Thema des Monats Dezember - Weihnachtsbäume

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Kiefernspezi
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Thema des Monats Dezember - Weihnachtsbäume

Beitrag von Kiefernspezi » 01 Dez 2010, 12:00

Hallo und herzlich Willkommen.

Dieses Jahr läßt uns Frau Holle nicht im Stich und wir dürfen uns alle über eine weiße Weihnacht freuen.
Ein zentrales Element ist der Weihnachtsbaum. Der bekannteste ist sicher der vor dem Rockefeller Center in New York, wo jedes Jahr das Anschalten der Beleuchtung mit einem großen Fest gefeiert wird.
Diese Tradition ist aber im 19. Jhdrt. aus Deutschland in die weite Welt verbreitet worden.
Auch wenn Weihnachtsbäume immer als Tannenbäume bezeichnet werden, ist der Ur-Baum eigentlich eine Fichte.
In den letzten Jahren haben allerdings tatsächlich die Tannen die Oberhand gewonnen, die großflächig auf Weihnachtsbaumplantagen in Deutschland und Dänemark gezogen werden.
Hin- und wieder - insbesondere in den USA - werden auch bestimme Kiefernarten verwendet.
Bevor ich einige der gebräuchlichen Arten näher vorstelle, könnt Ihr die Liste vervollständigen.

Viele Grüße

Als Weihnachtsbäume gebräuchlich:

Mein Lieblingsbaum ist die "Rottanne", die natürlich die gemeine Fichte (Picea abies) ist - also keine Tanne.
Der meistverkaufte Weihnachtsbaum in Deutschland ist die Nordmanntanne (Abies nordmanniana)
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wolfachim_roland
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Beitrag von wolfachim_roland » 01 Dez 2010, 13:38

Willst Du in die Liste auch den
Neuseeländischen Weihnachtsbaum aufnehmen?

http://de.wikipedia.org/wiki/P%C5%8Dhutukawa
Wolf Roland

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LCV
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Beitrag von LCV » 01 Dez 2010, 14:05

Hi,

... und wenn wir schon dabei sind:

Es gibt ja Gegenden, wo es keine "Tannenbäume" gibt, aber z.B. Leute arbeiten, die ein wenig heimatliches Flair an Weihnachten wünschen. Ich habe gehört, dass da gern mal eine Casuarina als Ersatz genommen wird. Finde ich auf jeden Fall besser als irgendwelche Plastik-Klapp-Bäume mit einem Schmuck, der eher an Las Vegas-Festbeleuchtung erinnert.

Gruß Frank

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baumlaeufer
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Weihanchtsbaum-Riese

Beitrag von baumlaeufer » 01 Dez 2010, 15:33

Es gibt- natürlich auch in den USA- eine richtig schönen großen natürlichen Weihnachtsbaum

Der zweitmächtigste Bergmammut der Welt - genannt General Grant- war 1926 zum national christmas tree proklamiert worden... ohne Lämpies....
steinalt ist er auch noch, 1650 Jahre und hat nen Umfang von 32 Metern

Ein Beitrag dazu bei
wikipedia

Als ich Sommer 2007 unter dem Baum stand, war natürlich nichts mit Lampen dran. Aber die Symbolik durch die Bestimmung aus 1926 finde ich gut
meint Baumlaeufer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de

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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer » 01 Dez 2010, 15:41

...und noch was, eher nicht so erfreuliches.
25 Millionen Weihnachstbäume werden in Deutschland aufgestellt. Die wenigsten davon kommen aus Bio-Plantagen. Das sind Plantagen, bei denen der nicht erwünschte Bewuchs durch Mähen oder Schafe kurz gehalten wird.

Als ich im Sommer in der traditionellen Weihnachtsbaumgegend im Sauerland unterwegs war, fiel mir gleich die braune Erde zwischen den Bäumen auf. Alles kaputtgespritzt, weil`s billig und einfach ist.....

Baumlaeufer-Wolfgang
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Beitrag von tormi » 01 Dez 2010, 15:45

Hallo, aus der Familie der Protaceae gibt es noch diesen blühenden Weihnachtsbaum, Grevillea 'Red Salento'.

Bei uns wird nächste Woche eine handliche Nordmann's geschmückt, die Kinder freuen sich schon.
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Grevillea Red Salento Steinsel 13 11 07.b.JPG
Grevillea Red Salento Steinsel 13 11 07.b.JPG (62.32 KiB) 5016 mal betrachtet
LG Nalis

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stefan
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Beitrag von stefan » 01 Dez 2010, 16:15

... nicht zu vergessen die Weihnachtspalme Adonidia merillii
(viewtopic.php?t=4819&highlight=adonidia+merrillii)
die roten Kugeln hier in einem Bild von Mike/holzwurmdd:
Bild
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi » 01 Dez 2010, 18:30

Ich lerne immer wieder gerne dazu. Wie ich sehe, gibt es mehr Bäume mit weihnachtlichem Bezug, als ich angenommen habe.
Vielen Dank schon mal.

Viele Grüße

Mostviertler
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Beitrag von Mostviertler » 01 Dez 2010, 20:21

Nach meiner Info ist in den USA auch die Douglasie (Kiefernspezi wirds freuen) als Weihnachtsbaum beliebt und wird in Plantagen gezogen. Der Grund, warum die Douglasie genommen wird, ist weniger erfreulich und ich würde sagen, typisch amerikanisch. Die Douglasie lässt sich durch Beschneiden im Laufe der Jahre auf eine absolut symmetrische Form, meist Kegelform trimmen. :roll:
Ich stell mir das schrecklich vor, wenn ein Baum so behandelt wird, obwohl in Europa die Weihnachtsbäume in den Plantagen auch nicht immer so wachsen dürfen wie sie wollen.

Gruß
Hannes

Mostviertler
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Beitrag von Mostviertler » 01 Dez 2010, 23:34

Hallo!
Angeregt durch das Thema des Monats hab ich im Netz recherchiert und bin auf folgenden interessanten link gestoßen: http://www.christmastree.org/debate.cfm. Leider gibts den nur in englisch. Es geht kurz gesagt um die Gegenüberstellung von echten Bäumen und Kunstweihnachtsbäumen.
Auf dieser homepage gibts auch die von mir oben beschriebenen "getrimmten" Bäume zu sehen. Allerdings beschränkt sich diese (Un)sitte nicht auf die Douglasie, wie ich geglaubt habe.

Da wäre mir die heimische Fichte, frisch aus meinem Wald allemal lieber. Da ich aber auch eine kleine Weihnachtsbaumkultur mit Abies nordmanniana, Abies koreana, Abies concolor und Abies vetchii habe, wird es dieses Jahr wieder eine Tanne, aber eine richtige Bio-Tanne, denn meine Kultur hat noch nie Dünger oder Herbizide gesehen! (Ich schaffs nicht einmal sie ordentlich auszumähen :roll: :oops: )

Gruß
Hannes

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bee
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Beitrag von bee » 02 Dez 2010, 19:05

Hallo Baumfreunde,
auch dieser "Weihnachtsbaum" wurde über und über mit roten Kugeln geschmückt :) :) .

In Gegenden ohne viele Nadelbäume werden nicht durch Casuarinas zum Weihnachtsbaum, sondern auch einfach die Palmen mit Lichtenketten umwunden. Habe ich selbst schon auf Martinique gesehen, aber leider kein Foto. Meistens bleibt die Deko noch wochenlang oder monatelang oder immer ?? dran.
Sieht ungefähr so aus (oft aber mit bunten Lämpchen und nur der Stamm umwickelt).
http://media-cdn.tripadvisor.com/media/ ... lmiers.jpg
http://blogs.ionis-group.com/iseg/borde ... illes2.jpg
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Rote_Kugeln.jpg
Rote_Kugeln.jpg (69.9 KiB) 4937 mal betrachtet
Viele Grüße von bee

Durian
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Pohutukawa --> Metrosideros excelsa

Beitrag von Durian » 02 Dez 2010, 21:16

In Ergänzung zu Wolfachim _Roland hier nochmals 3 Bilder vom neuseeländischen Weihnachtsbaum (die im Mai schon einmal im Forum standen)
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pohutu briefm n.JPG
pohutu briefm n.JPG (37.46 KiB) 4919 mal betrachtet
pohutu tele n.JPG
pohutu tele n.JPG (43.47 KiB) 4919 mal betrachtet
pohutu habit n.JPG
pohutu habit n.JPG (53.04 KiB) 4919 mal betrachtet
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Kiefer
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Beitrag von Kiefer » 03 Dez 2010, 15:11

Hallo!
Auch wenn Weihnachtsbäume immer als Tannenbäume bezeichnet werden, ist der Ur-Baum eigentlich eine Fichte.
Wenn man es ganz genau nimmt, dann ist der Ur- Weihnachtsbaum noch nicht mal ein Nadelgehölz, sondern die uns allen bekannte Stechpalme (Ilex aquifolium), welche mit ihrer gleichmäßigen konischen Wuchsform, ihrem satten dunklen Grün und dem natürlichen roten Beerenschmuck der Vorläufer aller anderen Weihnachtsbäume ist, und ihre Wurzeln bis ins frühe Mittelalter zurück verfolgen lässt, wo sie vom Klerus auch "Palmae Christi" genannt wurde.
Wobei "Palmae" nicht wörtlich als Palme zu verstehen ist, sondern als die lateinische Bedeutung des Wortes "Palma", nämlich Hand, also als "Die Hände Christi".
Das bezog sich auf die gleichmäßigen, wie überschirmenden Zweige der Ilex, die wie Christi' behütend drüber gehaltenen Hände wirkten, die Dornen des Blattwerkes versinnbildlichten die Dornen von Christi' Dornenkrone, die roten Beeren standen schließlich für Christi' Blut.

Grüße, Andreas

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi » 03 Dez 2010, 16:08

Hallo,

das ist ja super interessant. :o

Aber eine Ilex würde ich mir nicht ins Zimmer stellen.

Viele Grüße

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LCV
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Beitrag von LCV » 06 Dez 2010, 13:59

Hallo,

ich habe noch etwas ausgegraben. Leider habe ich keine eigenen Fotos. Wer daran interessiert ist, findet aber Bilder über die Google-Bildersuche.

In Australien gibt es einen Strauch, den der Laie sofort als Konifere ansprechen würde, wenn gerade keine Blüten bzw. Früchte zu sehen sind. Der Name sagt schon alles:

PERSOONIA PINIFOLIA

Gruß Frank

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