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Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 18 Aug 2019, 18:25
von Accelerater
Guten Abend

Jemanden stören Wurzelstockausschläge im Rasen, sprich es sprießen z. B. unzählige Sauerkirschbäume.

Würde das oben genannte Herbizid helfen, ohne den Mutterbaum zu schädigen?

Kann dieser Einsatz im Baum nachgewewiesen werden?

Schönen Sonntag noch

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 18 Aug 2019, 18:29
von JDL
ohne den Mutterbaum zu schädigen: nein:
alles was in verbindung steht mit dem Wortel/Mutterbaum/Ausschläge kan sterven

grtjs

Jan

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 18 Aug 2019, 18:37
von Babs
Round up ist schlimm! Macht alles kaputt. Hab ich im Studium im Wald erlebt - da wächst nix mehr.
Amphibienschädlich.

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 18 Aug 2019, 21:08
von Accelerater
Ich befürchte nämlich, daß genau das mein Nachbar tun wird und dann stellt sich mir die Frage was ich tun kann??

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 18 Aug 2019, 21:27
von Babs
Das wäre aber echt :evil: ne!
Kann man da nicht mal mit vernünftigen Argumenten - wie Bienenschutz und Umweltschädlichkeit und gesundheitsschädlich- was versuchen?
Man kann doch auch abmähen, oder?

Hier mal Gegenargumente/Info, evtl. liest dein Nachbar das eher:
https://www.gartengnom.net/glyphosat/

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 18 Aug 2019, 22:07
von Accelerater
Hallo Babs,
Danke für den Link, aber das interessiert den nicht.
Der will die Wurzeln und Ausleger weg haben und fertig. Umweltschutz ist dem egal und Glyphosat wird eh in der Landwirtschaft eingesetzt, also glaubt er das wird schon abgebaut usw

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 18 Aug 2019, 22:15
von Babs
Ja, die Landwirschaft..... und die Politik.
Dass die das mit dem Glyphosat nicht auf die Reihe gekriegt haben - schlimm.

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 18 Aug 2019, 23:01
von JDL
Die Wurzeln und Ausleger für die Grenze zum Nachbarn zu schnitzen/hacken, ist die einzige (aber vielleicht sehr intensive) Möglichkeit ...

grtjs

Jan

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 19 Aug 2019, 00:22
von Yogibaer
Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat sind systemisch wirkende Herbizide. Das heißt, das Mittel wird von den Blättern resorbiert und wandert mit den Saftstrom in alle Pflanzenteile, Wurzeln inbegriffen. Werden Wurzelschösslinge mit diesen Wirkstoff behandelt geht dieses Mittel natürlich auch in den "Mutterbaum" und schädigt diesen. Je nach Menge und Konzentration kann es zum Absterben des Baumes kommen.
Noch etwas, hört bitte mit der Polemik gegen PSM mit den Wirkstoff Glyphosat auf. Dieser Wirkstoff hat nach wie vor eine amtliche Zulassung in Pflanzenschutzmitteln.
Gruß Yogi

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 19 Aug 2019, 09:41
von Cryptomeria
Ich nehme eine ausgezogene Teleskopschere und schneide die Ausschläge bodentief ab. So brauche ich mich nicht bücken. Aber natürlich muss man immer mal wieder etwas entfernen.
VG Wolfgang

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 19 Aug 2019, 09:45
von LCV
Yogibaer hat geschrieben:
19 Aug 2019, 00:22
Noch etwas, hört bitte mit der Polemik gegen PSM mit den Wirkstoff Glyphosat auf. Dieser Wirkstoff hat nach wie vor eine amtliche Zulassung in Pflanzenschutzmitteln.
Gruß Yogi
Ich denke, Polemik wäre es, wenn die Kritik nicht berechtigt wäre. Die noch bestehende Zulassung ist aber nur der Lobbyarbeit zugunsten derer zu verdanken, denen wirtschaftliche Interessen wichtiger sind als Naturschutz. Das ist der eigentliche Skandal! E605 hatte auch eine amtliche Zulassung, bis man endlich gemerkt (oder zugegeben) hatte, dass es ein sehr gefährliches Gift ist. Aber als es hierzulande verboten wurde, haben die Hersteller es noch einige Zeit in die Dritte Welt verkauft, wo man es mit solchen Dingen nicht so genau nahm und z.T. auch noch nimmt.

Die Kritik richtet sich gegen Hersteller und Politik, die es wieder einmal nicht auf die Reihe bringen, ein als gefährlich erkanntes Mittel SOFORT aus dem Verkehr zu ziehen. Statt dessen wird jahrelang diskutiert. Erschwerend kommen die Strukturen der EU hinzu, wo einzelne Staaten ein EU-weites Verbot blockieren.

Als Erstmaßnahme hätte man Glyphosat aus dem allgemeinen Verkauf herausnehmen müssen und als Übergang nur noch kleine Mengen an Landwirte zuteilen dürfen. So etwas gehört nicht in Privathand!

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 19 Aug 2019, 13:12
von Babs
Danke Frank!

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 20 Aug 2019, 18:02
von Gata
LCV hat geschrieben:
19 Aug 2019, 09:45


Als Erstmaßnahme hätte man Glyphosat aus dem allgemeinen Verkauf herausnehmen müssen
Hallo, ich weiss nicht wo ihr lebt, aber bei uns gibt es Glyphosat gar nicht mehr zu kaufen. Verboten.
Ich wollte es tatsächlich vor einigen Monaten kaufen, um meinen Bambus zu killen.
Es war in der hiesigen Genossenschaft aber nicht mehr erhältlich.
Die Bambusausläufer sind schon beim Nachbarn in der Einfahrt angekommen, und ich weiss nicht, wie ich ihn beseitigen kann.
Glyphosat war meine letzte Idee.

LG

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 02 Sep 2019, 13:50
von Hessekopp
Hallo zusammen,

nach meiner Erfahrung ist Glyphosat keineswegs das angepriesene Wundermittel und kaum in der Lage, ernstzunehmenden unerwünschten Pflanzenbewuchs nachhaltig zu schädigen.
Gräser sterben zwar oberirdisch ab, kommen aber in aller Regel schon nach wenigen Wochen komplett wieder. Ein Azubi von mir hat mal einen Weg mit Glyphosat abgespritzt, dabei keinen Spritzschutz zum Rasen hin verwendet und der Rasen wurde auf grob 20cm komplett braun. Nach 12 Wochen sah der Rasen aus, als wäre nie was gewesen. Auf ausgewachsenen Carex scheint es keine nennenswerte Wirkung zu haben, wie ich mehrfach bemerkte. Ich bezweifle stark, dass man etwas widerstandsfähiges wie einen Bambus mit Glyphosat auch nur ansatzweise nachhaltig beeindrucken kann.
In der Landwirtschaft geht es beim Einsatz von Glyphosat vor allem darum, der Nutzpflanze ausreichend Wachstumsvorsprung zu geben ... mehr kann Glyphosat kaum gewährleisten.
Glyphosat wird einen (älteren) Kirschbaum kaum nachhaltig schädigen, wohl aber schwächen. Da sich die Kirsche dazu entschlossen hat, sich oberirdisch zu verjüngen, wird sie aber eh schon geschwächt sein. Eine weitere Schwächung wird den Wurzelausschlag also deutlich verstärken.
Cryptomerias Herangehensweise des regelmäßigen Abweidens scheint mir die einzig sinnvolle zu sein, die NICHT den Baum weiter schädigt. Das Kappen von stärkeren Wurzeln verstärkt nur den Antrieb der Kirsche, sich zu verjüngen und öffnet zudem Pilzen Tür und Tor, welche die Pflanze noch weiter schwächen bis töten und so zu noch mehr Wurzelausschlag führen.
Das regelmäßige Abweiden beseitigt nur die Symptome, die Kirsche wird weiter wie irre Wurzelausschlag bilden, sie will das halt, weil sie es für nötig hält.

Edith meint noch, dass die Kirsche nicht zwingend geschwächt sein muss, sondern eventuell nur eine "gelangweilte" Unterlage mit überschüssig Dampf hat oder aber eine solche, für die Wurzeltriebe völlig normal sind. Beides ändert nichts an meiner Aussage oben.

Re: Glyphosateinasatz (Round up) beim Wurzelstockausschlag

Verfasst: 15 Sep 2019, 21:07
von Accelerater
Der Baum wie auch die Weide sind nun seit zwei Wochen kahl.
Ich habe einen Ast entfernt u. dieser zeigt seit zwei Tagen Wurzelansätze in einem Wasserbehälter.

Nun frage ich mich wie ich das zu bewerten habe?