Hallo Baumfreunde,
leider musste die Hainbuche westlich Bermoll
Register-Nr.: 3989 gefällt werden.
Außerdem stimmt was mit den Fotos im Register nicht.
Die Buche stand direkt an der Strasse, das ist richtig.
Aber sie stand niemals direkt am Feldweg.
Sonst würde sie jetzt auf dem Weg liegen.
Oder da war mal ein Weg der jetzt total zugewachsen ist.
Wie auch immer, Hainbuche westlich Bermoll
Register-Nr.: 3989 ist Geschichte.
Interessant sind die kleinen frischen Austriebe.
Hainbuche westlich Bermoll Register-Nr.: 3989
Moderatoren: Klaus Heinemann, baumlaeufer, JoachimSt
Hainbuche westlich Bermoll Register-Nr.: 3989
- baumlaeufer
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Re: Hainbuche westlich Bermoll Register-Nr.: 3989
Sehr schade, warum war die Fällung nötig ? Ist berichtigt
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Re: Hainbuche westlich Bermoll Register-Nr.: 3989
Habe den Eintrag nach Fällung (27. Febr. 2019) der alten, an der Landesstraße (L 3376) zwischen Oberlemp und Bermoll stehenden Hainbuche gelesen (die beiden v. g. Orte sind der Stadt Aßlar zugehörend). Geboren und aufgewachsen in Bermoll war ich von der m. e. übereilten Fällung des sehr alten knorrigen Baumes überrascht, viel mehr noch, ich war verärgert. Zugegeben, an der alte Hainbuche hatten in den vorausgegangnen Jahren im Kron-Bereich einige dürre Äste gebildet - was aber bei alten Bäumen durchaus als normal anzusehen ist. Es ist allgemein bekannt, dass gerade bei betagten Bäumen, einige der obere Äste absterben, damit in unteren Baumregionen jungen Trieben mehr Licht für ein besseres Wachstum zukommt. Bei den heutigen gegebenen technischen Möglichkeiten und vor allem mit etwas gutem Willen, hätte man mittels eines Hubwagens, von der 5 m entfernten Landesstraße - bzw. von dem dort abzweigenden Feldweg, die dürren Äste herausschneiden können. Dies wäre m. E. leicht machbar gewesen, zumal sich der Anfang/Ansatz der Schadholz-Äste in einer eher geringen Höhe von ca. 4 - 5 Meter am Stamm befanden. Mit dem möglichen Erhalt dieser uralten Hainbuche hätte man darüber hinaus ein Musterbeispiel (Exempel) vorzeigen können, wie sich diese Baumart in der allgegenwärtigen Klimawandelzeit bewährt; zumal diese Baumart von vielen Experten, für wärme Temperaturen als geeignet eingestuft wird. Doch diese Chance haben voreilige, leichtfertige Entscheidungsträger leider, leider vertan!
Nun liegt sie immer noch da (über 14 Monate sind seit ihrer Fällung vergangen), die alte, einstmals so imposante Hainbuche; von den alten Bermollern gerne als "Dick-Buch" bezeichnet. Zu meiner Kindheit, also vor ca. 55 - 60 Jahren haben wir uns, die Jungs aus dem nahen Bermoll, sehr oft im Bereich der "Dick-Buch" aufgehalten. Auch kann ich mich noch gut erinnern, dass mein Vater/Großvater mit gewichtigen Ernte-Getreidefuhren, mit Grünfutter oder Kartoffeln / Dickwurz beladene Wagen, dem Kuhgespann bei der "Dick-Buch" nochmal eine Pause gönnten, bevor diese ihre schwere Last ins bergan gelegene Bermoll hinaufzogen. . .. so erlebt und so gesehen - Werner Schmidt, Ehringshausen.
Nun liegt sie immer noch da (über 14 Monate sind seit ihrer Fällung vergangen), die alte, einstmals so imposante Hainbuche; von den alten Bermollern gerne als "Dick-Buch" bezeichnet. Zu meiner Kindheit, also vor ca. 55 - 60 Jahren haben wir uns, die Jungs aus dem nahen Bermoll, sehr oft im Bereich der "Dick-Buch" aufgehalten. Auch kann ich mich noch gut erinnern, dass mein Vater/Großvater mit gewichtigen Ernte-Getreidefuhren, mit Grünfutter oder Kartoffeln / Dickwurz beladene Wagen, dem Kuhgespann bei der "Dick-Buch" nochmal eine Pause gönnten, bevor diese ihre schwere Last ins bergan gelegene Bermoll hinaufzogen. . .. so erlebt und so gesehen - Werner Schmidt, Ehringshausen.
- baumlaeufer
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Re: Hainbuche westlich Bermoll Register-Nr.: 3989
Herzlich willkommen und danke für den Beitrag als Ortskundiger,
wewe schmidt ehr.
Die Frage nach dem "warum gefällt" bleibt offen....
trotzdem baumstarke Grüße vom Baumlaeufer
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Re: Hainbuche westlich Bermoll Register-Nr.: 3989
Freut mich, dass mein Beitrag über die leider in 2019 gefällte, alte Bermoller Hainbuche positiv aufgenommen wurde. Die Frage nach dem "warum wurde der markante, zerfurchte, alte Baum gefällt", ist auch für mich sehr rätselhaft. Von Hessen-Mobil (wegen Straßennähe) war in Erfahrung zu bringen, dass die Fällung von Hessen-Forst betrieben wurde. Aber auch dies regt zum Nachdenken an, da im Umfeld des Baumes kein bewirtschafteter Wald existiert !? Warum dann diese Entscheidung (wie so oft, bei ähnlich gelagerten Angelegenheiten, werden von den Behörden dann die ihnen obliegenden Verkehrssicherheits-Verpflichtungen als ein gerne benutztes Alibi herangezogen) so schnell und ohne weitere Überlegungen wie alte Vorzeige-Hainbuche vielleicht doch gerettet werden können, getroffen wurde, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Bin mir ziemlich sicher, dass dieser uralte Ausnahme-Baum nicht niedergestreckt worden wäre, wenn er sich in der Nähe der Kernstadt Aßlar oder einer anderen größeren Gemeinde / Stadt befunden hätte. In dem Bewusstsein und dem Wissen ein solch altes, sehenswertes pflanzliches Natur-Geschöpf mit einem gesunden Grund-Stamm (dies war der Schnittstelle deutlich sichtbar zu entnehmen) im näheren Umfeld zu besitzen, hätten die Verantwortlichen vermutlich alles daran gesetzt, um diesen Baum so lange es eben möglich, für die Nachwelt zu erhalten, zu bewahren! Da sich aber der Standort der s. g. "Dick-Buch", am Ortsrand eines lediglich ca. 250 - Seelen-Dörfchens befand, war die "Lobby" wohl zu gering, um einen finanziellen Rahmen für die Sanierung, und somit den Erhalt dieses, für viele Bermoller Lieblingsbaumes, zu schaffen. Wie schon in den vorausgegangnen Jahrzehnten bei einigen anderen, ähnlich gelagerten Vorkommnissen bzgl. übereilten Fällungen von wunderbaren, heimatlichen Bäumen erlebt, musste ich auch in diesem Fall erneut konstatieren: So ging er, bzw. so fiel er dahin, mein Freund der Baum.
So gesehen und erlebt von Werner Schmidt, Ehringshausen
Bin mir ziemlich sicher, dass dieser uralte Ausnahme-Baum nicht niedergestreckt worden wäre, wenn er sich in der Nähe der Kernstadt Aßlar oder einer anderen größeren Gemeinde / Stadt befunden hätte. In dem Bewusstsein und dem Wissen ein solch altes, sehenswertes pflanzliches Natur-Geschöpf mit einem gesunden Grund-Stamm (dies war der Schnittstelle deutlich sichtbar zu entnehmen) im näheren Umfeld zu besitzen, hätten die Verantwortlichen vermutlich alles daran gesetzt, um diesen Baum so lange es eben möglich, für die Nachwelt zu erhalten, zu bewahren! Da sich aber der Standort der s. g. "Dick-Buch", am Ortsrand eines lediglich ca. 250 - Seelen-Dörfchens befand, war die "Lobby" wohl zu gering, um einen finanziellen Rahmen für die Sanierung, und somit den Erhalt dieses, für viele Bermoller Lieblingsbaumes, zu schaffen. Wie schon in den vorausgegangnen Jahrzehnten bei einigen anderen, ähnlich gelagerten Vorkommnissen bzgl. übereilten Fällungen von wunderbaren, heimatlichen Bäumen erlebt, musste ich auch in diesem Fall erneut konstatieren: So ging er, bzw. so fiel er dahin, mein Freund der Baum.
So gesehen und erlebt von Werner Schmidt, Ehringshausen
Re: Hainbuche westlich Bermoll Register-Nr.: 3989
schadePalme hat geschrieben: ↑25 Jul 2019, 11:13Hallo Baumfreunde,
leider musste die Hainbuche westlich Bermoll
Register-Nr.: 3989 gefällt werden.
Außerdem stimmt was mit den Fotos im Register nicht.
Die Buche stand direkt an der Strasse, das ist richtig.
Aber sie stand niemals direkt am Feldweg.
Sonst würde sie jetzt auf dem Weg liegen.
Oder da war mal ein Weg der jetzt total zugewachsen ist.
Wie auch immer, Hainbuche westlich Bermoll
Register-Nr.: 3989 ist Geschichte.
Interessant sind die kleinen frischen Austriebe.
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Die Muskelstruktur des Baumstamms ist ohne Zweifel typisch
Re: Hainbuche westlich Bermoll Register-Nr.: 3989
Klasse Kommentar, jetzt sehe ich die Hainbuchen anders.