steht und zu wenig Licht hat.
Solche Pflanzen vergeilen und wachsen atypisch, was eine Bestimmung nicht gerade erleichtert.

Eventuell, aber wirklich nur eventuell könnte das eine Grewia (occidentalis) sein. Grewias haben relativ große Samen.

Sobald es wärmer ist, solltest du das Bäumchen nach draußen stellen, falls sowas möglich ist. Würde ihm bestimmt gut tun.

Und mal irgendwo vorsichtig anpieksen und nach Milchsaft gucken. Wenn sie weißen Milchsaft hat, ist es keine Grewia.
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Wenn das keine Schildlaus ist.....
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AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Den Vorschlag mit Grewia occidentalis ziehe ich zurück, denn die Grewia hat wechselständige Blätter, während die wohl gegenständig sind. D.h., man nicht mal genau erkennen, ob es einfache oder zusammengesetzte, gefiederte Blätter sind.
Wenn der Gitarrenverschenker nicht mal mehr den Erdteil weis, auf dem er den Samen eingesammelt hat, wird's schwierig.

Es ist aber vermutlich kein einheimischer Baum.

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LCV
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Beitrag von LCV »

Ich habe meine Einschätzung korrigiert. Es scheint so, als wären es doch zusammengesetzte Blätter, wechselständig angeordnet. Da es sich dann um Fiederblättchen handeln würde, sind diese relativ groß. Die Fiederblättchen sind wiederum gegenständig.

Das Problem ist, dass man in dem Gewirr der Blättchen nicht genau erkennen kann, wieviele Fiederblättchen normalerweise vorhanden sind, paarig oder unpaarig gefiedert. Auch scheint es der Pflanze nicht besonders gut zu gehen. Mit dem Hinausstellen würde ich aber warten, bis es auch nachts nicht mehr allzu kalt wird. Ist es eine Tropenpflanze, würde sie das nicht überstehen.

Die Herkunft des Samens würde helfen, obwohl auch das irreführend sein kann, nachdem heutzutage Pflanzen weltweit verteilt werden, solange das Klima stimmt.

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Beitrag von Meine.Seite.Hier »

Tatsache, eine Schildlaus... Wo/Wie kommen die eigentlich her?
Ja, korrekt, ich kann die Pflanze nach einem Umzug leider nicht draussen platzieren ... aber ich ziehe weiter ;)
Zuvor stand sie draussen - ausgenommen im Winter.
Den langen Zweig hat sie freilich in der Wohnung entwickelt.
Ihr geht es jedoch gut ... denn ich hab sie sehr lieb. :)

Die Blätter sind immer paarig am Ende eines Stengels (manchmal 2x2) und irgendwie individuell gefiedert.
Milchsaft haben sie nicht.

Leider gibt es keine Info von der Herkunft ... Australien wäre jedoch wahrscheinlicher als alles andere.

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bee
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Beitrag von bee »

Hallo,
bei paarig gefiederten Blättern denke ich immer zuerst mal an Fabaceae, da besonders an die Unterfamilie Caesalpinioideae.
Kleine Nebenblätter (Stipel) meine ich auch erkennen zu können.

Ich habe mal meinen "Webbild-Fundus" (unter anderem die Exoten-Rätsel hier auf Baumkunde) nach vergleichbaren Blättern durchsucht und finde relativ große Ähnlichkeit bei Schotia brachypetala (einem Baum mit schönen roten Blüte aus Südafrika, der sehr gut in trockenem Klima gedeiht und deshalb lt. Web in Australien viel als Straßenbaum verwendet wird.)
Die Samen sind allerdings eher hellbraun (möglichweise dunkeln sie nach) und die Blattnerven sind auf den Vergleichsbildern nicht deutlich zu erkennen.

Meist sind mehr Blättchenpaare vorhanden, denkbar sind aber beim jungen Baum 2-4 Paare.
viewtopic.php?t=8329&highlight=schotia
https://toptropicals.com/catalog/uid/Sc ... petala.htm
http://en.wikipedia.org/wiki/Schotia_brachypetala
http://www.virboga.de/pics/big/005140.jpg
https://australianseed.com/shop/item/sc ... chypetala-

bei Toptropicals gibt es auch ein BIld von einem Sämling einer anderen Art (Schotia afra mit geflügelter Blattrhachis), eine weitere Art wäre Schotia latiflolia. Die bei Toptropicals genannten Arten könnten in geeignetem Klima weltweit angepflanzt worden sein.
Viele Grüße von bee

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Beitrag von LCV »

Hallo Bee,

die Fiederblättchen der Schotia brachypetala würden in Größe und Nerven gut passen. Im Palgrave gibt es eine Zeichnung, die diese kurz vor dem Rand umbiegenden Nerven zeigt.

Gruß Frank

Spinnich
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Unbekannter Baum aus unbekanntem Samen

Beitrag von Spinnich »

Hallo,

ich kann mir nicht helfen aber die Rinde, die ledrigen paarig und kurz gestielten Blattfiedern, auch die Beschreibung des Samens erinnern trotz gewisser Abweichung von meinen eigenen Pflanzen doch sehr an Karuben/Johannisbrotbaum - Ceratonia siliqua.
Ich weiß nicht, wie groß die Varianz und somit unterschiedlich die Sorten dieses Baumes ausfallen. Aber einiges ist durch die zu warme und lichtarme, somit vergeilte Wuchsform zu erklären. Bei der Größe der Pflanze wären normalerweise deutlich mehr Fiederblättchen pro Blattstengel zu erwarten, aber Jungpflanzen besitzen nur 1 bis max. 2 Fiederpaare. Die übliche rötlichbraune Färbung der Blattstengel und die rötliche Färbung der Fiederstengelchen verblasst bei Lichtmangel ins Grünliche, das wäre also erklärlich. Die Farbe und Musterung der Rinde im unteren Bereich stimmt genau überein.

Samenoutfit
Fiederblättchen - das 2te leicht versetzt!
Jungpflänzchen

Bin gespannt was Ihr dazu sagt und ob jemand ein Haar in der Suppe findet.
Wie gesagt, die Wuchsform ist bei dieser Pflanze womöglich nicht ganz aussagefähig.

Gruß Spinnich :roll:
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

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Das Foto schaut von den Blättern her, sehr danach aus.
Und der Samen passt sehr gut zu dem Vorletzten auf der Abbildung.
Werde mich mal auf die Karuben fokussieren.

Ich will mich soweit schonmal bei allen recht herzlich bedanken.
Und wenn jemand noch was interessantes weiß oder findet, bitte gerne hier mitteilen. :)

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