Eichensetzlinge gehen kaputt
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Turbomichi
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Eichensetzlinge gehen kaputt
Hallo liebes Baumkunde-Forum,
ich habe sowohl letztes Jahr (Roteichen) im Februar, als auch zu Beginn dieses Jahres (Stieleichen) Eicheln in kleinen Töpfen angezogen.
Leider sind alle der ca. 30 aufgegangenen Eicheln früher oder später eingegangen. Ich hatte sie in 20 cm großen Töpfen mit Anzuchterde vom Baumarkt. Sie stehen/standen an einer Fensterfront an der unterschiedlichen Pflanzen (Tulpenbaum, Granatapfelbaum, Buche, Hainbuche, Mammutbaum, unterschiedliche Kakteen, Mimosen, Yuccapalme, etc.) sehr gut wachsen. Auf dem ersten Photo sieht man, wie es im fortgeschrittenen Stadium ausschaut. Das Zweite zeigt nur an der Spitze des Blattes ein braune Verfärbung, die sich aber irgendwann über den ganze Baum erstreckt. Früher oder später werden alle Blätter dunkelbraun. Manchmal noch recht klein (5 cm) oder auch größer (20 cm). Ich denke nicht, das ich zuviel oder zu wenig gegossen habe, aber vielleicht kann mich ja hier jemand auf Fehler aufmerksam machen. Ich bin nur etwas ratlos, weil alle anderen Pflanzen an diesem Standort unter diesen Bedingungen ohne Probleme wachsen.
Vielen Dank
ich habe sowohl letztes Jahr (Roteichen) im Februar, als auch zu Beginn dieses Jahres (Stieleichen) Eicheln in kleinen Töpfen angezogen.
Leider sind alle der ca. 30 aufgegangenen Eicheln früher oder später eingegangen. Ich hatte sie in 20 cm großen Töpfen mit Anzuchterde vom Baumarkt. Sie stehen/standen an einer Fensterfront an der unterschiedlichen Pflanzen (Tulpenbaum, Granatapfelbaum, Buche, Hainbuche, Mammutbaum, unterschiedliche Kakteen, Mimosen, Yuccapalme, etc.) sehr gut wachsen. Auf dem ersten Photo sieht man, wie es im fortgeschrittenen Stadium ausschaut. Das Zweite zeigt nur an der Spitze des Blattes ein braune Verfärbung, die sich aber irgendwann über den ganze Baum erstreckt. Früher oder später werden alle Blätter dunkelbraun. Manchmal noch recht klein (5 cm) oder auch größer (20 cm). Ich denke nicht, das ich zuviel oder zu wenig gegossen habe, aber vielleicht kann mich ja hier jemand auf Fehler aufmerksam machen. Ich bin nur etwas ratlos, weil alle anderen Pflanzen an diesem Standort unter diesen Bedingungen ohne Probleme wachsen.
Vielen Dank
Re: Eichensetzlinge gehen kaputt
Eichen legen in unseren Breitengraden normalerweise eine Winterpause ein und deshalb MÜSSEN sie draußen überwintert werden.
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Cryptomeria
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Re: Eichensetzlinge gehen kaputt
Sind sie denn wirklich eingegangen oder haben sie nur - natürlicherweise in dieser Jahreszeit - die Blätter verloren?
VG Wolfgang
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Re: Eichensetzlinge gehen kaputt
Hy!
Ähnliches Phänomen hatte ich ebenfalls. Letzten Winter Eicheln von Quercus acerifolia ergattert (sind wohl eher shumardii, aber egal), und gedacht, ich ziehe die mal im Haus an. Alle im Wasserbad abgesunkenen Eicheln machte ich drin, die vier auch nach drei Tagen noch oben schwimmenden steckte ich trotzdem, aber außerhalb, zu den Q. stellata und marilandica- Eicheln in den kalten Kasten.
Die im Haus keimten und wuchsen erst gut, mit der Frühlingssonne aber kriegten die exakt dieselben Laubprobleme, und gingen im Freiland dann über den Sommer allesamt fast ein. Von den halb tauben Eicheln, die weiterhin schwammen, keimten doch noch zwei, im exakt selben Substrat, nur eben unter Freilandbedingungen, und diese wuchsen stark und kräftig auf. Gar kein Vergleich zu den früh im Haus angezogenen (auch Februar gewesen), die zwar noch aus bodennahen Augen austreiben konnten, aber dadurch gegenwärtig sehr schwächlich sind.
Ich habe daraus gelernt, dass man zumindest bezüglich Eichen die Natur nicht meinen sollte, austricksen zu können, und sie lieber im natürlichen Rhythmus im Freiland anzuziehen. Durch die zwei Monate Zeitersparnis, die ich mir ausrechnete, habe ich da nun ein komplettes Jahr Rückschlag, mindestens.
Ähnliches Phänomen hatte ich ebenfalls. Letzten Winter Eicheln von Quercus acerifolia ergattert (sind wohl eher shumardii, aber egal), und gedacht, ich ziehe die mal im Haus an. Alle im Wasserbad abgesunkenen Eicheln machte ich drin, die vier auch nach drei Tagen noch oben schwimmenden steckte ich trotzdem, aber außerhalb, zu den Q. stellata und marilandica- Eicheln in den kalten Kasten.
Die im Haus keimten und wuchsen erst gut, mit der Frühlingssonne aber kriegten die exakt dieselben Laubprobleme, und gingen im Freiland dann über den Sommer allesamt fast ein. Von den halb tauben Eicheln, die weiterhin schwammen, keimten doch noch zwei, im exakt selben Substrat, nur eben unter Freilandbedingungen, und diese wuchsen stark und kräftig auf. Gar kein Vergleich zu den früh im Haus angezogenen (auch Februar gewesen), die zwar noch aus bodennahen Augen austreiben konnten, aber dadurch gegenwärtig sehr schwächlich sind.
Ich habe daraus gelernt, dass man zumindest bezüglich Eichen die Natur nicht meinen sollte, austricksen zu können, und sie lieber im natürlichen Rhythmus im Freiland anzuziehen. Durch die zwei Monate Zeitersparnis, die ich mir ausrechnete, habe ich da nun ein komplettes Jahr Rückschlag, mindestens.
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Turbomichi
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Re: Eichensetzlinge gehen kaputt
Hallo Wolfgang die Roteichen vom letzten Jahr habe ich im Februar angepflanzt und sie haben ihre Blätter zwischen März und Mai verloren und sind seitdem nicht mehr gewachsen.Cryptomeria hat geschrieben: ↑21 Jan 2021, 19:04Sind sie denn wirklich eingegangen oder haben sie nur - natürlicherweise in dieser Jahreszeit - die Blätter verloren?
VG Wolfgang
Die Eichen dieses Jahr sind zu Beginn des neuen Jahres aufgewachsen. Vielleicht sind sie noch im Wintermodus.
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Turbomichi
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Re: Eichensetzlinge gehen kaputt
Hallo Andreas,Andreas75 hat geschrieben: ↑21 Jan 2021, 20:58Hy!
Ähnliches Phänomen hatte ich ebenfalls. Letzten Winter Eicheln von Quercus acerifolia ergattert (sind wohl eher shumardii, aber egal), und gedacht, ich ziehe die mal im Haus an. Alle im Wasserbad abgesunkenen Eicheln machte ich drin, die vier auch nach drei Tagen noch oben schwimmenden steckte ich trotzdem, aber außerhalb, zu den Q. stellata und marilandica- Eicheln in den kalten Kasten.
Die im Haus keimten und wuchsen erst gut, mit der Frühlingssonne aber kriegten die exakt dieselben Laubprobleme, und gingen im Freiland dann über den Sommer allesamt fast ein. Von den halb tauben Eicheln, die weiterhin schwammen, keimten doch noch zwei, im exakt selben Substrat, nur eben unter Freilandbedingungen, und diese wuchsen stark und kräftig auf. Gar kein Vergleich zu den früh im Haus angezogenen (auch Februar gewesen), die zwar noch aus bodennahen Augen austreiben konnten, aber dadurch gegenwärtig sehr schwächlich sind.
Ich habe daraus gelernt, dass man zumindest bezüglich Eichen die Natur nicht meinen sollte, austricksen zu können, und sie lieber im natürlichen Rhythmus im Freiland anzuziehen. Durch die zwei Monate Zeitersparnis, die ich mir ausrechnete, habe ich da nun ein komplettes Jahr Rückschlag, mindestens.
danke für die Info. Dann war ich wohl zu ungeduldig. Wann hast du die Eicheln dann unter Freilandbedingungen rausgebracht?
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Cryptomeria
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Re: Eichensetzlinge gehen kaputt
Bei allen Pflanzen kann man leicht die Probe machen, um zu sehen , ob noch Leben da ist. Man muss nur leicht mit dem Fingernagel an der Rinde kratzen. Ist darunter alles grün, o.k. , ist es braun, dann kann man den Zweig oder das Stämmchen meist auch brechen und das Leben ist dahin.
VG wolfgang
VG wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Re: Eichensetzlinge gehen kaputt
Michi: Im späten Januar/ frühen Februar.
Ganz normal- bekommen, gesteckt, raus damit (mit Gitter drüber, damit die Elstern sie nicht als Winterfutter nutzen). Die kamen dann quasi vollzählig im April/ Mai zum Vorschein und haben sich richtig gut gemacht, die marilandica dann im Herbst auch teils eine richtig schöne Rotfärbung bekommen. Und manche sind sogar jetzt noch im Laub.
Die Mickerliesen aus der Anzucht im Hause hoffe ich dieses Jahr zu natürlichem Wuchs zu bekommen. Wie gesagt: Die aus dem Haus allesamt fast abgestorben (zwei auch tatsächlich) und jetzt mickerig, die beiden doch noch gekeimten im Freiland stark und kräftig. Exakt selbes Substrat, also war es ohne Zweifel die Kulturmethode- und der Zeitpunkt des Keimens.
Ganz normal- bekommen, gesteckt, raus damit (mit Gitter drüber, damit die Elstern sie nicht als Winterfutter nutzen). Die kamen dann quasi vollzählig im April/ Mai zum Vorschein und haben sich richtig gut gemacht, die marilandica dann im Herbst auch teils eine richtig schöne Rotfärbung bekommen. Und manche sind sogar jetzt noch im Laub.
Die Mickerliesen aus der Anzucht im Hause hoffe ich dieses Jahr zu natürlichem Wuchs zu bekommen. Wie gesagt: Die aus dem Haus allesamt fast abgestorben (zwei auch tatsächlich) und jetzt mickerig, die beiden doch noch gekeimten im Freiland stark und kräftig. Exakt selbes Substrat, also war es ohne Zweifel die Kulturmethode- und der Zeitpunkt des Keimens.
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Turbomichi
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Re: Eichensetzlinge gehen kaputt
Vielen Dank für die Tips. Ich werd mich gleich mal darum kümmern.
Liebe Grüße Turbomichi
Liebe Grüße Turbomichi