WER 222

Hier findet ihr Platz für sonstige Themen

Moderatoren: LCV, stefan, tormi

Spinnich
Beiträge: 2864
Registriert: 27 Jul 2010, 01:14
Wohnort: nördl. Unterfranken

Aralia elata - Japanischer Angelikabaum oder Teufelskrückstock

Beitrag von Spinnich »

Hallo Karola, hallo Forumsgemeinde

Kann mir jemand etwas zu dem Thema Verwendung (Verzehr der Blätter) und allgemeine Giftigkeit (alle Pflanzenteile ?) der Aralia elata sagen.
Würde mich interessieren, ob man die Blätter wirklich ohne Bedenken verzehren kann, eventuell nach entsprechender Zubereitung (Kochen, Erhitzen ?), oder ob man Gefahr läuft sich durch den Verzehr eine schleichende Vergiftung zuzuziehen. :?
Dazu habe ich im Netz wenig konkretes gefunden. :(

Wenn Ihr diesen Strauch bereits pflegt, würde mich auch interessieren, wie es mit der Ausbreitung über Ausläüfer aussieht, ist das etwa so ätzend wie beim Essigbaum und wie sehr hängt das von der Bodenqualität ab. :roll:

Gruß Spinnich 8)
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4689
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Hallo Spinnich,

ich habe keine eigenen Anschauung betr. Giftigkeit oder Ausläuferbildung.

Die zwei Vorgarten-Aralias, die ich kenne (eine im Kiesbeet, zwischen Bürgersteig und Mäuerchen etc. "eingeklemmt"), scheinen keine Neigung zur Ausläuferbildung zu haben, aber hier steht so etwas:

http://forum.planten.de/index.php?topic=41660.0;wap2

Zur Giftigkeit:
hier steht: alle Pflanzenteile giftig
http://www.nagolder-pflanzen.de/planungshilfen/alias-2/

Hier wird da differenziert:
http://www.mdidea.com/products/proper/proper05606.html

Essbar: Blätter der jungen Triebe, gekocht oder blanchiert
weiter unten zur Giftigkeit
Viele Grüße von bee

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Es ist alles eine Frage der Zeit: Ich kenne eine alte Aralie in der Norddeutschen Tiefebene, die hat sich über 30 m2 über viele Jahre ausgebreitet. Ich meine aber, sie breitet sich nicht so rasant aus wie Rhus.
Auf jeden Fall läßt sich Aralie leicht abschneiden, abstechen, roden.

Sehr schöne Fotodoku, Karola! Kompliment!

Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Karola
Beiträge: 2180
Registriert: 25 Mär 2008, 11:33
Wohnort: Mülheim/Ruhr

Beitrag von Karola »

Danke, Wolfgang! :D

Zur Ausläuferbildung: die Aralie wächst in einem Park in Essen, Mehrstämmigkeit ist für diese Art ja ohnehin normal. Direkt bei der Hauptpflanze gab es ein paar dieser sehr stacheligen jüngeren Triebe, man sieht die wohl auch auf dem letzten Foto. Etwas weiter nach hinten versetzt sind noch ein paar weitere dieser Schösslinge ohne einen stärkeren Stamm dabei. Sonst ist mir nichts in dieser Richtung aufgefallen. Natürlich können auch die Gärtner die Ausläufer entfernt haben.

Viele Grüße
Karola

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Karola,

ich sehe in Bezug auf Ausläuferbildung auch nicht die großen Probleme. Mit einer guten Gartenschere lassen sich die überwiegend dünnen Stämmchen recht gut händeln.
Wer sich nicht traut und einen entfernt ähnlichen Habitus erzielen möchte, kann auch auf Decaisnea zurückgreifen. Mit Früchten auch attraktiv.

Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Antworten