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Acer opalus

Verfasst: 27 Feb 2011, 13:52
von kurt
Hallo zusammen

Ich arbeite nun die 4 Favoriten im einzelnen durch, damit der alte Thread nicht zu lange wird.
Beim Durcharbeiten in Google habe ich folgende Angaben gefunden:
- Er soll nördlich der Alpen nur im Schweizer Jura und in der Nähe von Grenzach vorkommen. LCV und rolf7, habt ihr eine Ahnung, wo er genau vorkommt oder könnt ihr es herausfinden?
- In Frankreich soll er im Osten bis auf die ungefähre Höhe von Belfort vorkommen.
Sind nördlichere Verbreitungsgebiete bekannt? Gibt es etwas spezielles zu beachten?

Gruss
Kurt

Verfasst: 27 Feb 2011, 14:18
von rolf7
Hallo Kurt

ich werde diese Woche mal meine Kollegen fragen, ob sie einen Standort kennen. Ich selber kenne keinen.
Lg Rolf

Verfasst: 27 Feb 2011, 14:19
von LCV
Hallo Kurt,

damit habe ich mich noch nicht befasst. Im Zusammenhang mit Grenzach ist mir nur der Buchsbaumwald geläufig. Vielleicht kann Bee etwas dazu sagen.

Gruß Frank

Verfasst: 27 Feb 2011, 15:27
von campoverde
Hallo,
Rothmaler IV nennt als einzigen Standort in D: Dinkelberg bei Grenzach.

Und übrigens zu Standort: trockene bis mäßig frische, lichte Laubwälder, kalkhold.
Auch in Floraweb:Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte.
Das passt wohl nicht so gut zu Deiner Fläche (Faulbaum etc..)

Verfasst: 27 Feb 2011, 16:24
von rolf7
Hier mal eine Übersicht wo er in der Schweiz gefunden wurde. Ein Fundort liegt bei Rheinfelden (vis-à-vis Grenzach).
http://www.crsf.ch/?page=artinfo_karter ... o_isfs=600

LG Rolf

Verfasst: 27 Feb 2011, 19:31
von Mahaleb
Hallo,

also wenn ich die FloraWeb Karte richtig lese,
ist auch ein gesichertes Vorkommen an der Tschechisch-Deutschen Grenze kartiert. Sollte irgendwo im Raum Eger / Rhön / Vogtland sein.
Was den Verbreitungsraum nach Norden doch recht deutlich erweitert.

Verfasst: 27 Feb 2011, 19:58
von kurt
Zum Boden

Man kann bei Googleeinträgen auch Angaben finden wie: auf Lehmboden, in Buchen-/Eichenwäldern etc. Und das habe ich. Ich habe überhaupt die Erfahrung gemacht, dass etwas feuchter für die meisten Bäume verträglicher ist als zu trocken. Allerdings keine Staunässe.

Gruss
Kurt

Verfasst: 27 Feb 2011, 22:02
von stefan
Hallo Kurt,
ich kenne Acer opalus vom Naturstandort in der Provence: Gebirge, auf Kalkstein, vergesellschaftet mit Flaumeiche, Höhen ca. 400 bis 600 m.
Auf ähnlichen Standorten auch Acer monspessulanum.
Gruß, Stefan

Verfasst: 27 Feb 2011, 22:05
von kurt
Ich habe noch etwas zu erwähnen vergessen: Das Areal für die 20 Bäume wird bis auf weiteres 2 mal pro Jahr gemäht werden, um der Sonne mehr Chancen zu geben, auf den Boden durchzudringen und so die Feuchtigkeit zu reduzieren.

Gruss
kurt

Verfasst: 27 Feb 2011, 22:55
von tormi
Hallo Kurt,

ich kann Acer opalus Vorkommen in Bourdeaux (Drôme) bestätigen

Verfasst: 28 Feb 2011, 11:44
von kurt
Hallo tormi

Bourdeaux (Drome) habe ich im Routenplaner gefunden. Es ist das in der Nähe von Montélimar? Hast du nähere Angaben bezüglich des Standorts in Bourdeaux?

Gruss
Kurt

Verfasst: 02 Mär 2011, 11:39
von kurt
Sind alle Ahorne eingeschlechtlich (selten zwittrig), einhäusig? In den Baumlisten fehlen diese Angaben.

Gruss
Kurt

Verfasst: 02 Mär 2011, 19:49
von tormi
Hallo Kurt,
den findest du dort ganz oft entlang den Strassen und Waldränder.

Bei Google Earth folgendes anfliegen
44°34´41.53´´N
5°07´38.84´´O

dort gleich neben dem (schönen, recht gemütlichen) Camping Platz findest du welche.

Verfasst: 06 Mär 2011, 10:25
von rolf7
Hallo Kurt

Leider kennt keiner meiner Kollegen einen Wildstandort hier in der Nordwestschweiz. Im botanischen Garten Brüglingen, Basel/Münchenstein gibt es ihn angepflanzt.
LG Rolf

Verfasst: 14 Mär 2011, 20:10
von bee
Hallo,
ich bin auch wieder da - wenn auch noch nicht so ganz und etwas Internet-entwöhnt - und lese mich durchs Forum.

Tatsächlich kenne ich den Acer opalus in Grenzach-Wyhlen, wenn auch nur aus der Ferne. Er steht an einem schlecht zugänglichen Südsteilhang auf Kalkboden. Es sollen sich schon Botaniker auf der Suche nach ihm im Wald verirrt haben - sagt der Nachbar. Vielleicht kennt der hiesige Förster einen guten Zugang - ich jedenfalls nicht. (Trampelpfad unterhalb ist nach oben durch Zaun wg. Steinschlaggefahr gesichert, von oben ist es bestimmt auch nicht einfacher.)

Von weitem ist der Baum im Frühling gut zu sehen, er zeigt als erster zartes Grün. Auch im Jahresverlauf ist er an der Krone mit glatter rundlicher Kontur zu erkennen.