Der Gewürzpflanzenthread

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AndreasG.
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von AndreasG. »

Ich habe vor drei Jahren mal Tomatensamen einer sehr kleinfrüchtigen Rispentomate gekauft, bei der die Früchte nur wenig größer werden als Physalis.
Sieht irgendwie lustig aus, schmeckt aber eher sauer und nicht besonders gut. Vielleicht fehlt auf meinem Balkon auch ausreichend Sonne, um sie wirklich gut abreifen zu lassen. Ich ernte sie trotzdem, von wegen eigener Anbau muss ja was besonderes sein, aber über die Jahre ist der Geschmack nicht wirklich besser geworden. Trotzdem erscheint diese Sorte jedes Jahr wieder irgendwo in meinen Töpfen. Die meisten entferne ich, aber eine lasse ich stehen. Die Sämlinge sind wirklich hart im Nehmen und überstehen auch leichte Nachtfröste.

Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin Spinnich/Dieter,

Tomatillos habe ich dieses Jahr auch zum ersten mal in der Pflege, nachdem ich hörte, sie ließe sich so leicht anbauen, wie die Andenbeere.
Und wie die Chilis schiebt auch sie schon Blüten und Früchte.

LG Chelterrar
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Spinnich
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Spinnich »

Welche Tomatillo Sorte hast Du denn gesät?

Deine Pflanzen sind schon prächtig, meine erst vor kurzem gesät,
da ich bei der Suche für Saatgut zu Jaltomate und Erdbirne (auch erstmals bei mir in Kultur) erst zufällig auf die Informationen zu der Pflanze und der Sortenvielfalt gestoßen war.
Auch von der Jaltomate gibt es diverse Sorten, genauer gesagt Arten, wovon einige auch als Tomatito bezeichnet werden.
Die größte Bandbreite an Sämereien und Sorten bietet hier wohl Deaflora,
habe aber Tomatillo (Purple und Aurora) im Biogartenversand Hof Jeebel bestellt, weil ich dort gleich noch günstig Erdbirne (Apios americana) mitbestellen konnte. Die Keimung geht jeweils sehr schnell nach wenigen Tagen.

Übrigens soll die Erdbirne ja bei uns völlig winterhart sein!

Lassen wir uns mal überraschen.

LG Spinnich :mrgreen:
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Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin Spinnich,

Ich hatte, auch wie du, die Tomatillo "Purple" gesät und war sehr erstaunt, wie unkompliziert die Pflanze sich entwickelt.
Es stimmt, die Auswahl bei Deaflora ist gigantisch, nicht nur von den Sorten, auch die Arten die man dort erhält (Mashua, Olluco, Erdbirne usw.) haben fast schon Monopolstellung dort. Besonders die Erdbirne sollte ich auch einmal probieren, auch wenn ich aktuell noch auf die ergiebigere Sorte warte.

LG Chelterrar

Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin,

nachdem jetzt einige zeit vergangen ist, wäre es wohl nun spannend zu erfahren, wie es mit den Chilis weitergegangen ist. Nachdem es draußen Mitte Juni deutlich entspannter auch wegen der Nachttemperaturen wurde, sind alle Chilis in großen 18,5L Töpfen aus dem Gewächshaus gewandert. Dort wurden sie dann wöchentlich etwas gedüngt und fingen an zu wachsen. Leider war der Sommer 2020 sehr unfair zwischen Norden und Süden geteilt, so dass im Juli im Südwesten gerne mal 32°C waren, während im Norden kaum mehr als 19°C erreicht wurden. Dazu hatte es fast den ganzen Juli immer wieder teils stark geregnet. Die Chilis haben aufgrund dessen eine leichte Wachstumsverzögerung erfahren und die Reife der Früchte zog sich bis ins Unendliche.

Nachdem dann Anfang August der Sommer auch mal den Norden erreichte und es knapp 2 Wochen lang nahezu jeden Tag 25°C+ gab, mit teilweise Spitzen von 30°C-31°C, konnte man fast täglich das rote Abreifen der Chilis im Turbotempo beobachten, was dann auch zur ersten Ernte führte, die erstaunlich groß ausfiel. Ich hätte nicht gedacht, dass es in einem durchwachsenen Sommer im Norden möglich wäre, so viele verschiedene Chilis in Vollreife ernten zu können, gerade auch, weil einige Sorten über 50 Früchte trugen.

Insgesamt machen Chilis sehr viel Spaß und sind recht unkompliziert, da man sofort sieht, wann welche reif sind und sie immer wieder Chilis ansetzen und komplett durchblühen. Dennoch gibt es recht deutliche Unterschiede zwischen den Gattungen, während die Anuums überwiegend aufstrebend wachsen, jedoch sehr früh blühen und fruchten, sind die Baccatums erst deutlich später in Blüte und weisen im Vergleich auch ein deutlich höheres und kräftigeres Wachstum auf. Beide tragen jedoch gut Früchte und schaffen es auch bis zur Reife. Die Frutescens sind überwigend kompakte Anuums und die Pubescens ähneln den Baccatums, wachsen jedoch langsamer und verholzen schneller. Die Chinense unterscheiden sich drastisch von den anderen. Einerseits wachsen sie sehr solitär und deutlich langsamer und kompakter, andererseits scheinen sie das Gewächshaus lieber gemocht zu haben, denn anfangs warfen sie fast jede Blüte ab und es gab kaum Fruchtansatz. Dank des Augustes scheinen einige sich nun wieder besser zu entwickeln und mehr Früchte anzusetzen, dennoch ist nahezu jede ausgereifte Frucht deutlich kleiner, als sie sein soll.

Geschmacklich sind die meisten Anuums sich recht ähnlich, sehr schnell zeigt sich die schärfe, die recht intensiv sein kann. Der Geschmack ist wie eine fruchtige Paprika, bei einigen gibt es rauchige Komponenten, bei einigen frische, aber ähneln tun sie sich alle. Die Baccatums haben einen anderen, fruchtigeren Geschmack, der stark mit der Sorte variiert. Am meisten beeindruckt war ich jedoch von der gelben Baumchili (Manzano Amarillo), die einen sehr exotisch/fruchtigen Geschmack hatte, jedoch ist die Schärfe dieser Chilis anders und irgendwie sehr brutal gegenüber jener, der meisten Anuums. Die schärfe fühlt sich auch irgendwie "voller" an, brennt aber nicht länger, als bei den Anuums. Die Chinense sind die gemeinsten Chilis, nicht nur, weil sie die schärfsten sind, sondern auch, weil sie in den ersten 5-10 Sekunden extrem lecker und fruchtig schmecken, komplett ohne Schärfe und dann bezüglich der Schärfe komplett explodieren. Die Aji Charapita ist so ein Kanditat, die ich schon sehr scharf fand, weshalb ich die Red Savina wohl nicht pur probieren werde, ebenso nicht die Carolina Reaper.

Dann habe ich noch ein paar Bilder, einerseits von der Ernte, andererseits von den Pflanzen.

LG Chelterrar

Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

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Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

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bee
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von bee »

Hallo,
das ist ja ein richtig grüner "Chili-Dschungel" bei dir. Was machst du denn mit der mengenmäßig hervorragenden Ernte - gebrauchst du sie überwiegend frisch selbst/in der Familie oder hast du Abnehmer dafür.
Oder machst du sie haltbar (getrocknet/ eingelegt/ eingeweckt o.ä.)?
Viele Grüße von bee

Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin Bee,

Ein Teil geht an die neugierigen Zweige der Familie, einer wird eingefroren und einer wird frisch verwendet, wobei ich demnächst auch mal einige trocknen möchte.

Ich habe unten mal Bilder der ersten Erntewelle abgelegt.

LG Chelterrar
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Spinnich
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Spinnich »

Hi,

bei uns ist wegen des Klimas eher früher Freilandanbau üblich, aber die Erfolge letzter Jahre konnten nicht annähernd erreicht werden. Leider konnten Auspflanzungen wegen der Spätfröste dieses Jahr sehr spät erfolgen, danach ging es sofort in eine Phase extremer Trockenheit, die auch den Chilis nicht gefällt. Wärme ist gut, aber etwas Regen brauchen die Pflanzen eben auch.
Das spezielle Klima begünstigt dagegen die Werren (Maulwurfsgrillen) die, auch bekannt als Pflanzenbeißer, dringend auf die Rückkehr des Wiedehopfes als Brutvogel angewiesen sind, um ihre Bestände an verträgliche Vorkommensgrößen anzupassen.

Immerhin war dieses Jahr nur jede 5-te Kartoffel angefressen statt jede 2-te wie im letzten Jahr.
Chilipflanzen mit rund 50 Früchten sind leider seit den letzten Jahren utopisch.

Am besten sind noch die Topfpflanzen der Ziersorte einer Chili gediehen, die ich von LCV erhalten hatte und jetzt im 2-ten Jahr pflege.

LG Spinnich
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Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Irgendwie werde ich mit den Chinensen nicht recht warm, erst wachsen sie fast gar nicht, dann ein bisschen, kriegen viele Blüten und werfen sie dann ab und jetzt das größte Rätsel, die reifen Früchte jetzt sind zwergig. Der Witz bei der Geschichte ist, dass die neuen noch grünen Früchte der Red Savina 3 mal so groß sind, ich hoffe einfach, dass der Oktober sehr, sehr goldig wird.

Spinnich: Ohja, wer denkt, Chilis seien Wüstenpflanzen, der hat weit gefehlt. Trotz 18,5 Liter Kübeln musste ich die Chilis bei Temperaturen zwischen 28-31°C (im Norden ist das heiß) beinahe täglich gießen. Das schöne bei Chilipflanzen, die zeigen einem sofort, dass sie was brauchen, da sie sehr zuverlässig die Blätter hängen lassen, gießt man sie, richten sie sich wieder auf, wie als wär nichts gewesen. Andere Pflanzen werden direkt braun oder verlieren sofort die Blätter, weswegen die Chilis absolut unkomplizierte Pflanzen sind, bei denen es mich wundert, dass ich sie so selten sehe.

LC Chelterrar
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Spinnich
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Spinnich »

Hi,

auch wenn man natürlich nicht alle Chilis im Haus überwintern kann, aber bei einigen Pflanzen lohnt sich zumindest der Versuch, insbesondere, wenn 1-jährige Kultur nicht erfolgversprechend war.
Baccatum sind ja ohnehin gut mehrjährig und auch chinesiche sind bei mir auch schon mal 3 Jahre in Kultur.

LG Spinnich :mrgreen:
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Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin Spinnich,

Ja, damit beschäftige ich mich gerade auch vermehrt, da der September temperaturmäßig gerade einbricht und sich der lebensfeindliche Teil des Jahres ankündigt. Zur Überwinterung habe ich ein isoliertes, helles und auf 11°C per Heizlüfter beheiztes Gewächshaus, in dem ich Zitronen, Limetten, Debregeasia edulis und Zitronengras schon erfolgreich überwintert habe. Auch eine der Rocotos war dabei und hat ab Februar sogar begonnen, auszutreiben. Eine Serrano Anuum hat es jedoch nicht geschafft, ist im März völlig eingetrocknet.

Deswegen werde ich die Pubescens dort auf jeden Fall überwintern, die sind temperatürmäßig sehr robust. Die Anuums und Frutescens keimen und wachsen eh sehr schnell und produzieren recht zuverlässig schon ab Juli massig Früchte, weshalb ich diese dann aus Samen wieder zöge.
Die Baccatums will ich auf jeden Fall überwintern, da diese die Vegetationsperiode damit verbracht haben, große Büsche zu bilden und erst jetzt massig Früchte und Blüten ansetzen und der Geschmack der reifen Früchte faszinierend ist. Ebenso bei den Chinense.
Ich glaube, dass die Baccatums eine solche Überwinterung zumindest überleben könnten, bei den Chinense bin ich mir sehr unsicher, ob die, wenn die Temperatur mal regelmäßig die 10°C unterschreitet und nie über 11°C geht, ob die das packen.

Würdest du bei einer solchen Überwinterung die Pflanzen ein wenig zurückschneiden und die Blüten und Früchte abknipsen? Letztes Jahr hatte ich spätestens im Januar bemerkt, dass die 2 Marienkäfer nicht wirklich gegen die Blatt- und Schildläuse ankommen und deswegen eine Explosion dieser, was würdest du gegen so etwas unternehmen? Und findest du die Baccatums aromatischer als die Anuums?

LG Chelterrar

Spinnich
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Spinnich »

Mit so einem Überwinterungsquartier bist Du natürlich zu beneiden.

Gegen Läuse, auch Schildläuse, etc. verwende ich Kalischmierseife mit einigen Tropfen Orangenöl (ätherisches Öl).
In hartnäckigen Fällen (Spinnmilben, Mottenschildlaus) gebe ich Neem oder Weißöl (ähnlich aber teuer: Neudorff Promanal AF Neu Schild- und Wolllausfrei oder NEUDORFF - Spruzit AF Schädlingsfrei > Rapsöl + Pyrethrum) hinzu, ggf noch Spiritus.
Die Schmierseife (Konzentrat, kann man von Neudorff (Neudosan Blattlausfrei, teuer) oder einfach als Pflanzenschutz geeignete Kalischmierseife, wie Algin Kali-Schmierseife (bei Amazon, Ebay und anderen) kaufen. Habe ich direkt vom Hersteller bezogen.

Wegen des Rückschnittes würde ich von Fall zu Fall entscheiden.

Wenn bereits geerntet werden konnte, kann man auf sparrige Triebe und weitere Blüten verzichten.
Wenn ich zurückschneide versuche ich allerdings mindestens einen beblätterten Trieb zu erhalten.

Wenn unreife oder halbreife Früchte an der Pflanze sind, kann man diese ja noch ausreifen lassen, bevor man die Triebe kürzt.
Wenn noch gar nichts geerntet wurde, würde ich sogar abwarten, ob sich aus den Blüten noch was entwickelt.
Bei Pubescens sollte das bei den Temperaturen und ausreichend Licht noch gut funktionieren.

Bei den anderen Arten wird wohl das Aroma dann nicht so ausgeprägt, aber zum Probieren der Sorte wird es reichen und natürlich zur Saatgutgewinnung.

LG Spinnich :wink:
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