Karola, Frank und Wolf haben gelöst, Gratulation.
nochmal die Blüte
Wochenendrätsel 55
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wolfachim_roland
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Auflösung des WE-R 55
Davidia involucrata, Taubenbaum, Taschentuchbaum, Aufwiedersehenbaum, im englischsprachigem Raum auch noch Ghost tree genannt.
Davidia = nach Abbé Jean Pierre Armand David, ein französischer Missionar der den Baum 1868-1870, auf einer Reise nach Sichuan (Szechwan) und Boaxing (Mupin) im tibetischen Grenzland fand. Er war auch der erste westlicher der einen Riesenpanda in freier Wildbahn zu Geicht bekam. Er liess ein solches Tier nach Paris bringen wo es aber bald starb.
lat. involucratus = von Hüllblätter umgeben
Familie Davidiaceae
Ein kleiner bis mittelgrosser Baum von 8-15m Höhe und etwa 7m Breite, in der Jugend eher regelmässige breitpyramidale, später rundliche, lockere Krone.
Die eigentliche Blüte ist ein etwa 2cm grosser rotbrauner, runder Blütenköpfchen, der jeweils aus zahlreichen männlichen und einer weiblichen Blüte besteht. Umgeben wird diese Blüte von 2 cremeweissen, kahnartig geformten Hochblätter, davon ist eines bis 16cm das andere bis 8 cm lang. Diese Hochblätter gaben dem Baum diese schönen Namen.
Der Baum setzt erst nach 10-15 Jahren Blüten an.
Wer den Baum durch Aussaat vermehren möchte muss 2-3 Jahre Geduld aufweisen. Das ist die Zeit die die Samen überliegen müssen damit sie keimen.
Sonnig bis halbschattig, sehr bodentolerant. Er bevorzugt nahrhafte, mässig feuchte, schwach saure bis alkalische Böden ohne Staunässe. In der Jugen leicht frostempfindlich.
Ein aussergewöhnlicher Solitärbaum den man jedes Jahr wieder bewundern kann.
Noch kurz zur Geschichte,
James Veitch hatte von dem Fund von Abbé David gehört, dieser hatte aber nur Herbarmaterial nach Europa geschickt.
Im April 1899 wurde der 23 jährige Ernest Henry Wilson von James Veitch & Son beauftragt den Taubenbaum in China aufzufinden und Samen mitzubringen. Wilson sollte in China den Schotten Augustine Henry treffen, der hatte sich bereit erklärt Wilson zu helfen. Allerdings bekam Wilson nur eine dürftig zusammengekritzelte Karte von einem riesigen Gebiet. Auf der Karte waren vereinzelt Kreuze eingezeichnet die Standorte von Davidia's repräsentieren sollten.
Für die Reise brauchte Wilson Dolmetscher, Träger, Führer, die seine Sammelausrüstung, wissenschaftliche Instrumente sowie Nahrung und Medikamente transportierten.
Sein erstes Reiseziel lag in der Nähe von Badong. Wo er allerdings nach mühsamer, teils gefährlicher Reise nur noch einen Baumstumpf eines Taubenbaumes fand. Woraufhin er sehr frustriert war. Einen Monat später fand er dann endlich einen blühenden Taschentuchbaum (neben Acer griseum, A. oliverianum, Viburnum rhytidophyllum, Clematis montana var. rubens,..). Er sammelte fleissig jede Menge Samen die er nach England verschickte wo er sich kurz danach auch wieder begab.
Veitch freute sich über die riesige Auswahl an neuen Pflanzen die Wilson mitgebracht hatte, einziger Vermutstropfen war, dass der Franzose Paul Guillaume Farges schon 1897 Samen des Taschentuchbaumes nach Paris mitgebracht hatte. Davon hatte ein Samen gekeimt. Das Attribut 'Eingeführt von' wurde Veitch abgesprochen.
Schlimmer noch war, dass keiner der von Wilson mitgebrachten Samen keimen wollte. Keiner wusste eben, dass die Samen mindestens 18 Monate abwechselnd Kälte und Wärme brauchen um zu keimen. Zu ihrer grossen Erleichterung keimten die Samen dann doch und tausende von Pflanzen konnten aufgezogen werden.
Danke für's mitmachen und nochmal Gratulation an alle die gelöst haben.
Schöne Woche an alle.
Davidia involucrata, Taubenbaum, Taschentuchbaum, Aufwiedersehenbaum, im englischsprachigem Raum auch noch Ghost tree genannt.
Davidia = nach Abbé Jean Pierre Armand David, ein französischer Missionar der den Baum 1868-1870, auf einer Reise nach Sichuan (Szechwan) und Boaxing (Mupin) im tibetischen Grenzland fand. Er war auch der erste westlicher der einen Riesenpanda in freier Wildbahn zu Geicht bekam. Er liess ein solches Tier nach Paris bringen wo es aber bald starb.
lat. involucratus = von Hüllblätter umgeben
Familie Davidiaceae
Ein kleiner bis mittelgrosser Baum von 8-15m Höhe und etwa 7m Breite, in der Jugend eher regelmässige breitpyramidale, später rundliche, lockere Krone.
Die eigentliche Blüte ist ein etwa 2cm grosser rotbrauner, runder Blütenköpfchen, der jeweils aus zahlreichen männlichen und einer weiblichen Blüte besteht. Umgeben wird diese Blüte von 2 cremeweissen, kahnartig geformten Hochblätter, davon ist eines bis 16cm das andere bis 8 cm lang. Diese Hochblätter gaben dem Baum diese schönen Namen.
Der Baum setzt erst nach 10-15 Jahren Blüten an.
Wer den Baum durch Aussaat vermehren möchte muss 2-3 Jahre Geduld aufweisen. Das ist die Zeit die die Samen überliegen müssen damit sie keimen.
Sonnig bis halbschattig, sehr bodentolerant. Er bevorzugt nahrhafte, mässig feuchte, schwach saure bis alkalische Böden ohne Staunässe. In der Jugen leicht frostempfindlich.
Ein aussergewöhnlicher Solitärbaum den man jedes Jahr wieder bewundern kann.
Noch kurz zur Geschichte,
James Veitch hatte von dem Fund von Abbé David gehört, dieser hatte aber nur Herbarmaterial nach Europa geschickt.
Im April 1899 wurde der 23 jährige Ernest Henry Wilson von James Veitch & Son beauftragt den Taubenbaum in China aufzufinden und Samen mitzubringen. Wilson sollte in China den Schotten Augustine Henry treffen, der hatte sich bereit erklärt Wilson zu helfen. Allerdings bekam Wilson nur eine dürftig zusammengekritzelte Karte von einem riesigen Gebiet. Auf der Karte waren vereinzelt Kreuze eingezeichnet die Standorte von Davidia's repräsentieren sollten.
Für die Reise brauchte Wilson Dolmetscher, Träger, Führer, die seine Sammelausrüstung, wissenschaftliche Instrumente sowie Nahrung und Medikamente transportierten.
Sein erstes Reiseziel lag in der Nähe von Badong. Wo er allerdings nach mühsamer, teils gefährlicher Reise nur noch einen Baumstumpf eines Taubenbaumes fand. Woraufhin er sehr frustriert war. Einen Monat später fand er dann endlich einen blühenden Taschentuchbaum (neben Acer griseum, A. oliverianum, Viburnum rhytidophyllum, Clematis montana var. rubens,..). Er sammelte fleissig jede Menge Samen die er nach England verschickte wo er sich kurz danach auch wieder begab.
Veitch freute sich über die riesige Auswahl an neuen Pflanzen die Wilson mitgebracht hatte, einziger Vermutstropfen war, dass der Franzose Paul Guillaume Farges schon 1897 Samen des Taschentuchbaumes nach Paris mitgebracht hatte. Davon hatte ein Samen gekeimt. Das Attribut 'Eingeführt von' wurde Veitch abgesprochen.
Schlimmer noch war, dass keiner der von Wilson mitgebrachten Samen keimen wollte. Keiner wusste eben, dass die Samen mindestens 18 Monate abwechselnd Kälte und Wärme brauchen um zu keimen. Zu ihrer grossen Erleichterung keimten die Samen dann doch und tausende von Pflanzen konnten aufgezogen werden.
Danke für's mitmachen und nochmal Gratulation an alle die gelöst haben.
Schöne Woche an alle.
LG Nalis