Unbekannter Baum im Garten

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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Explorer
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Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Explorer »

Hallo liebe Gemeinde der Baumkunde,

erst einmal schön, dass es diese Internet-Seite gibt; mit ihrer Hilfe konnte ich schon viele Bestimmungen erfolgreich durchführen. Nun habe ich ein Rätsel in meinem Garten stehen, dass ich bisher nicht lösen konnte. Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Vor allem interessiert mich welche Endgröße der Baum erreichen wird, da dieser unter einem großen alten Walnussbaum steht. Diesen möchte ich natürlich auf keinen Fall gefährden. Nun zum Steckbrief des gesuchten Baumes:

Standort:
Schatten, unter großem Walnussbaum

Habitus:
DSC05275.JPG
DSC05275.JPG (192.32 KiB) 234 mal betrachtet
Blatt:
DSC05867.JPG
DSC05867.JPG (62.98 KiB) 234 mal betrachtet
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DSC05871.JPG (71.01 KiB) 234 mal betrachtet
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DSC05873.JPG (57.01 KiB) 234 mal betrachtet
Hinweis: Die grünen Zweige lassen sich von der Blattfarbe kaum unterscheiden. Daher hatte ich zunächst gedacht, dass die Blätter gefiedert seien. Ist wohl aber nicht der Fall.

Herbstfärbung:
DSC05868.JPG
DSC05868.JPG (62.98 KiB) 234 mal betrachtet
Borke:
Im jungen Zustand zunächst grün, wie die Zweige. Später wie abgebildet.
DSC05875.JPG
DSC05875.JPG (147.1 KiB) 234 mal betrachtet
Blühte/Frucht:
Noch keine entdeckt.

Cryptomeria
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Cryptomeria »

Hallo und herzlich Willkommen!
Das ist ein Pfaffenhütchen. Sät sich gerne überall aus oder wird über Vögel verbreitet. Rotkehlchen fressen gerne die Früchte. Hübscher Anblick im Herbst durch seine Früchte.
VG wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

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LCV
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von LCV »

Euonymus (sehr wahrscheinlich E. europaeus) wächst eher strauchförmig
oder als kleines Bäumchen. Unter einem Walnussbaum hat er es schwer,
da selbst Gras nicht so üppig wächst wie außerhalb des Baumes.

Cryptomeria
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Cryptomeria »

E. europaeus nimmt auch nichts krumm. Man kann runterschneiden, wie man möchte.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Babs
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Babs »

Hallo zusammen,
Wirklich sehr hübsch aber auch sehr giftig.
Gruss aus Basel
LG Babs

Explorer
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Explorer »

vielen Dank für eure schnelle Antwort. Das sind ja gute Nachrichten :D ; habe mir für meinen Garten schon ein Pfaffenhütchen gewünscht! Hatte aber keine Idee, wo ich es hinpflanzen könnte. An diese Stelle hätte ich natürlich nichts gepflanzt, da ich es für zu schattig hielt. Und nun haben sich gleich zwei Fragen auf einmal gelöst. Perfekt! Freue mich riesig.

Würde vielleicht auch erklären warum es so gerade gewachsen ist wie ein Baum; nach oben hat es wieder Licht. Ich wäre nicht so schnell auf die Antwort gekommen, da ich einfach nicht bei Sträuchern geschaut habe. Mit Früchten hätte ich es dann wahrscheinlich auch erkannt ;-). Kann ja noch ein Foto machen, wenn es soweit ist.

Es ist tatsächlich so, dass mir die Vögel viele Pflanzen (als Geschenk) mitbringen. Diese werden von mir auch gut versorgt. Habe schon Johannisbeeren, Stachelbeeren, Holunder, Kirschbäume, und sogar ein Feigenbäumchen gefunden. Muss mal überlegen, was ich auf meine nächste Bestellung schreiben soll.

Viele liebe Grüße

fockea
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von fockea »

noch keine Gespinnstmotte gehabt ? Die fressen bei mir alles kahl. Lassen dafür aber die Apfelbäume in Ruhe.

Yogibaer
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Yogibaer »

Soweit mir bekannt ist leben die Arten der Gespinstmotten monophag. Yponomeuta cagnagalla auf Euonymus und Yponomeuta malinellus auf Malus.
Gruß Yogi

Babs
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Babs »

LG Babs

Cryptomeria
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Cryptomeria »

Bei uns stehen sehr viele Pfaffenhütchen. manche haben Gespinstmotten , andere nicht. Bei einer Pflanze im Garten braucht man sich keine Sorgen machen. Wenn man etwas sieht, liest man sie ab. Das mache ich manchmal bei kleinen Kiefern.
VG wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Andreas75
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Andreas75 »

Ich freue mir 'nen Keks, dass ich nach Jahren des Sämlings- Wachsenlassens endlich sowohl Pfaffenhütchen- als auch Traubenkirschengespinstmotte habe. Beide nur in mäßigem bis kleinem Rahmen, aber genial auf jeden Fall, denn kaum was ist feiner als ein ökologisch wertvoller Garten.
Dazu dann noch fünf verschiedene Blattwespen (Weiden-, Berberitzen-, Birnengespinst-, Salomonssiegel- und (leider in dem Falle) auch Kiefern, die mir außer Pinus parviflora nahezu alles fünfnadelige und einige mugo- Sorten gefressen haben- die auf den Kiefern schränke ich ein, alle anderen lasse ich), und bei so einer Vielfalt wird der Garten erst richtig spannend.

Anbei noch: Man MUSS nicht schneiden! Es spricht auch nichts dagegen, Gehölze einfach mal wachsen zu lassen, wenn sie ihren Platz haben ;). Ist ein großer Irrglaube, immer schneiden zu MÜSSEN.

Explorer
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Explorer »

Habe bis jetzt noch keine Gespinstmotten entdecken können, nur ein paar angefressene Blätter. Vielleicht kommt das ja noch. Sehe das aber ähnlich gelassen. Ich freue mich, wenn im Garten etwas neues entdecken kann.

Hatte mal vor wenigen Jahren einen Befall vom Kohlweißling auf Stachelbeeren und Johannisbeere. Sie haben mir alle Blätter abgefressen, wie gefräßige Raupen halt mal so sind. Habe sie aber in Ruhe gelassen. War eigentlich nachher praktisch zum Pflücken der Beeren :wink: . In den folgenden Jahren war kein Befall mehr sichtbar, so dass ich denke, dass sich wieder ein natürliches Gleichgewicht eingestellt hat.

Cryptomeria
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Re: Unbekannter Baum im Garten

Beitrag von Cryptomeria »

Gute Einstellung. Ich lasse auch weitgehend alles , um zu beobachten, wer von was lebt und überlebt. Ganz selten greife ich bei Kiefern ein, da die gefrässigen " Raupen " sonst alle Altnadeln verputzen und bei jungen, recht frisch gepflanzten, kann es dann eng werden. Bei kleiner Größe lässt sich dann auch noch leicht eingreifen.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

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