Baum des Jahres 2013 - Malus sylvestris - Fotosammlung

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LCV
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Baum des Jahres 2013 - Malus sylvestris - Fotosammlung

Beitrag von LCV »

Hallo Baumfreunde,

wenden wir uns dem nächsten Baum auf unserer Liste zu, dem Apfelbaum,
der naturgemäß in zahlreichen Sorten verkauft wird.

Es wäre aber toll, wenn wir Fotos der Urform finden könnten.

Gruß Frank

AndreasG.
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Re: Baum des Jahres 2013 - Malus sylvestris - Fotosammlung

Beitrag von AndreasG. »

Ich weiß, Einigkeit besteht darüber noch nicht, aber unser heimischer Wildapfel ist nicht der Urahn der Kulturäpfel, sondern nur ein naher Verwandter.

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LCV
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Re: Baum des Jahres 2013 - Malus sylvestris - Fotosammlung

Beitrag von LCV »

Hallo Andreas,

ich weiß das auch. Vor ein paar Jahren hat mal ein Forscherteam den Urahnen
irgendwo in einem asiatischen Land entdeckt. Irgendein ...stan.

Ich habe aber nach der Urform von Malus sylvestris gefragt, also nicht den
tausenden Sorten, die von wem auch immer abstammen mögen.

Gruß Frank

AndreasG.
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Re: Baum des Jahres 2013 - Malus sylvestris - Fotosammlung

Beitrag von AndreasG. »

Es war Kasachstan. Aber Fotos vom Wildapfel sind natürlich trotzdem sehenswert. Auch wenn der eher als Strauch denn als Baum wächst und reinerbig vermutlich kaum noch zu finden sein dürfte. Eindeutig zu unterscheiden von einem Baum, der irgendwo aus einem weggeworfenen Apfel entstanden ist, dürfte ebenso schwer werden.
Aber vor circa zehn/fünfzehn Jahren gab es mal billig bei Baumschulen nachgezogene Exemplare. Vielleicht sind ja irgendwo fotogene Bäume daraus entstanden.

Babs
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Re: Baum des Jahres 2013 - Malus sylvestris - Fotosammlung

Beitrag von Babs »

Hallo zusammen,
den hier hab ich vor zwei Jahren am Rhein, Stauwehr Märkt, fotografiert und war mir nicht sicher, ob es die Wildform ist.
Wildapfel.jpg
Wildapfel.jpg (234.09 KiB) 432 mal betrachtet
LG Babs

Spinnich
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Re: Baum des Jahres 2013 - Malus sylvestris - Fotosammlung

Beitrag von Spinnich »

AndreasG. hat geschrieben:
20 Sep 2020, 14:12
Es war Kasachstan. Aber Fotos vom Wildapfel sind natürlich trotzdem sehenswert. Auch wenn der eher als Strauch denn als Baum wächst und reinerbig vermutlich kaum noch zu finden sein dürfte. Eindeutig zu unterscheiden von einem Baum, der irgendwo aus einem weggeworfenen Apfel entstanden ist, dürfte ebenso schwer werden.
Aber vor circa zehn/fünfzehn Jahren gab es mal billig bei Baumschulen nachgezogene Exemplare. Vielleicht sind ja irgendwo fotogene Bäume daraus entstanden.
Zur Unterscheidung vom Kulturapfel sind laut Wikipedia 2 Merkmale heranzuziehen: "Die Unterseite der Blätter des Holzapfels weist im Unterschied zum Kulturapfel keine oder nur eine geringe Behaarung auf...Ein wichtiges Abgrenzungsmerkmal zwischen Wildapfel und verwilderten Kulturäpfeln ist die Stellung der Kelchblätter; der Wildapfel hat relativ schmale, lange Kelchblätter, die alle zusammenstehen. Bei verwilderten Kulturäpfeln, die ansonsten nicht von Wildäpfeln zu unterscheiden sind, ist mindestens ein Kelchblatt umgeschlagen."

Auch wenn man heute von mehreren beteiligten Wildäpfeln bei der Entstehung des Kulturapfels und seiner zahlreichen Sorten ausgeht, der Holzapfel war vermutlich nicht beteiligt. Dennoch gibt es (leider) keine Schranke für eine Hybridisierung.

Die Bedrohung und der Rückgang dürften aber in erster Linie auf den Rückgang der Beweidung zurückzuführen sein.
Nach der Darmpassage gefressener Äpfel konnten diese sich im Dung als Keimbett in der durch die Beweidung offenen Fläche ohne Konkurrenzdruck ausbreiten. Ähnliches gilt auch für den großfrüchtigen Asiatischen Wildapfel dessen süsser Geschmack durch die Vorliebe seiner Nutzer, der Braunbären selektiert worden sein soll.
Leider ist auch dieser Wildapfel mit ehemals großen Beständen aus der Region um Alma Ata (bedeuted Vater der Äpfel) weitgehend durch Abholzung verschwunden und in seinen Heimatgebieten vom Aussterben bedroht.
Immerhin wurde aber auch der bittere kleine Holzapfel vor Einführung der Kulturäpfel genutzt, gedörrt oder gekocht ist er genießbar. Auch als Bestandteil von Bier konnte man ihn gebrauchen.

Nach genetischen Studien ist zumindest die Teilhabe des Malus sieversii, des Asiatischen Wildapfel gesichert, aber auch ein kleinefruchtiger (2-3 cm), süßsaurer, aber wie unser Holzapfel bitterer Vertreter, der Kaukasusapfel oder Orientapfel (Malus orientalis) soll bei der Ausbreitung über die Seidenstraße seine Gene mit eingebracht haben. Auch von diesen kleinfruchtigen bitteren Äpfeln wurden/werden die Früchte in meist verarbeiteter Form genutzt, etwa gekocht, als Saft oder Marmelade.

Die Beteiligung des Kaukasusapfels kann vermutlich wegen dessen Anfälligkeit für Schorf, Mehltau und Feuerbrand auch negative Eigenschaften an den Kulturapfel übertragen haben, wogegen der Asiatische Apfel recht robust zu sein scheint (er kann mindestens bis 300 Jahre alt werden und dabei 1-2 m dick)
Mittlerweile werden außerhalb seines Verbreitungsgebietes Wildbäume des M. sieversii zur Erhaltung und Erforschung nachgezüchtet.

LG Spinnich 8)
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- Georg Christoph Lichtenberg -

AndreasG.
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Re: Baum des Jahres 2013 - Malus sylvestris - Fotosammlung

Beitrag von AndreasG. »

Ja, das weiß ich. Ein paar echte Wildäpfel existieren noch und irgendwo gab es mal eine Website und eine Minifirma, die versucht haben, die Produkte daraus an den Mann zu bringen. Hab jetzt aber keine Lust zu suchen.
Malus sieversii gilt als weitestgehend gesichert. Nur die oben genannten Unterscheidungsmerkmale sind doch sehr gering. Die Früchte sind dann halt etwas anders. Mich würde mal interessieren, ob die beiden Bäume von verschiedenen Tieren (Insekten) genutzt werden oder ob sich sämtliche Arten nahtlos des Kulturapfels annahmen, als der zur Verfügung stand.

AndreasG.
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Re: Baum des Jahres 2013 - Malus sylvestris - Fotosammlung

Beitrag von AndreasG. »

Babs hat geschrieben:
20 Sep 2020, 21:43
Hallo zusammen,
den hier hab ich vor zwei Jahren am Rhein, Stauwehr Märkt, fotografiert und war mir nicht sicher, ob es die Wildform ist.
Zu 99% nicht. Da hat mal jemand einen Apfelgriebs weggeworfen.

Spinnich
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Re: Baum des Jahres 2013 - Malus sylvestris - Fotosammlung

Beitrag von Spinnich »

in der Schwäbischen Alb - in Baden-Württemberg mit Ausläufern nach Bayern und in die Schweiz gelegen - wurden kleine Mengen des Holzapfels traditionell dem Apfelsaft aus Kulturäpfeln als Würze zugesetzt. Dort müssen dann wohl auch noch Vorkommen existieren.

LG Spinnich :wink:
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