Pinus mit versprödetem Mini-Zapfen- welche Art? ---> Pinus ponderosa

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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pgs
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Pinus mit versprödetem Mini-Zapfen- welche Art? ---> Pinus ponderosa

Beitrag von pgs » 09 Apr 2016, 15:22

Liebe Koniferen-Koryphäen,

in Nachbars Garten steht eine Kiefer die ich zunächst als Schwarzkiefer einschätzte. Auf dem Baum sind Zapfen normaler Größe zu erkennen, aber nicht zu erreichen.

Kürzlich fand ich am Boden unter dem Baum einen sehr harten Mini-Zapfen von nur 2,6 cm Länge. Zu Hause wollte ich ihn aufschneiden, aber er zerbrach mir schon in den Händen..
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Zapfen-spröde.jpg
Mini-Zapfen (unten Mitte) und seine Bruchstücke
Zapfen-spröde.jpg (87.19 KiB) 3707 mal betrachtet
Z_2016_Kiefer_welche.jpg
Welche Kiefer ist das?
Z_2016_Kiefer_welche.jpg (88.96 KiB) 3707 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS

Kiefer
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Beitrag von Kiefer » 09 Apr 2016, 21:07

Hallo Holger!

War die durchgehend zweinadelig?
Würde vom Nadelbild her nämlich ansonsten sagen Pinus jeffreyi oder eine jüngere ponderosa, wozu auch die stachligen Zapfenfortsätze passen.

Der Zapfen selbst ist eine unbefruchtete Zapfenanlage vom letzten Jahr.

pgs
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Beitrag von pgs » 09 Apr 2016, 21:19

Danke Andreas. Werden unbefruchtete weibliche Blüten dann so hart und spröde?
Könnte es eventuell auch die Strandkiefer, Pinus pinaster, sein?
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WP_20160126_005s.jpg
Hier noch ein Bild der Blattscheide
WP_20160126_005s.jpg (96.89 KiB) 3687 mal betrachtet
Zuletzt geändert von pgs am 10 Apr 2016, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.
beste Grüße von Holger/PGS

Kiefer
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Beitrag von Kiefer » 09 Apr 2016, 23:48

Grüß' Dich!

An und für sich fallen unbefruchtete Zapfen ziemlich schnell ab, meistens noch im Jahr der Blüte und fallen dann am Boden nicht weiter auf, nachdem im Herbst die Nadeln drüber gefallen sind.
Deiner wird wohl noch einige Zeit in einer Verzweigung oder zwischen grünen Nadeln festgesteckt haben, so dass er schon anfangen konnte, zu verrotten, bevor Du ihn gefunden hast.
Die sind dann beim Abfallen schon recht hart, das spröde wie gesagt wird durch die Zeit gekommen sein, die er noch auf dem Baum vor sich hin erodierte.
Da er bereits so groß war, ist es auch gut möglich, dass es eigentlich ein befruchteter war, aber zb durch einen sich drauf setzenden Vogel etc. abbrach, oder zwar reizbestäubt war (mit zB Fremdpollen), so dass er anfing, sich zu entwickeln, dann aber doch ausschließlich taube Samenanlagen enthielt, weswegen der Baum ihn abstieß.

Pinus pinaster kann ich leider nicht beurteilen, habe ich selber live bzw. erwachsen noch nicht gesehen.

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi » 09 Apr 2016, 23:56

Hallo, das Rindenbild spricht eigentlich tatsächlich eher für eine von Kiefer genannten Arten. Eine komplett zweinadelige Gelbkiefer habe ich z.B. in Zwickau gefunden.
Pinus pinaster kann man aber nicht ausschließen. Es wäre hilfreich, einfach ein Foto des gesamten Baums zu zeigen. Das Nadelbild ist leider nicht aussagekräftig genug, da die Zähnung der Nadeln nicht zu erkennen ist.

Viele Grüße

pgs
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Beitrag von pgs » 10 Apr 2016, 07:10

Danke für die interessanten Zusatzinformationen. Ich werde wohl noch ein Gesamtbild aufnehmen müssen und vielleicht noch ein paar Nadeln genauer unter die Lupe nehmen.
beste Grüße von Holger/PGS

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Beitrag von pgs » 10 Apr 2016, 08:43

Hier ein Gesamtbild des Baumes und das Foto eines Blattes als Dreifach-Bündel!! Ich hatte vorher solche Nadeln dort nicht gefunden.
Es passt dann wohl doch eher P. ponderosa oder P. jeffreyi? Aber welche besser?
Nach dem Vergleich mit Bildern in mehreren Büchern und im Netz scheint mir doch ponderosa wahrscheinlicher.
Vor allem die Form der weiblichen Blüten (conelets) passt besser, wie schon Andreas oben bemerkte!
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WP_20160410_005s.jpg
Bündel von drei Nadeln, etwa 20 cm lang
WP_20160410_005s.jpg (69.31 KiB) 3666 mal betrachtet
WP_20160410_002s.jpg
Habitus im Größenvergleich zum zweistöckigen Haus mit ausgebautem Dachgeschoss
WP_20160410_002s.jpg (98.59 KiB) 3666 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS

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Beitrag von Cryptomeria » 10 Apr 2016, 11:58

Ich tendiere zu Pinus ponderosa. Holger, kann man nicht irgendwo im Baum noch einen Zapfen sehen? Die Zapfen von ponderosa bleiben ja viel kleiner als von jeffreyi.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

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Beitrag von Kiefernspezi » 10 Apr 2016, 13:33

Hallo, ich bin auch für Pinus ponderosa. Dann bleibt der Zwickauer Baum doch der einzige 2-nadelige so weit.

Viele Grüße

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Beitrag von pgs » 10 Apr 2016, 15:19

Ja weiter oben im Baum konnte ich Zapfen sehen, aber nicht fotografieren. Sie sind nicht auffallend groß, ich hätte sie auch Pinus nigra zuordnen können.

Auch der größere Winkel zwischen den Nadeln und Zweigen passt besser zu der Zeichnung bei R/B4 für ponderosa als der kleinere Winkel bei jeffreyi.

Man kann wohl jetzt klar von Pinus ponderosa ausgehen.


Danke für eure fachkundige Hilfe beim Bestimmen!
beste Grüße von Holger/PGS

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Beitrag von Kiefernspezi » 10 Apr 2016, 19:02

Hallo,

denke ich auch. Trotzdem weiter beobachten. Sicher ist sicher.

Viele Grüße

pgs
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Beitrag von pgs » 10 Apr 2016, 19:04

Ja, irgendwann wird vielleicht mal ein Zapfen unten liegen, dann kann man den genauer ansehen...
beste Grüße von Holger/PGS

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Beitrag von Cryptomeria » 10 Apr 2016, 20:45

Wenn die Zapfen nicht groß waren und zu nigra gepasst hätten, ist es jetzt noch etwas sicherer ponderosa.
Vg Wolfgang
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Beitrag von Kiefernspezi » 10 Apr 2016, 20:57

Jo. Ansonsten sieht man es auch an den Knospen, die an der Basis sich zunächst leicht verbreitern und dann zur Spitze hin spitz zulaufen. Zudem sind die Nadeln leicht, aber deutlich spürbar am Rand gesägt. Das ist so bei der Schwarzkiefer nicht zu finden. Bei der Strandkiefer auch nicht so ausgeprägt. Zudem liegen bei der Strandkiefer die Knospenschuppen nicht an, sondern sie stehen fransig und zurückgeschlagen von der Knospe ab.

Viele Grüße

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Beitrag von pgs » 11 Apr 2016, 13:33

Heute ist mir noch ein direkter Blick auf zwei Endknospen gelungen... Nicht sicher ob das auch passt. Leider fand ich wenige gute Fotos von Endknospen...

Die sehr feine Zähnung der Nadeln konnte ich fotografisch kaum auflösen. Unter der 10-fach-Lupe kann ich sie aber gerade noch erkennen und mit zwei Fingern spürt man die Zähnung wenn man an den Nadelrändern abwärts streift, aufwärts fühlt es sich glatt an!
Dateianhänge
WP_20160411_002Bs.jpg
Ausschnitt-Vergrößerung vom Blick auf die Endknospe
WP_20160411_002Bs.jpg (101.83 KiB) 3587 mal betrachtet
WP_20160411_003s.jpg
Zweite Knospe
WP_20160411_003s.jpg (103.73 KiB) 3586 mal betrachtet
WP_20160411_014k.jpg
Versuch die Zähnung per Nahaufnahme zu zeigen: Im mittleren Bereich unten sind Zähnchen schwach erkennbar...
WP_20160411_014k.jpg (92.32 KiB) 3580 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS

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