Noch ein Gefallener - eine Eiche?
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Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Hallo zusammen,
in der Nähe meines "Totholzbaumes mit großer Spalte" ist im Zuge des gleichen starken Windes, ein weiterer Baum umgefallen (dem man aber auch schon vorher angesehen hat, dass es ihm nicht mehr gut geht). Er stand an einem Hang und ist regelrecht aus seinem Stamm heraus gebrochen und auf ein Feld gefallen. Er hatte auch viel Efeu, was ihn natürlich noch windanfälliger gemacht hat. Interessanterweise fand ich bei meiner gestrigen Tour beginnende Knospen, also war er noch vital. Ich bin mir nicht sicher, ist es eine Eiche? Rot-Eiche? Zudem hatten einige Knospen eine Krankheit. Ein paar Eindrücke von dem Baum...
Viele Grüße
Adelheid
in der Nähe meines "Totholzbaumes mit großer Spalte" ist im Zuge des gleichen starken Windes, ein weiterer Baum umgefallen (dem man aber auch schon vorher angesehen hat, dass es ihm nicht mehr gut geht). Er stand an einem Hang und ist regelrecht aus seinem Stamm heraus gebrochen und auf ein Feld gefallen. Er hatte auch viel Efeu, was ihn natürlich noch windanfälliger gemacht hat. Interessanterweise fand ich bei meiner gestrigen Tour beginnende Knospen, also war er noch vital. Ich bin mir nicht sicher, ist es eine Eiche? Rot-Eiche? Zudem hatten einige Knospen eine Krankheit. Ein paar Eindrücke von dem Baum...
Viele Grüße
Adelheid
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Die Natur ist wie ein aufgeschlagenes Buch,
was jeder lesen sollte, so oft er kann.
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Der Knospe nach zu schließen eine Eiche.
Gruß Xyla
Gruß Xyla
- Naturfreund
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Danke, Xyla.
Ich hatte oben auf dem Weg auch ein paar "Eichelhütchen" gesehen, aber nur sehr, sehr wenige und es stehen in unmittelbarer Nähe ja noch zwei Bäume und windig ist es letzte Woche auch gewesen, so dass ich sehr unsicher gewesen bin. Denn an die Knospenbestimmung taste ich mich erst heran.
Viele Grüße
Adelheid
Ich hatte oben auf dem Weg auch ein paar "Eichelhütchen" gesehen, aber nur sehr, sehr wenige und es stehen in unmittelbarer Nähe ja noch zwei Bäume und windig ist es letzte Woche auch gewesen, so dass ich sehr unsicher gewesen bin. Denn an die Knospenbestimmung taste ich mich erst heran.
Viele Grüße
Adelheid
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Eiche ja, Roteiche von der Borke her eher nein. Die kranke Knospe wird wohl eine Mumie der Knoppergalle sein, Verursacher Andricus quercuscalicis, eine Wespe.
Gruß Yogi
der jetzt Schnee schieben muss.
Gruß Yogi
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- Naturfreund
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Ich habe gleich im Internet recherchiert. Die Knopperngallwespe soll sich (übereinstimmend gefunden) vermehrt an Stieleichen herumtreiben. Vorher war sie wohl eher an der Zerr-Eiche, wenn ich das richtig verstanden habe. Das könnte ja ein Hinweis sein, dass dies eine Stieleiche ist / war... Leider kann ich es nicht mehr nachvollziehen, da ich keine Blätter oder vollständige Früchte gefunden habe.
Danke Yogi.
Viele Grüße
Adelheid
(hol Dir keinen Muskelkater beim Schnee schippen!)
Danke Yogi.
Viele Grüße
Adelheid
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Ich habe ein älteres Buch, dass die Identifikation nur nach Knospen und Zweigen ermöglicht.
Da die seitlichen Knospen alle vom Zweig abstehend und rund eiförmig sind, handelt es sich
wohl um eine Steileiche (Quercus robur).
Gruß Xyla
Da die seitlichen Knospen alle vom Zweig abstehend und rund eiförmig sind, handelt es sich
wohl um eine Steileiche (Quercus robur).
Gruß Xyla
Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Korrektur: Stieleiche
- Naturfreund
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Danke Xyla! 
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Ich würde da eher zur Traubeneiche, Quercus petraea, tendieren. Diese gehört mit in die Gruppe der Stieleichen und ist mit ihr nahe verwandt so das sich durchaus auch Hybriden bilden können. Ein weiteres Merkmal der Stieleichengruppe ist ein relativ schmaler Splintholzbereich, hier am abgebrochenen Stamm gut zu sehen.
Hier ein Knospenbild von Stieleichen: Bei der Roteichengruppe reifen die Früchte erst im zweiten Jahr nach der Bestäubung, es müssten also irgendwo schon befruchtete Fruchtknospen zu finden sein.
Leider habe ich selbst kein Bild von Knospen der Traubeneiche und verweise daher auf: "Bernd Schulz; Gehölzbestimmung im Winter" Seite 90.
Gruß Yogi,
der schon bald wieder Schnee schieben muss.
Hier ein Knospenbild von Stieleichen: Bei der Roteichengruppe reifen die Früchte erst im zweiten Jahr nach der Bestäubung, es müssten also irgendwo schon befruchtete Fruchtknospen zu finden sein.
Leider habe ich selbst kein Bild von Knospen der Traubeneiche und verweise daher auf: "Bernd Schulz; Gehölzbestimmung im Winter" Seite 90.
Gruß Yogi,
der schon bald wieder Schnee schieben muss.
Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Den gelben Pilz würde ich als Goldgelben Zitterling, Tremella mesenterica, einordnen.
Gruß Yogi
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- Naturfreund
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Ich habe noch ein Bild gefunden, welches ich am Freitag gemacht habe. Eventuell lässt sich darauf mehr erkennen...
Vielleicht bekomme ich ja noch heraus, ob wir dort auch Hybriden stehen haben.
Danke für den Zitterling.
Viele Grüße
Adelheid
Vielleicht bekomme ich ja noch heraus, ob wir dort auch Hybriden stehen haben.
Danke für den Zitterling.
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Adelheid
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Bei Hybriden muss ich passen.
Mein Buch "Knospen & Zweige von J.D. Godet und J. Neumann-Neudamm beschreibt und
zeigt die seitlichen Knospen der Traubeneiche als kleiner und vom Zweig abstehend. Daher
passt sie Stieleiche für mich weiterhin besser.
Xyla
Mein Buch "Knospen & Zweige von J.D. Godet und J. Neumann-Neudamm beschreibt und
zeigt die seitlichen Knospen der Traubeneiche als kleiner und vom Zweig abstehend. Daher
passt sie Stieleiche für mich weiterhin besser.
Xyla
Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Es ist die höhere Anzahl der Knospenschuppen welche eher für eine Traubeneiche sprechen. Vergleiche mal hier.
Gruß Yogi
Edit.: Habe ja noch den zweiten Pilz vergessen, ich denke, es ist der Gemeine Schmutzbecherling (Bulgaria inquinans)
Gruß Yogi
Edit.: Habe ja noch den zweiten Pilz vergessen, ich denke, es ist der Gemeine Schmutzbecherling (Bulgaria inquinans)
- Naturfreund
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Danke Yogi!
Ich habe noch zwei Fragen. Ich habe die Fotos zwar am besprochenen Baum gemacht, aber sie treffen auf alle Bäume zu.
Und zwar ist da einmal das Foto"Radial 2.jpg". Da sind in regelmäßigen Abständen weiße Linien zu sehen. Sind das die Lignin-Einlagerungen, die den Baum stabilisieren?
Und das Foto "Strukturen.jpg" zeigt das Muster, was ich so und ähnlich bei vielen Bäumen schon angetroffen habe, und die ich als "Wellen" bezeichne. Dass sich um Astabrüche herum eher Kreise oder Halbkreise bilden, das ist nachvollziehbar. Aber ich habe diese "Wellen" auch schon an den eigentlich geraden Anteilen des Stamms gesehen. Was hat es mit dieser Formenbildung auf sich?
Viele Grüße
Adelheid
Ich habe noch zwei Fragen. Ich habe die Fotos zwar am besprochenen Baum gemacht, aber sie treffen auf alle Bäume zu.
Und zwar ist da einmal das Foto"Radial 2.jpg". Da sind in regelmäßigen Abständen weiße Linien zu sehen. Sind das die Lignin-Einlagerungen, die den Baum stabilisieren?
Und das Foto "Strukturen.jpg" zeigt das Muster, was ich so und ähnlich bei vielen Bäumen schon angetroffen habe, und die ich als "Wellen" bezeichne. Dass sich um Astabrüche herum eher Kreise oder Halbkreise bilden, das ist nachvollziehbar. Aber ich habe diese "Wellen" auch schon an den eigentlich geraden Anteilen des Stamms gesehen. Was hat es mit dieser Formenbildung auf sich?
Viele Grüße
Adelheid
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- Strukturen.jpg (137.06 KiB) 190 mal betrachtet
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Re: Noch ein Gefallener - eine Eiche?
Die weißen Linien sind durch einen Weißfäulepilz abgebaute Mark- oder auch Holzstrahlen genannte Gebilde die der Leitung von Nährstoffen quer zur Achse des Stammes/Astes dienen. Bei gesundem Holz sind diese Zellbündel durch höhere Lignineinlagerungen dunkler gefärbt, besonders auffällig sind sie bei den Eichen und der Esskastanie.
Verwerfungen der Jahresringe sind unterschiedlicher Natur, so das man anhand nur eines Makro-Fotos keine konkrete Antwort geben kann. Totastüberwallungen z. B. können noch Jahrzehnte lang als Beulen auf dem Mantel des Holzes erkennbar sein oder aber auch nach wenigen Jahren so überwallt sein, das man sie äußerlich nicht mehr erkennen kann.
Gruß Yogi
Verwerfungen der Jahresringe sind unterschiedlicher Natur, so das man anhand nur eines Makro-Fotos keine konkrete Antwort geben kann. Totastüberwallungen z. B. können noch Jahrzehnte lang als Beulen auf dem Mantel des Holzes erkennbar sein oder aber auch nach wenigen Jahren so überwallt sein, das man sie äußerlich nicht mehr erkennen kann.
Gruß Yogi