Tsuga - canadensis versus heterophylla? [Tsuga heterophylla]
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Tsuga - canadensis versus heterophylla? [Tsuga heterophylla]
Hallo zusammen,
ein Kollege machte mich auf eine Gruppe von Tsuga im Bereich der Stallberger Teiche in Siegburg aufmerksam.
Er hält sie für Tsuga heterophylla. Ich habe ir die Schlüssel im Roloff/Bärtels und im Schmeil-Fitschen angesehen, aber irgendwie lesen sich für mich beide wie eine Notlösung. Ich bin etwas ratlos, bzw hin- und hergerissen
Wenn jemand so nett wäre mir genau zu erkläen, was "Nadeln gescheitelt" bedeutet, wäre ich sehr dankbar. Ich habe den Begriff versucht zu interpretieren, bin aber nicht sicher.
Die Zweige der Bäume, die ich mir angesehen habe, erschienen mir zunächst typisch für T. canadensis
Die Länge der Nadeln lag im Range. Ich habe verschiedene
Stücke mitgenommen und beim scannen der vordersten Teile der Äste/Triebe beobachtet, dass dort eine Behaarung vorliegt. (Bild Nr 11)
Das Schlüsselmerkmal, Nadeln im vorderen verschmälernd scheint mir Ermessenssache zu sein.
Hat eigentlich der Zapfen eine Aussagekraft? Mein Kollege meint sitzende Zapfen entdeckt zu haben, ich habe nur gestielte Zapfen gefunden.
Was mir aufgefallen ist: Bei Tsduga canadensis die ich früher einmal fotografiert habe, waren sehr viele Nadeln auf der Oberflächenseite eines Triebes umgekehrt (auf dem Stiel längs liegend). das konnte ich heute bei den Zweigen nicht beobachten.
Wie unterscheidet ihr die beiden Arten?
Und zeigen die Fotos/Scans Tsuga heterophylla? Ich bin geneigt, mich der Bestimmung meiunes Kollegen anzuschließen.
ein Kollege machte mich auf eine Gruppe von Tsuga im Bereich der Stallberger Teiche in Siegburg aufmerksam.
Er hält sie für Tsuga heterophylla. Ich habe ir die Schlüssel im Roloff/Bärtels und im Schmeil-Fitschen angesehen, aber irgendwie lesen sich für mich beide wie eine Notlösung. Ich bin etwas ratlos, bzw hin- und hergerissen
Wenn jemand so nett wäre mir genau zu erkläen, was "Nadeln gescheitelt" bedeutet, wäre ich sehr dankbar. Ich habe den Begriff versucht zu interpretieren, bin aber nicht sicher.
Die Zweige der Bäume, die ich mir angesehen habe, erschienen mir zunächst typisch für T. canadensis
Die Länge der Nadeln lag im Range. Ich habe verschiedene
Stücke mitgenommen und beim scannen der vordersten Teile der Äste/Triebe beobachtet, dass dort eine Behaarung vorliegt. (Bild Nr 11)
Das Schlüsselmerkmal, Nadeln im vorderen verschmälernd scheint mir Ermessenssache zu sein.
Hat eigentlich der Zapfen eine Aussagekraft? Mein Kollege meint sitzende Zapfen entdeckt zu haben, ich habe nur gestielte Zapfen gefunden.
Was mir aufgefallen ist: Bei Tsduga canadensis die ich früher einmal fotografiert habe, waren sehr viele Nadeln auf der Oberflächenseite eines Triebes umgekehrt (auf dem Stiel längs liegend). das konnte ich heute bei den Zweigen nicht beobachten.
Wie unterscheidet ihr die beiden Arten?
Und zeigen die Fotos/Scans Tsuga heterophylla? Ich bin geneigt, mich der Bestimmung meiunes Kollegen anzuschließen.
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Zuletzt geändert von Botanica am 28 Feb 2021, 22:53, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Tsuga - canadensis versus heterophylla?
Was Sie oben zeigen, ist Tsuga heterophylla
Tsuga canadensis hat hauptsächlich mehrere kleine Nadeln gedreht (über die Sie gesprochen haben)
Tsuga canadensis hat hauptsächlich mehrere kleine Nadeln gedreht (über die Sie gesprochen haben)
Re: Tsuga - canadensis versus heterophylla?
Hallo Jan,
ich danke Ihnen sehr für Ihre Bestimmung
Viele Grüße
Harry
ich danke Ihnen sehr für Ihre Bestimmung
Viele Grüße
Harry
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Kiefernspezi
- Beiträge: 8539
- Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
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Re: Tsuga - canadensis versus heterophylla? [Tsuga heterophylla]
Markante Unterschiede gibt es sowohl in der Kronenform - Tsuga heterophylla eher streng konisch und Tsuga canadensis eher unregelmäßig und breiter. Außerdem unterscheidet sich die Rindenstruktur stark bei Altbäumen. Im BoGa Darmstadt gibt es diese von beiden. Da kann man tolle Typus-Fotos generieren. Man muss aber immer beachten, dass die Rinde bei Jungbäumen noch nicht diese ausgeprägten Merkmale besitzt, weshalb die entlang des Zweiges verdrehten, die Stoma-Linien zeigenden Blätter von Tsuga canadensis das eindeutigste Bestimmungsmerkmal ist.
LG
LG
Re: Tsuga - canadensis versus heterophylla? [Tsuga heterophylla]
Hallo Kiefernspezi,
vielen Dank für Deine ergänzenden Beschreibun der Unterschiede. Ein Grund mehr nach Darmstadt zu fahren.
Die von Dir gennanten Merkmale habe ich verstanden, aber beid en Rinden noch nie bewusst gesehen. Das werde ich nachholen.
Aber etwas wundert mich. In den Beschreibungen, die mir vorliegen, wird folgendes ausgesagt
T. canadensis : Zapfen kurz gestielt
T. heterophylla : Zapfen sitzend
das wäre doch, zumindest theoretisch, ein wunderbares Schlüsselmerkmal
Diese Informationen finde ich gleich in mehreren Büchern. Aber als Schlüsselmerkmal wird es nie verwendet, woraus ich schließe, dass diese Beschreibung unter "kann sein oder auch nicht" einzuordnen ist
Kannst Du mir da aus Deinen Erfahrungen tewas dazu sagen?
Viele Grüße
Harry
vielen Dank für Deine ergänzenden Beschreibun der Unterschiede. Ein Grund mehr nach Darmstadt zu fahren.
Die von Dir gennanten Merkmale habe ich verstanden, aber beid en Rinden noch nie bewusst gesehen. Das werde ich nachholen.
Aber etwas wundert mich. In den Beschreibungen, die mir vorliegen, wird folgendes ausgesagt
T. canadensis : Zapfen kurz gestielt
T. heterophylla : Zapfen sitzend
das wäre doch, zumindest theoretisch, ein wunderbares Schlüsselmerkmal
Diese Informationen finde ich gleich in mehreren Büchern. Aber als Schlüsselmerkmal wird es nie verwendet, woraus ich schließe, dass diese Beschreibung unter "kann sein oder auch nicht" einzuordnen ist
Kannst Du mir da aus Deinen Erfahrungen tewas dazu sagen?
Viele Grüße
Harry
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Kiefernspezi
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Re: Tsuga - canadensis versus heterophylla? [Tsuga heterophylla]
Hallo, na klar. Das Problem ist, dass zumindest Tsuga heterophylla meist die Zweige sehr weit oben ansetzt, dass Du ohne Fernglas solche Details nicht sehen kannst. Der Boden ist bei beiden Arten übersät mit heruntergefallenen Zapfen. Aber da fehlt dann bei beiden Arten der Stiel. Die Zapfenschuppen sind bei T. canadensis etwas rundlicher...aber das kann etwas variabel ausfallen. Die Zapfen allein kann man auch mit Erfahrung nicht ganz sicher unterscheiden.
Aber bei dementsprechend groß gewachsenen Bäumen ist der Habitus eindeutig. Und bei kleineren ist es die Nadelstellung.
LG
Aber bei dementsprechend groß gewachsenen Bäumen ist der Habitus eindeutig. Und bei kleineren ist es die Nadelstellung.
LG
Re: Tsuga - canadensis versus heterophylla? [Tsuga heterophylla]
Hallo Kiefernspezi,
prima, danke Dir sehr
Viele Grüße
Harry
prima, danke Dir sehr
Viele Grüße
Harry
Re: Tsuga - canadensis versus heterophylla? [Tsuga heterophylla]
Hallo Kiefernspezi,
ich war eigens auf dem Poppelsdorfer Friedhof in Bonn, da dort viele alte Bäume sind, unter anderem auch Tsuga canadiensis.(Nach Darmstadt hab ich es noch nicht geschafft)
Ein Friedhofsgärtner sagte mir, dass eine Gruppe von Bäumen sicher 30, wenn nicht vierzig Jahre auf dem Buckel haben.
Und da habe ich nun versucht die Merkmale anzuwenden.
Die Bestimmung mit denZweigen /Nadeln - absolut eindeutig !
Die Ansprache über den habitus (konisch) passt sehr gut -> Foto
Die Baumrinde - ein bisschen frustrierend.
Zunächst mal habe ich die Rinde mehrerer Bäume fotografiert, um nicht zufällig genau den Ausreoßer zu erwischen der nicht passt.
Die Rinden waren erstaunlich ähnlich, die Fotos stammen von verschiedenen Bäumen.
Sind die Bilder jetzt typisch für T. canadensis ? Kann ich die als Referenz ablegen?
Wenn ich sie mit den Bildern in der Baumliste vergleiche, dann ähneln die Rinden m.E. aber wesentlich mehr dem Foto, welches bei T. heterophylla hinterlegt ist. Und "meine" Bäume sind ganz sicher T. canadensis.
Generelle Frage zu Baumrinden: Ich habe mir schon lange angewöhnt, bei jedem Baum den Stamm mit Rinde zu fotografieren, weil es ein wichtiges Merkmal sein kann. Was ich mich aber frage ist folgendes:
Das Aussehen der Rinde/des Stammes ist dch sehr von äußerlichen Verhältnissen geprägt, (Regen, Wind, Schatten, etc.) Wird dadurch nicht das Merkmal so verändert, dass es nicht mehr aussagekräftig ist ?
Im Forum ist zur Zeit ja nicht so viel los, da dachte ich mal, dass die Antworten auf solche Fragen auch andere interessieren könnten.
Viele Grüße
Harry
ich war eigens auf dem Poppelsdorfer Friedhof in Bonn, da dort viele alte Bäume sind, unter anderem auch Tsuga canadiensis.(Nach Darmstadt hab ich es noch nicht geschafft)
Ein Friedhofsgärtner sagte mir, dass eine Gruppe von Bäumen sicher 30, wenn nicht vierzig Jahre auf dem Buckel haben.
Und da habe ich nun versucht die Merkmale anzuwenden.
Die Bestimmung mit denZweigen /Nadeln - absolut eindeutig !
Die Ansprache über den habitus (konisch) passt sehr gut -> Foto
Die Baumrinde - ein bisschen frustrierend.
Zunächst mal habe ich die Rinde mehrerer Bäume fotografiert, um nicht zufällig genau den Ausreoßer zu erwischen der nicht passt.
Die Rinden waren erstaunlich ähnlich, die Fotos stammen von verschiedenen Bäumen.
Sind die Bilder jetzt typisch für T. canadensis ? Kann ich die als Referenz ablegen?
Wenn ich sie mit den Bildern in der Baumliste vergleiche, dann ähneln die Rinden m.E. aber wesentlich mehr dem Foto, welches bei T. heterophylla hinterlegt ist. Und "meine" Bäume sind ganz sicher T. canadensis.
Generelle Frage zu Baumrinden: Ich habe mir schon lange angewöhnt, bei jedem Baum den Stamm mit Rinde zu fotografieren, weil es ein wichtiges Merkmal sein kann. Was ich mich aber frage ist folgendes:
Das Aussehen der Rinde/des Stammes ist dch sehr von äußerlichen Verhältnissen geprägt, (Regen, Wind, Schatten, etc.) Wird dadurch nicht das Merkmal so verändert, dass es nicht mehr aussagekräftig ist ?
Im Forum ist zur Zeit ja nicht so viel los, da dachte ich mal, dass die Antworten auf solche Fragen auch andere interessieren könnten.
Viele Grüße
Harry
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Kiefernspezi
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- Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
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Re: Tsuga - canadensis versus heterophylla? [Tsuga heterophylla]
Hallo, das passt erst einmal.
Viele Grüße
Viele Grüße