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Wochenendrätsel 91
Verfasst: 18 Apr 2009, 11:13
von tormi
Hallo und willkommen zum WE-R 89,
eins ist sicher, es ist keine
Fagus sylvatica 
, was kann es sein?
Wie gewohnt bitte ich euch Lösungsvorschläge per PN einzuschicken damit jeder sich am Rätsel versuchen kann. Falsche Lösungsvorschläge werden ohne Namensnennung von mir veröffentlicht. Fragen dürfen gerne hier gestellt werden.
Viel Spass und viel Glück
Verfasst: 18 Apr 2009, 13:17
von tormi
Rolf hat gelöst, Gratulation
Aesculus
Robinia
Catalpa
sind falsch
Verfasst: 18 Apr 2009, 13:17
von tormi
noch ein Bild
Verfasst: 18 Apr 2009, 20:12
von tormi
Wolfram hat gelöst, Gratulation
Sophora
Cladastris
Wisteria
sind falsch
Verfasst: 18 Apr 2009, 21:43
von tormi
Blatt
Verfasst: 18 Apr 2009, 22:39
von tormi
Mr. Green, Cryptomeria und campoverde haben gelöst, Gratulation
es ist keine Maackia
Verfasst: 19 Apr 2009, 09:29
von tormi
Wolf hat gelöst, Gratulation
Verfasst: 19 Apr 2009, 17:36
von tormi
ulmenfan und Frank haben gelöst, Gratulation
Verfasst: 19 Apr 2009, 19:58
von tormi
Roseo und Stefan haben richtig gelöst, Gratulation
Verfasst: 19 Apr 2009, 20:13
von Roseo-Marginata
Ich möchte noch anmerken, dass es eine sehr harte Nuss war diesmal. Aber das gute daran ist, dass man sich mal genau die Blüten von Sophora, Robinia, Wisteria, Catalpa .... und einige mehr .... genauer angesehen hat.
Verfasst: 20 Apr 2009, 11:36
von tormi
Hier nun die Auflösung
+ Laburnocytisus adamii
Ein paar Worte zur Erklärung dieser dendrologischen Seltenheit.
Der Pfropfgoldregen ist 1825 von J.L. Adam in Vitry bei Paris aus einer Veredlung des Purpur-Zwergginster (Chamaecytisus purpureus) auf den Gemeinen Goldregen (Laburnum anagyroides) entstanden. Dabei ist eine sogenannte Periklinalchimäre entstanden, wobei das Innere der Sprosse vom Goldregen stammt, umwachsen von Geweben des Zwergginsters. Es sind aber auch Gewebedurchmischungen möglich. Der Staruchaufbau gleicht dem Goldregen.
In der Blütenausprägung werden überwiegend trüb hellpurpurfarbene, hängende, kurze Blütentrauben angelegt. Es können aber daneben auch an Kurztrieben, welche mit dem Mark und Holzteilen an der Unterlage angeschlossen sind, weniger blütige, reingelbe Goldregentrauben oder die rosafarbenen des Zwergginster-Pfropfling auftreten. Das Blatt der Periklinalchimäre ist etwas kleiner als das vom Gold-Regen.
Pfropfchimären sind keine geschlechtlich erzeugten Bastarde, sondern kommen aus der Verwachsung zweier erblich verschiedener Pfropfpartner zustande. Entstammen die beidden Pfropfpartner verschiedener Gattungen, so wird der NAme aus Teilen der GAttungsnamen beider Pfropfpartner gebildet, welchem ein Pluszeichen vorangestellt wird.
Verfasst: 20 Apr 2009, 11:57
von Sebastianii
Sehr interessant!
Kann sich dieses Mischwesen generativ vermehren oder muss es jedesmal neu gepfropft werden?
Verfasst: 20 Apr 2009, 13:09
von tormi
Das Mischwesen setzt keine Früchte, durchaus sind aber Früchte vom normalen Goldregen zu finden, diese bringen aber auch nur Laburnum anagyroides hervor.
DAs Gehölz muss veredelt werden.
Verfasst: 20 Apr 2009, 13:56
von rolf7
Vermehrung ist nur vegetativ möglich:
In der Praxis wird + Laburnocytisus adamii auf Laburnum anagyroides mittels Okulation veredelt.
Direkte Steckhölzer bewurzeln schlecht.
Bei der Produktion kommt es immer wieder mal vor, dass sich die Zellen entmischen und keine echten + Laburnocytisus adamii entstehen.
Weiter interessant:
Obwohl man schon mehrere Male die von Tom beschriebene "Ursprungsverdelung" (Chamaecytisus purpureus auf Laburnum anagyroides) durchgeführt hat, ist nie mehr ein + Laburnocytisus entstanden. Somit stammen alle von dieser einen Pflanze von 1825 ab --> Klon.
lg Rolf
Verfasst: 20 Apr 2009, 14:51
von tormi
Danke für die Ergänzung