Kiefern-Sämlinge? ---> Pinus peuce (?)

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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aki.ben
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Kiefern-Sämlinge? ---> Pinus peuce (?)

Beitrag von aki.ben » 21 Mai 2015, 19:48

Habe unter unserer mazedonischen Kiefer, in einem verwahrlosten Rosenbeet, drei Sämlinge gefunden. Sind das Kiefern?
Falls ja, kann man schon bestimmen, um welche Art es sich handelt? Der Wald grenzt direkt an den Garten und im gleichen Beet hab ich auch einen Fichten-Sämling gefunden.
Habe leider von Koniferenvermehrung überhaupt keine Ahnung und weiß daher auch nicht, ob sich eine Kiefer - z.B. unsere alleinstehende pinus peuce - so ganz allein fortpflanzen kann oder ob da noch eine zweite der gleichen Art in der Nähe sein müsste. Zahlenmäßig sind die Waldkiefern jedenfalls überlegen...

Freue mich über jeden Hinweis!
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Kleiner Sämling
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LG
Anna

Kiefer
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Beitrag von Kiefer » 21 Mai 2015, 21:12

Wart' mal, bis die neuen Nadeln was größer sind, so erkennt man jetzt noch nicht, ob die zwei- oder fünfzählig sind.
Die Wahrscheinlichkeit spricht aber für Waldkiefern (Kiefern sind es auf jeden Fall).

Finde es ja übrigens ganz beachtlich, dass Pinus peuce in Norwegen gedeihen! Oder lebt ihr mehr an der ohnehin milderen Küste?

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi » 21 Mai 2015, 21:47

Das sieht nach Pinus peuce aus.

Viele Grüße

aki.ben
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Beitrag von aki.ben » 21 Mai 2015, 22:08

Danke für eure Antworten!
Hier ein Link zum Klima. Wir wohnen in einer recht milden Region, nicht direkt an der Küste, aber auch nicht weit im Landesinneren, rund 90m über NN. Die letzten Jahre waren zudem meist wärmer als normal. Der Boden ist sehr lehmig.

Laut Wikipedia wird pinus peuce wohl auch in Skandinavien kultiviert. Ich hatte auch gelesen, dass die Uni in Ås irgendwann man Versuche mit der Art durchgeführt hat, d.h. getestet, ob für die Forstwirtschaft geeignet. Der Baum hat sich dann aber nicht genug selbst verbreitet und ist zudem Zwischenwirt für einen Pilz der Johannisbeeren befällt. Es soll allerdings einige "wilde" Exemplare in der Region geben.

Wie alt sind die Sämlinge wohl ungefähr?
Ich würde sie gerne bewahren. Lasse ich sie erstmal wo sie sind oder sollten sie raus aus dem Beet? Und wenn ja, wohin? In einen Topf? Welche Erde?
LG
Anna

Kiefer
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Beitrag von Kiefer » 22 Mai 2015, 00:31

Stimmt, André, im zweiten Bild kann man die Fünfnadeligkeit erkennen.

Die Sämlinge sehen so aus, als wären sie letztjährig bis zweiijährig. Ich würde sie so bis Ende Juli an Ort und Stelle belassen, bis das neue Holz recht ausgereift ist, und sie dann einfach in ein extra Beet direkt im Garten aufschulen (versuchen, sie mit intaktem Wurzelballen aus der Erde zu bekommen, was bei Lehm nicht das Problem sein sollte).

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria » 22 Mai 2015, 09:54

.....und Vorsicht beim Rausnehmen. I.d.R. haben die Sämlinge eine lange Pfahlwurzel und nicht viel zur Seite. Also möglichst etwas tiefer runter. Wenn zum Beispel ein Stein im Weg ist, kann diese eine Wurzel auch komplett zur Seite gehen und dann in die Tiefe.

Viel Erfolg!
Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi » 22 Mai 2015, 16:14

Wünsch ich auch. Da diese Kiefer nicht gegen den Blasenrost empfindlich ist, eignet sie sich besser für den (großen) Garten als die Weymouthkiefer.

Viele Grüße

aki.ben
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Beitrag von aki.ben » 22 Mai 2015, 17:21

Danke für die guten Tips! Werde mein Bestes geben :)
LG
Anna

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Re: Kiefern-Sämlinge?

Beitrag von aki.ben » 07 Jun 2019, 22:20

So ziemlich alle damals ausgegrabenen Sämlinge haben gut überlebt, wachsen aber recht langsam :)
Dateianhänge
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LG
Anna

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Re: Kiefern-Sämlinge?

Beitrag von Kiefernspezi » 20 Jun 2019, 19:10

Aber sind sehr schön.

Viele Grüße

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