Baptisia australis

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LCV
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Baptisia australis

Beitrag von LCV »

Hallo Gartenfreunde,

Baptisia australis ist kein richtiger Strauch, sondern eine mehrjährige
krautige Pflanze. Ich habe die zufällig entdeckt und eine Samenhülse
mitgenommen. Werde mal versuchen, ob die Samen keimen.
Lt. Wikipedia soll diese Pflanze mit praller Sonne und steinigem Boden
klar kommen. Das wäre ja vielleicht etwas für meinen Balkon (Südseite).
Hat jemand Erfahrung mit dieser Pflanze?

Wird auch unter "Falscher Indigo" oder Indigolupine geführt. Die Pflanze
stammt aus Nordamerika (trotz des Namens) und wurde zum Färben
verwendet. Deshalb auch der weitere Name "Blaue Färberhülse".

Muss man die Samen stratifizieren?

Gruß Frank

Spinnich
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Re: Baptisia australis

Beitrag von Spinnich »

Vor 2 Jahren hatte ich aus einem japanischen Garten Saatgut mitgenommen und erfolgreich 3 Sämlinge angezogen.
Leider bekam meine Frau einige Gewürzpflanzen geschenkt, die uns Spinnmilben in unsere Wohnung brachten, die mir einige Pflanzen schädigten oder killten und auch die Sämling ruck-zuck um die Ecke brachten.
Von dem nächsten Urlaub konnte ich wieder Saatgut mitbringen und dieses Jahr sind die beiden verbliebenen Sämlinge schon deutlich weiter in der Entwicklung. Nach ca. 3 Jahren sollten die Pflanzen dann (in 2 Jahren) soweit sein erstmals zu blühen.
Auch meine Kultur von Asclepias syriaca war nicht so einfach wie gedacht und gerade mal 2 Sämlinge (1x Topf, 1x Gewächshaus) haben das 2te Jahr erlebt. Aber ab jetzt geht es gut voran.
Sobald eine gewisse Mindestgröße erreicht ist, sind manche Arten robust und pflegeleicht. Ich bin also auch bei der Blauen Färberhülse - Indigolupine recht optimistisch, dass es gelingt die schöne Blütenpflanze dauerhaft etablieren zu können. Die Frosthärte (-18°C) sollte ja für die derzeitigen Winter kein Problem darstellen.
Bin da also recht optimistisch.

Stratifizieren kann vielleicht die Keimquote verbessern, aber es geht definitiv auch ohne. Mag sein dass bei der Aussaat im Balkonkasten einige Samen (Retama rhodorhizoides, Mirabilis jalapa, Salvia argentea und eine Baptisia australis, definitiv nicht Periploca laevigata) von einem Kälteeinbruch profitiert haben, der meine Strohblume und meinen Geranien zugesetzt hatte (trotz Abdeckung mit Töpfen).

Die Keimung der Periploka und der Baptisia gelang allerdings (nur/ebenfalls) im beheizten Zimmergewächshaus.

Viel Erfolg

LG Spinnich :mrgreen:
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

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LCV
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Re: Baptisia australis

Beitrag von LCV »

Hallo Dieter,

danke. Spinnmilben hatte ich auch an zwei meiner drei Xanthoceras sorbifolium.
Eine habe ich umquartiert und die andere mehrmals täglich besprüht, Wasser mit
etwas Flüssigseife. Dann sieht man auch die feinen Netze. Der am schlimmsten
betroffene Sämling wurde von allen Blättern befreit, aber täglich gegossen. Nach
ca. 4 Wochen nun kommen an der Spitze neue Blättchen.

Nachdem ich gesprüht habe, nehme ich ein Stück angefeuchtetes Küchenpapier
und drücke die Blätter ganz leicht damit beidseitig. Dann bleibt das meiste von den
Milben und Netz hängen.

Etwas anderes habe ich an meiner Sandkirsche. Da traten plötzlich Löcher in den Blättern
auf. Mit der Lupe konnte man dann winzige schwarze Würmchen (oder Maden) erkennen.
Wie ein dünner schwarzer Strich von 2 mm Länge. Die Kirschen sind aber schon so
kräftig, dass da wohl keine Gefahr besteht.

Gruß Frank

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