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Ältester Apfelbaum in Deutschland bei Beberbeck, Register-Nr.: 1798

Verfasst: 14 Dez 2015, 18:46
von Klaus Heinemann
Hallo,

hier der Beginn der Nacharbeit der Region Beberbeck / Reinhardswald.
Zu dem Apfelbaum habe ich noch einige Fotos beigesteuert.


Schöne Grüße
Klaus

Verfasst: 14 Dez 2015, 21:47
von baumlaeufer
Sollte der Hinweis auf einem Grünstreifen östlich der Eichenallee, solitär Messdaten von "Buck"auch so bleiben Klaus? Oder weißt du mehr ?
Ich hänge nicht an meinen Texten, habe noch die Altersangabe, die fundiert ist, ergänzt.

Baumlaeufer

Verfasst: 15 Dez 2015, 17:11
von Klaus Heinemann
vielleicht weiß ich mehr, muss es aber erst noch finden, habe gerade eine neue Baustelle im Haus eröffnet - mein Arbeitszimmer!
Im Gebiet Reinhardswald/Beberbeck bin ich seit 1981 regelmäßig unterwegs,
habe von SW Fotos und Dias an aufwärts verschiedenes zusammen getragen.
In den Wintermonaten will ich aber noch mal aktuelle Daten sammeln, die sind auch interessanter fürs Register.

Klaus

Verfasst: 27 Okt 2016, 15:15
von Rainer Lippert
Hallo,

im März war ich auch beim angeblich ältesten Apfelbaum Deutschlands. Den BHU habe ich mit 2,91 m, die Höhe mit 9 m gemessen. Aber ist das auch der älteste Apfelbaum? Und vor allem, stimmen die 250 Jahre, die angegeben werden? Nun, in dem Buch, was auch im Register genannt wird, steht ja etwas darüber. Übrigens ein sehr schönes Buch wie ich finde. Warum gibt es so etwas nicht von jedem Landkreis? Also, im Frühjahr 2005 wurden einige Bäume im Landkreis Kassel angebohrt. Dabei wurden jeweils 5 mm starke Bohrkerne entnommen. So auch beim Apfelbaum. Der Stamm ist komplett hohl. Der äußere Mantel hat nur eine Stärke von 4 cm. Und in den 4 cm wurden 80 Jahrringe ausgezählt. Bei linearem Wachstum wären das laut Buch dann 880 Jahre. Da das zu viel wäre und man Vergleiche mit anderen Standorten gezogen hat, wurde dann das Alter auf 250 Jahre geschätzt. Aber das ist meine ich schon etwas Willkürlich. Ok, 80 Ringe auf 40 mm ist schon sehr viel. 0,5 mm pro Jahrring also. Im Buch werden auch bei den anderen gemessenen Bäume Jahresangaben gemacht. So soll die Linde in Grebenstein, immerhin 8,52 m im Umfang, ein Alter von 350 Jahre haben. Das kann noch passen. Die Linde in Obermeiser mit einem BHU von 8,10 m wird mit 160 Jahren angegeben. Eine Eiche mit 6,00 m Umfang in Crumbach mit 100 Jahren. Das erscheint mir bei beiden zu wenig. Und dann wird wiederum eine Linde mit 3,80 m Umfang nach Jahrringauszählung mit 250 Jahren angegeben. Also Restzweifel bleiben bei mir immer, wenn solche Untersuchungen gemacht werden.

Viele Grüße,

Rainer

Verfasst: 27 Okt 2016, 16:09
von Andreas75
Was das Alter des Baums angeht, so kann der sich aber locker mit "meinem Exemplar" um den Platz "des ältesten" prügeln, der auch gestern, nach dem Sommer (vorher letzte Messung März dieses Jahres), immer noch nur 288 cm Umfang auf 130 cm hatte. Und somit auch keinen nennenswerten Umfangszuwachs mehr aufweist.

Den meinen schätze ich dabei auf "nur" etwa 150 Jahre, was aber für einen Apfel, da wollen wir uns nix vormachen, immer noch enorm ist. Vor allem für einen, der heutzutage noch alleine mitten im Kulturland steht und eigentlich "bloß" ein Hindernis für die Maschinen wäre...

Vielleicht wäre aufgrund des nur noch minimalen Umfangszuwachses für beide ein Alter von 200 Jahren +- 50 Jahren annehmbar?

Verfasst: 27 Okt 2016, 17:15
von Klaus Heinemann
Hallo Andreas,

auch wenn der Woelmersen - Apfel knapp unter 3 m liegt, ist er doch nach Erscheinung und Alter etwas für unser Register.
Dort haben wir gerade einmal 2 Kulturäpfel mit 3,18 und 2,87
Ich glaube, viel mehr können wir in unseren Breiten nicht erwarten?
Die Birnen scheinen vergleichsweise häufig stärker zu werden.


Gruß Klaus

Verfasst: 27 Okt 2016, 18:05
von Rainer Lippert
Hallo Klaus,

bei dem von dir genannten Apfel mit 3,18 m war ich erst vor kurzem. Das ist ein Apfel der schnell wächst. Ich habe ihn zwei Jahre später mit 3,33 m Umfang gemessen. Der Apfel ist dann vermutlich kaum 100 Jare alt.

Viele Grüße,

Rainer

Re: Ältester Apfelbaum in Deutschland bei Beberbeck, Register-Nr.: 1798

Verfasst: 11 Jan 2021, 22:22
von baumlaeufer
Update zum Wildapfel in Beberbeck bei der DDG Versammlung in Hann-Münden/ Sababurg am 20.09.2020. Die schlechte Nachricht vorweg, es gab kaum Früchte. Detlef Ehlert war schon zur Blütephase im Frühjahr 2020 dort gewesen, deswegen wunderte ihn das nicht. Zusammen haben wir gemessen und sind auf 308 cm Stammumfang gekommen.
An dieser Stelle freue ich mich wieder mal, daß ich den Empfehlungen meines Fotogurus vor 3 Jahren gefolgt bin und RAW fotografiere. Sonst hätte ich die Fotos unter dem Stamm z. B bei voller Sonne vergessen können.

Baumlaeufer