Eiche am Schlangenberg bei Jeßnitz, Register-Nr.: 7293

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Rainer Lippert
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Eiche am Schlangenberg bei Jeßnitz, Register-Nr.: 7293

Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo,

die Eiche steht am Schlangenberg bei Jeßnitz. Hier haben wir es wieder mit einer Eiche zu tun, die ich im Internet "gefunden" habe. Vor etwa drei Jahren habe ich ein Foto von der Eiche gesehen. Mir ist der kraftvolle Stamm gleich ins Gesicht gesprungen. Ich hatte auf mehr als 6 m, eher Richtung 6,5 m Umfang, geschätzt. Außer das es sich um ein Naturdenkmal handelt, konnte ich nichts in Erfahrung bringen. Jeßnitz ist aber wegen der Distanz nicht einfach so für mich machbar. Gut, dass man in jeder Ecke Deutschlands einen Baumfreund sitzen hat :wink: Diesmal habe ich meinen Baumfreund Oliver Wege, der aus dem Raum Dessau kommt, auf die Eiche angesetzt. Nachdem er meine Schätzung bestätigt hat, war ich dann auch dort. Die Eiche hat einen kraftvollen Stammansatz mit mächtigen Wurzeln. 6,70 m Umfang habe ich gemessen. Bei der steilen Hanglage gar nicht so einfach. In halber Hanghöhe gemessen sind es sogar über 7 m.

Grüße,

Rainer
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baumjaeger
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Re: Eiche am Schlangenberg bei Jeßnitz

Beitrag von baumjaeger »

Hallo Rainer,

hatten wir nicht neulich über Messhöhe zur Eiche in Weßnig geplaudert: Eiche bei Heiligengrabe, Register-Nr.: 4634. ?

Ich schrieb: "Bei Weßnig bin ich bewusst auf Halber Hang / vermuteter Keimpunkt gegangen, weil es der Eiche einfach gerechter wird als Hangoberkante, auch oder gerade weil sie dadurch stärker wird. 2017 waren es 6,49 m Hangoberkante und eben 7,10 Halber Hang. Bei anderen Eichen entscheide ich mich auf für das schwächere Maß."

Du schriebst: "Der Unterschied zwischen unseren Messmethoden sieht man in Weßnig schön. Du misst in halbe Hanghöhe, weil sie dadurch stärker wird, wie du schreibst. Ich messe von der Hangoberkante aus, damit sie dadurch schwächer wird. Und dann auch näher am Taillenmaß liegt. Oder im Fall Weßnig identisch mit dem Taillenmaß. Aber deswegen ist meiner Meinung nach keines der Messwerte falsch. Das Deutsche Baumarchiv plädiert ja dafür, nur in 1 m halber Hanghöhe zu messen, weil das die einzige "richtige" Messmethode ist. So kritisch sehe ich das nicht."

Ich habe die Eiche bei Jeßnitz aus dem Jahr 2013 mit 5,80 m (1,30 über obere Hangkante, oder sowas wie Taille) in meiner Datenbank (und 6,49 so in etwa halber Hang und über die Wurzelanläufe mit hinweg). Ich kann mich nicht erinnern wieso ich hier das schwächere Maß genommen habe.
Betrachte ich jetzt im Nachhinein die Bilder evtl. weil sie mir insgesamt nicht so alt vorkam und das geringere Maß ihr eher "gerecht wurde". Also hier dann wohl umgekehrt.

Viele Grüße
Andreas
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Jeßnitz_2013_1.jpg
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Die schönsten Entdeckungen sind die, die man selbst macht.

www.bemerkenswerte-baeume.de
www.ostdeutsches-baumarchiv.de
www.treehunter.de

Rainer Lippert
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Re: Eiche am Schlangenberg bei Jeßnitz

Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo Andreas,

ja, über das messen von Bäumen könnte man Stundenlang reden. Die Eiche in Jeßnitz habe ich in der Taille mit 5,65 m gemessen. Also noch etwas weniger als du vor sieben Jahren. Messe ich etwa Vergleichbar zu Weßnig in halbe Hanghöhe komme ich auf etwas über 7 m. Aber wie in Weßnig, so auch hier, ist das nicht das Maß für mein Register. Ich erwähne es zwar im Text, aber im Infokasten kommen diese Maße in halbe Höhe nicht rein. Und wie bereits gesagt, jeder misst etwas anders. Du hast jetzt hier in halbe Hanghöge sogar weniger gemessen wie ich von der Hangoberkante aus. Oliver Wege hat übrigens letztes Jahr 6,61 m Umfang gemessen, von der Hangoberkante aus. Also eher in meine Richtung. Ich muss aber auch sagen, ich habe nicht vom höchsten Bodenpunkt aus in 1,3 m Höhe gemessen. Ich unterscheide da noch, ob der höchste Punkt natürlichen Ursprungs ist, oder eventuell sogar durch angeschwemmten Boden erhöht ist. Das habe ich in Jeßnitz versucht zu Berücksichtigen. Ich habe wohl etwa 10 cm tiefer gemessen, als es vom höchsten Punkt aus hätte sein sollen. Eine andere Person wird an dieser Eiche wieder etwas ganz anderes messen.

Viele Grüße,

Rainer

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Klaus Heinemann
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Re: Eiche am Schlangenberg bei Jeßnitz, Register-Nr.: 7293

Beitrag von Klaus Heinemann »

Hallo Rainer,

die Eiche ist nun im Register.
Den in der ND Liste geführten Ahorn hast du nicht zufällig gesehen?

Gruß Klaus
irgendwann reduziert sich alles
auf seinen tatsächlichen Wert

Rainer Lippert
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Re: Eiche am Schlangenberg bei Jeßnitz, Register-Nr.: 7293

Beitrag von Rainer Lippert »

Hallo Klaus,

danke fürs Eintragen. Nein, den Ahorn habe ich nicht gesehen. Dort gibt es auch noch einen Birnbaum mit über 4 m Umfang, in Altjeßnitz, die habe ich auch nicht gesehen. Dort ist alles eine einzige Baustelle, mit vielen Umleitungen. Zur Birne habe ich es dadurch nicht geschafft.

Grüße,

Rainer

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baumlaeufer
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Re: Eiche am Schlangenberg bei Jeßnitz, Register-Nr.: 7293

Beitrag von baumlaeufer »

Rainer Lippert hat geschrieben:
07 Jul 2020, 13:59
Hallo Klaus,

danke fürs Eintragen. Nein, den Ahorn habe ich nicht gesehen. Dort gibt es auch noch einen Birnbaum mit über 4 m Umfang, in Altjeßnitz, die habe ich auch nicht gesehen. .....
Rainer
Ich war im Oktober 2019 bei dem Birnbaum. Ihr meint doch den in Altjesnitz ? Der Ahorn ist aber nach der ND Liste nur noch ein Stumpf :cry:

Baumlaeufer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de

Rainer Lippert
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Re: Eiche am Schlangenberg bei Jeßnitz, Register-Nr.: 7293

Beitrag von Rainer Lippert »

Ja, genau, die Birne meine ich. Laut dem Foto dort ist der Ahorn gekappt.

Grüße,

Rainer

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