Im Wald von Grenzach-Wyhlen (Acer opalus, Buxus, Sorbus torm./aria u.a.)

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bee
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Beitrag von bee »

Inhaltsverzeichnis zum Wald in Grenzach-Wyhlen


Hallo Baumfreunde,
letztes Wochenende (und heute nochmals) hatte ich mich auf die Suche nach Früchten der gemeinen Schmerzwurz gemacht, die übrigens lt. GRIN, Wiki und The Plant List (letzte Aktualisierung 2002) Dioscorea communis heißt (Syn. Tamus communis).

An allen Orten, wo ich die Blüten gesehen hatte, konnte ich keine Früchte entdecken, dafür an einem weiteren Standpunkt - sie sind gerade schön rot. An den meisten anderen Stellen hängen nur vertrocknete Sprosse, an einem Standort im Wald noch mit gelben Blättern.

Zur Frage der Windungsrichtung hatte ich mich hier ausgetobt (wen es interessiert):
http://forum.pflanzenbestimmung.de/view ... =4&t=19701

Als Anhang grüne Früchte von 2010, gilbende Blätter, reife Früchte und ein besonders kräftig windender Spross.
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Dioscorea (Tamus) communis_Windung.jpg
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bee
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Beitrag von bee »

Bei der Suchaktion ist mir ein quasi exotisch-tropisches anmutendes Pärchen untergekommen - aber völlig einheimisch, heftig umwunden von Lonicera periclymenum (leider ohne Blüten) werden hier Jungpflanzen von Virburnum opulus, die ich fast nicht erkannt habe - so riesige Blätter.
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Beitrag von bee »

Zu der Impatiens glandulifera -Aussage im vorvorletzten Beitrag muss ich noch ergänzen, dass es die Pflanze doch häufiger gibt, nicht nur an einer Stelle. Meist genau im Grenzbereich zwischen einer Wiese und dem Waldrand - sieht aber trotzdem so aus, als würde sie dort von Menschenhand eingedämmt.

Das große und kleine Springkraut habe ich auch noch mehrfach gesehen, aber eben an anderen Standorten, schattiger im Wald. Einmal das große Springkraut mit vielen Exemplaren an einer lichteren Stelle, da wurden die Pflanzen deutlich höher, bis zu 140 cm!.

Zwei andere ungeliebte Neophyten sind ja Solidago canadensis und gigantea, die auch beide vorkommen, allerdings mehr am offenen Wegesrand, wenig im Wald.
Dort habe ich jetzt vereinzelt Exemplare der einheimischen Goldrute Solidago virgaurea gesehen.
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Beitrag von bee »

Und der Herbst ist da - schon letzte Woche, wo es noch recht sommerlich war - die Herbst-Zeitlose blüht (auf einer höher gelegenen, vom Wald umschlossenen Wiese nur in einem - allerdings größeren Areal)!
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fockea
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Beitrag von fockea »

Also,
Dioscorea communis ist dann ein Rechtswinder. ( von oben gesehen)
Fockea

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bee
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Beitrag von bee »

Genau, ein Rechtswinder (nach alter botanischer Definition, die man aber überall findet), weil der Spross, wenn man von oben schaut, im Uhrzeigersinn auf den Betrachter zukommt.

Es entsteht eine Linkschraube. Wenn man den Spross aber in Wuchsrichtung betrachtet und der Bewegung von unten nach oben folgt sieht man eigentlich eine Linkswindung (Linkswinder nach neuerer "technischer" Definition, die aber seltener verwendet wird.)

Bei den Rechtswindern (nach alter Definition) sieht man in der Seitenansicht immer (egal ob die Spross-Spitze oben oder unten ist) ein S.

Weitere typische Rechtswinder nach alter Defintion sind das Geißblatt (alle windenden Lonicera-Arten) und der Hopfen.

Typische Linkswinder (die Mehrzahl der Windepflanzen) nach alter Definition sind Zaunwinde und Bohne.
Da kommt von oben betrachtet der Spross in einer Gegenuhrzeigerbewegung auf den Betrachter zu. Es entsteht eine Rechtsschraube.
Folgt man der Bewegung der Spross-Spitze von unten nach oben (in Wuchsrichtung) sieht man eigentlich eine Rechtswindung.
(Rechtswinder nach neuerer "technischer" Definiton.) Schaut man sich die Windung von der Seite an, dann sieht man ein Z.
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Beitrag von bee »

Inhaltsverzeichnis zum Wald in Grenzach-Wyhlen


Hallo Baumfreunde,

die letzten Wetterkapriolen nehme ich noch mal zum Anlass, etwas aus dem Wald von Grenzach-Wyhlen zu berichten.

Der Wintereinbruch war am Samstag auch bei uns recht ausgeprägt, nachdem es bis 10 Uhr morgens regnete, fiel die Temperatur deutlich bis auf 1-2 Grad (bei mir auf 270 m Höhe). Es schneite den ganzen Tag, ohne dass der Schnee liegenblieb, die Erde war doch noch zu warm.

Oktoberschnee ist ja recht selten, aber vor nicht allzu langer Zeit, Ende Oktober 2008, hatte es schon mal etwas geschneit, danach folgte ein besonders bunter November.

Das Hochrheintal ist hier auf der nördlichen Seite von einem Bergrücken begrenzt (Ausläufer des "Dinkelberges"), ein ganz schön steiler Abhang (an den sonnigen trockenen Ecken stehen die "besonderen Pflanzen" in diesem Thread.)
Auf den Höhen grenzen St. Chrischona, Bettingen (Schweiz), Inzlingen (Kr. Lörrach) und die hochgelegenen Ortsteile von Grenzach-Wyhlen (Neufeld und Rührberg) aneinander. Wanderschilder weisen die Höhen von über 510m aus, der höchste Punkt ist aber bei der Kirche St. Chrischona mit 522 m.
http://de.wikipedia.org/wiki/St._Chrischona

Da gibt es an klaren Tagen "Alpenblick", naja, die Viertausender habe ich einmal bisher gesehen im Mai, die sind in einer Lücke der davor liegenden niedrigeren Berge zu erahnen. Ich habe mal Ortsansässige dort oben gefragt, wie häufig denn der Alpenblick wirklich sei - tatsächlich bei Föhnlage relativ häufig, allerdings besonders früh morgens.
Ich habe meist viel Dunst gesehen - und im Winter steht die Sonne auch zu tief im Süden, auch Mittags.

Durch den Höhenunterschied war der Schnee schon ca. 100 m höher an den noch vorhandenen Blättern haften geblieben - Puderzucker.
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Beitrag von bee »

Am Montag war schönes Wetter, sonnig und trocken im Tal. In der Mittagszeit konnte ich einen Abstecher in den "Wald oben" machen.
Tropfnasse Angelegenheit und man wurde mit Eisklümpchen beworfen.

Man sieht, dass auf den Schwarzwaldhöhen im Osten deutlich mehr Schnee liegt als im Westen (im Westen ist der "Blauen")
http://de.wikipedia.org/wiki/Hochblauen

Auf den Voralpenbergen lag auch etwas Schnee, die wirklich hohen Berge waren nicht zu sehen.
Deshalb nur zum Beweis, das Foto vom Mai, die Alpen sind wirklich da!

Eine Anmerkung für die "meine-Fotos-bearbeite-ich-nicht-Puristen".
Diese Fotos musste ich stark bearbeiten, damit überhaupt etwas dabei herauskommt.
Lasse ich da die unbestechliche Kamera machen, was sie will, habe ich entweder Vordergrund o.k., aber die Berge (die ich mit bloßem Auge wunderbar sehe) sind mittelweiß in hellweiß - oder in belichte deutlich zu knapp (Vordergrund sehr dunkel, damit die Berge überhaupt eine Struktur bekommen) und helle den Vordergrund später auf.
Oder man verzichtet überhaupt darauf, solche Fotos zu machen, die ja nicht besonders künstlerisch sind - aber doch dokumentarisch.
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Beitrag von bee »

Dann wurde die Sonne so stark, dass die Bäume anfingen zu dampfen!
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Beitrag von bee »

Eine Neuentdeckung noch - nicht im Wald von Grenzach-Wyhlen, sondern im "Wald oben" von Bettingen - ein dreieckiges Gebiet des durchgehenden Waldes gehört zur Schweiz (man überquert häufiger Grenzen, es gibt sogar einen "Grenzsteinweg"):
mehrere Castanea sativa in großen Exemplaren.

Ich hatte schon mal Früchte gesehen, aber nicht die Bäume entdeckt. Sie sind ca. 20, wenn nicht 30 m hoch, sehr gerade gewachsen.
Der Berg am Abhang ist Kalkgestein, im "Wald oben" scheint es aber weniger kalkhaltiger Boden zu sein.

Castanea mag doch eigentlich keinen Kalk, oder?
Hier hatte ich auch schon andere Gewächse angetroffen, die eher nicht so gern auf Kalk wachsen, wie Faulbaum und Traubenholunder (jeweils wenige Exemplare).
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Castanea sativa im Wad.jpg
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Beitrag von bee »

Inhaltsverzeichnis zum Wald in Grenzach-Wyhlen


Hallo Baumfreunde,

es gibt noch etwas zu berichten aus dem Wald in Grenzach-Wyhlen.
Auf Seite 1 dieses Beitrages geht es ja um den schnellballblättrigen Ahorn (Acer opalus), der von einem Standort seit 1934 bekannt war.
In den 80er Jahren wurde ein weiterer Standort entdeckt (4 Bäume), später dann noch weitere Jungpflanzen.
Dieses "Gewann Klosterhau" begehe ich recht selten, außerdem muss man ja schon ziemlich optimistisch sein, wenn man da einen einzelnen Baum finden will.
Aber ich dachte mir, jetzt wo die Ahorn-Färbung so schön gelb ist, könnte ich vielleicht die passenden Blätter entdecken.

Und tatsächlich, an dem Weg (Försterwegeli), der im Wald "Klosterhau" parallel (östlich) oberhalb der Klosterstraße verläuft, sah ich entsprechende Blätter.

Ein Baum steht in bedenklicher Schräglage gleich oberhalb des Weges. Er ist ca. 20 m hoch (geschätzt, weil die Böschung ca. 150 cm hoch ist).
Direkt dahinter oberhalb ist ein noch größerer Acer opalus - mit schöner rundlicher Krone.
Leider kommt man auch hier nicht nah heran (zumindest nicht von unten), der Buchs ist zu dicht.
Im Frühjahr werde ich da nochmal suchen, ob ich die anderen sehe (weil das die Bäume sind, die als erste sichtbar austreiben und blühen).
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Acer opalus02e_11-2012.jpg
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Beitrag von bee »

Natürlich gibt es auch die "anderen" Ahorne.
Alle Blätter gut zu entdecken im Meer der braun-roten Buchenblätter und grau-braunen Eichenblätter.

Vor kurzem war ja eine Herbariumsanfrage mit dem Ergebnis "krüppeliges" Bergahorn-Blatt.
Die Variationsbreite war mir noch nicht so klar.

Hier einige Beispiele, besonders rechts die "lang und schmal" Blätter sind mir bisher noch nie aufgefallen.
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Beitrag von bee »

Auch der Spitzahorn hatte an einigen Jungpflanzen "komische" Blätter.
Aber natürlich überwiegen die normal geformten.
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Acer platanoides02_11-2012.jpg
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Beitrag von bee »

Inhaltsverzeichnis zum Wald in Grenzach-Wyhlen


Hallo Baumfreunde,

eigentlich gibt es ja nichts Neues im Wald, seit gestern ist es aber relativ warm geworden, wahrscheinlich ist jetzt auch auf den höher gelegenen Gebieten hier der letzte Schnee getaut.
In den letzten Tagen und Wochen war es jedoch je höher desto verschneiter (im Tal war alles schon fast getaut) und entweder sehr matschig oder ganz schön glatt.

Den Rehen macht das nichts - letztens kreuzte ein Grüppchen von 5 Tieren in hohen Sprüngen meinen Weg und die angrenzende Wiese.
Nr. 6 hat mich gesehen und sich nicht mehr getraut und den Rückzug in die entgegengesetzte Richtung angetreten - die "Einheit" verloren - und später dann hoffentlich wieder gefunden.
Die Kamera war natürlich so schnell nicht im Anschlag.

Ich habe gerade die besondere Bezeichnung für eine Reh-Gruppe erfahren: in der Jägersprache nicht etwa Rudel, sondern "Sprung".

Auf einmal hörte ich ganz nah ein Quieken - Wildschweine, in der Region eines abgeholzten Gebietes, wo jetzt einige junge Bäumchen wachsen - gesehen habe ich sie allerdings nicht.
Diese Paarhufer-Spuren hier im Schnee, sind das Wildschweinspuren oder doch Rehspuren?
Wenn ich Bilder im Web vergleiche, kommt es ja auch auf den Abdruck der hinteren Zehen an, die man hier nicht eindeutig erkennen kann.

Jedenfalls führten dies Spuren hin und her über den befahrbaren Waldweg, kamen von der einen Seite (hohe Bäume), gingen zu der anderen (die Lichtung mit Jungbäumen) - und umgekehrt - in dem Lichtungsgebiet konnte man diverse "Trampelpfade" entdecken.
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Fährte01b_12-2012.jpg
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Fährte01a_12-2012.jpg
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Viele Grüße von bee

Spinnich
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Im Wald von Grenzach-Wyhlen - Spuren im Schnee

Beitrag von Spinnich »

Hallo Bee

ich halte das für Rehspuren, ist aber gar nicht leicht zu unterscheiden, wenn man nicht nachmißt.

vgl.:
http://www.walderlebnispfad-freising.de ... f-der-spur

http://www.google.de/search?q=tierspure ... 38&bih=505

Gruß Spinnich 8)
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

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