Der Gewürzpflanzenthread

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LCV
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von LCV »

Mal klappt es - mal nicht.

Sowohl die Samen vom Currykraut als auch vom Mönchspfeffer
erwiesen sich leider als "taub".

Dagegen etwas anderes. Im Kühlschrank haben wir immer etwas Ingwer.
Habe mit einem sehr scharfen Messer ein kleines Stück mit einem Auge
abgeschnitten und in einen Blumentopf gepflanzt. Vom letzten Herbst
bis etwa Ende Januar passierte nichts. Aber in den letzten 4 Wochen ist
aus dem Auge schon ein ca. 5 cm langer Trieb geworden. So kann man
sich Ingwer selbst anbauen, aber mir geht es mehr darum, dass auch eine
sehr schöne Zierpflanze entsteht.

AndreasG.
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von AndreasG. »

Ingwer zu ziehen habe ich auch mal versucht, aber der will es wirklich (sub)-tropisch. Wächst bei uns nur gut im warmen Gewächshaus.
Bei mir jedenfalls ist der Trieb so 20-25 cm lang gewachsen und hat dann aufgehört.

Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin,

Spinnich: Du hast es gut, fast ohne die schleimigen Biester leben zu können. Wenn man hier im Sommer, aber auch schon früher mal bei Regen am Tag z.B. ein Basilikum pflanzt, dann ist es am Folgetag nicht mehr zu erkennen. Die Dinger fällen Dahlien, fressen Blütenköpfe, fast jedes Kraut, was nicht hartlaubig ist und ringeln sogar kleine Bäumchen. Sie vermehren sich so stark, dass auch absammeln bei mir wenig Erfolg hatte. Da vieles, was diese nahezu vollständig zur Wurzel weggefressen haben, erst einjährig war, hoffe ich, dass die Kräuterstauden in Zukunft robuster dagegen werden.

Moin AndreasG: Mit Ingwer habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht. Wächst im Haus super, sobald sie jedoch nach Draußen gestellt wird, wächst sie zögerlicher und trocknet irgendwann von oben nach unten ein. Da hatte sich mein Kurkuma wesentlich besser geschlagen, auch wenn er es diesen Winter vorgezogen hat, als Rhizom zu überwintern.

LG Chelterrar

Spinnich
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Spinnich »

Ich hatte im Winter auch frischen Bio-Ingwer mit gut sichtbaren Augen gekauft. Ein kleines sehr vital wirkendes Sprossstück hatte ich ebenfalls oberflächlich in einen Topf zu meinem kahlen Pepino-Steckling (Birnenmelone) mit ein gesetzt, der zusätzlich anfangs auf einem Heizdeckchen stand. Relativ schnell begann das Sprossauge sich zu entwickeln und ist etwa 1cm weit herausgetrieben.
Da dieser Topf dann in einen kühleren Raum umgezogen wurde, war damit erst mal Schluss, aber mittlerweile fängt der Trieb wieder an und liegt jetzt bei gut 2 cm und auch die Pepino schiebt neue Triebe u. Blätter.
Die meisten Canna Indica im Keller sind auch noch nicht viel weiter, nur einzelne bilden jetzt schon erste Blätter, viele ragen auch nur mit einer Knollenspitze aus dem Boden und das hat ja auch noch Zeit.
Von einer Bestellung frischer Kurkumaknollen hatte ich zuletzt auch 2 bereits etwas angewelkte Triebknollen zu meiner Bananenstaude ans Südfenster dazugesteckt.
Zwar ist noch kein Trieb zu sehen, aber die Knollen sind intakt und wieder schön knackig.
Ein Zitronenkern (von mehreren) ist auch in dem Topf gekeimt.

Bei der Aussaat von Mönchspfeffer hatte ich damals auch nur mäßigen Erfolg, erst nach Behandlung mit dem Phytohormon GA3 (Gibberelinsäure) sind wenige gekeimt.
Insgesamt hatten 4 Körner gekeimt. Nur 3 kamen ins Wachsen und 2 leben noch als kleine Bäumchen, bisher noch ohne Blüherfolg.
Denke ich werde heuer versuchen einen auszupflanzen.
An der Aussaat von Currykraut habe ich mich noch nicht versucht, ich habe im Kübel einen enormen Busch (kommt gerade ins Treiben), da würde ich dann eher was mit bodennahen Fexern versuchen.

Toll wäre es wenn von meinem Meerfenchel mal nachgezogene Samen zum Keimen kämen. Mit nur einer einzelnen Pflanze braucht man über Gemüseernte leider gar nicht erst nach zu denken.
Besser sieht es da schon beim Meerkohl aus.
Da konnte ich von der Mutterpflanze und 2 Sprossen aus Wurzelresten letztes Jahr doch schon mal einen Gemüsepfanne schmoren.
Die Jungtriebe wurden dafür unter großen Plastiktöpfen gebleicht.

Bei mir lagert jetzt noch etliches gesammeltes und teilweise auch zugekauftes Saatgut. Mal sehen, was ich da noch dieses jahr an den Start bringe und möglichst auch zum Gedeihen und Blühen.

Manches geht nicht auf Anhieb, aber seltsamerweise wenn man nach Jahren mal ausmistet und die überalterten Samen in beliebige Töpfe dazu streut, hat man plötzlich doch noch Keimergebnisse, wie die Keimung meines Bachychiton rupestris und meiner Acacia saligna zeigten.
Andere Samen keimen zwar nicht in Töpfen, schon gar nicht in Gartenbeeten, dafür aber im Gewächshaus, wie meine Ammi visnaga und Teucrium hyrcanicum.
Selbst ein einzelner Same meiner gesammelten Cylindropuntia (imbricata?) hat dort gekeimt und ich glaube er hat den Winter dort auch überstanden.
Vom gekauften Saatgut ist mir bei Zimmeraussaat auch nur ein Exemplar der Gattung verblieben, aber immerhin, kann man ja drauf aufbauen.

Nebenbei noch mal ne Frage an Chelterrar, wie geht's deinem tasmanischen Bergpfeffer?
Wenn der (vermutlich ja) den Winter übesteht , könntest Du mal versuchen ob man Stecklinge ziehen oder Wurzelschösslinge abnehmen kann.
Bei dem Preis von knapp 20€ zzgl. Porto für eine Topfpflanze fänden sich sicher einige Liebhaber und Abnehmer hier im Forum. :wink:

LG Spinnich :mrgreen:
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin Spinnich,

Ja, der Bergpfeffer hat den Winter schadlos überstanden und treibt gerade Blütenknospen. Ich kann ja mal versuchen, ein paar Stecklinge zu machen, auch wenn ich zugeben muss, dass sein bisheriges Wachstum eher bescheiden ist.

Nachdem der Wasabi, der letztes Jahr hier ja auch als solcher bestimmt worden ist, wenige Wochen nach Blüte von gewissen Weichtieren vollständig kahlgefressen wurde, habe ich ihn getopft und geteilt. Die 5 Pflanzen haben dem Winter im Topf problemlos getrotz und schieben derweil weiße Blüten. Ich glaube, dieses Jahr kann ich mal ernten :) .

LG Chelterrar
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Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin,

Aber insgesamt scheint dieses Jahr ein Besonderes zu sein, immerhin hat zum ersten mal bei mir eine Artischocke den Winter überlebt. Ich hoffe, sie wird auch schön blühen.

LG Chelterrar
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Spinnich
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Spinnich »

"Kürbisravioli"
=============
Heute wurde der letzte Hokkaido (zum Teil) verarbeitet, dazu auch etwas Basilikum und Gartensalbei.

Anfangs der Woche hatten wir den etwa 1,5 Kg schweren Hokkaido-Kürbis aufgeschnitte und die kleinere Hälfte zu einer leckeren Kürbissuppe verarbeitet. Dazu einen Spritzer Sahne und frische Petersilie aus dem Gewächshaus.
Das schöne am Hokkaido, für Kochgerichte muss man den nicht schälen.
Knapp 900 g waren übrig für die ich auch bereits Zubereitungspläne hatte.
Ende der Woche werde ich aus dem Rest (heute erst entkernt) wieder ein Kürbisbrot backen, Rezept hatte ich hier schon beschrieben.
Für das Brot habe ich vom ausgehöhlten Kürbis etwa 400g zurückgelegt.
Die etwa 300g (nach Trockenschwund, Entnahme des Kerngehäuses u. Schälen) habe ich heute für die Füllung von selbst gemachtem Nudelteig verwendet.
Ursprünglich hatte mich ein Rezept von Lea Linster dazu inspiriert.
Allerdings schien mir die Menge von 150 g Mehl (ohne nähere Angabe) für den Nudelteig zur angegebenen Menge von 400 g Kürbis nicht ganz realistisch.
Das Rezept sollte für 4 Personen reichen, auch etwas niedrig, diese Menge, selbst als Vorspeise.
Nun gut, ich habe etwas im Netz nachgelesen, welche Mengen und Zutaten man für einen Nudelteig benötigt und habe mir das dann so zurechtgelegt.
Nudelteig ohne Eier, stattdessen Wasser, nö, bin ich nicht überzeugt.
Nudelteig aus Vollkornmehl, nö, nicht für locker leckere Ravioli, kann man sicher aber bei Bandnudeln auch nehmen.
Also mit Farina soll der Teig sehr geschmeidig werden, aber die Nudeln würden beim Kochen eher schnell zu bläbbrig, weshalb viele auf Hartweizenmehl schwören.
Zwar hatte ich kein Hartweizenmehl im Haus (bei uns auch nirgends zu kaufen), aber Hartweizengrieß geht auch.

Nun meine Vorgehensweise:
150 g Mehl (Typ 550), 50 g Hartweizengrieß (recht fein) und 100 g Hartweizenmehl (in der Kaffeemühle fein gemahlen)
Dazu 1 EL Anatto-Öl (selbst gemacht)
1 Prise Salz,
2 Eier, 1 Eiweiß (Eigelb wird für Füllung benötigt) einen Spritzer Wasser (sparsam!!!) mit dem Mixer verquirlen und 10 min kneten.
Bei Bedarf (ganz sparsam) etwas Mehl oder Wasser mit Sprüher zgeben.
Der Teig muss schon recht trocken sein, nicht klebrig, aber noch geschmeidig.
Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30, besser 60 min (gern auch länger) bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Jetzt zur Füllung:
Da nach dem ursprünglichen Rezept 400 g Kürbis vorgesehen waren (vermutl. vor dem Schälen) ich aber nur 300g zur Verfügung hatte, habe ich noch eine Süßkartoffel mit ca. 100 g dazu genommen.
Zuerst eine mittlere Zwiebel schälen und feinwürfeln, dann eine Handvoll Pistazien schälen.
Die Süßkartoffel schälen und recht klein würfeln.
Jetzt einen flachen Topf aufsetzen und die Butter mit Prise Salz u. Zucker glasig schwitzen. Zwiebel herausnehmen und in ein Schälchen geben.
Nun die Süßkartofel anschwitzen, dabei immer einige EL Wasser zugeben, solange es aufgesaugt wird.
Während dessen den Kürbis schälen und fein würfeln.
Die halbgare Süßkartoffel mit einem Handstampfer durchdrücken, Zwiebel und Kürbiswürfel zugeben.
Mit Prise Piment, mit feinem Pfeffer aus der Mühle und einer ordentlichen Prise Salz würzen.
Falls die Masse zu trocken sein sollte, ganz sparsam Wasser zugeben und bei niedrigster Stufe (mit Deckel) weichdünsten.
Gleichzeitig einen EL getrocknete sauber ausgelesene Fichtennadeln (fallen dann schon vom Zweig) und einige Kreuzkümmel Körner in der elektrischen Kaffeemühle zerkleinern (dauert! -möglichst fein), die Pistazienkerne mit in die Mühle geben und kurz schroten.
Weiterhin in der Zeit etwa 60 g Parmesankäse reiben.
Einige Basilikumblätter zerkleinern.
Den Kürbis aufdecken mit etwas grobem Pfeffer aus der Mühle und mit Muskat abschmecken und noch etwas eindicken (trocken - pastös).
Nochmals mit dem Kartoffelstampfer etwas pürieren, die Pistazien, Fichtennadel - Mischung, Eigelb und den Parmesan drübergeben und mit einer Gabel durchmischen. Von der warmen Platte nehmen und Basilikum drüber geben, zur Seite stellen und sich dem Nudelteig widmen.

Die Ravioli:
Wenn man Glück hat, wie ich, hat man eine Nudelmaschiene (auch wenn diese seit mehreren Jahren ungenutzt in der Ecke steht), das Ausrollen mittels Nudelholz ist schon viel aufwendiger.
Den Teig nach der Ruhezeit nochmals etwas durchkneten und bei Bedarf die Konsistenz anpassen.
Längliche, flache Stücke formen und mehrfach durch die Nudelmaschine passieren. Beginnend mit der dicksten Einstellung (1) bis zur vorletzten Einstellung (6) immer feinere Teigplatten (-Bänder) herstellen.
Diese sollten weder zu spröde noch zu klebrig sein (sonst Teig nachjustieren).
Die Teigplatten auf eine Breite von > 12 cm (Breite) u. etwa gut 60 cm Länge anpassen und mit einer scharfkantigen rechteckigen Form (geht auch mit runder oder ovaler Form) - ich habe den Deckel einer Mehldose genommen - nun Blätter (ca. 10x10) aus den Teigplatten ausstechen und auf eine Ploatz-Platte (Holzbrett) legen.
Dabei musste ich um die Form herum noch etwas nachschneiden, ging aber flott voran.
Die Ränder wurden mit etwas Milch bepinselt, geht auch Eiweiß oder Wasser. Dann auf einer Hälfte die Füllung (etwa 1 gestrichener EL) auftragen, aber nicht bis zum Rand! Nun die andere Hälfte darüber klappen und leicht andrücken (beim Garen darf nichts austreten!). Die fertigen Ravioli auf eine leicht bemehlte Fläche ablegen.
Wir haben 9 Ravioli gefüllt und dann aus dem restlichen Teig (nochmals verknetet und ganz fein ausgewalzt, Stufe 7) mit einem weiteren Aufsatz der Maschiene gezackte Bandnudeln ausgeschnitten (Zum Trocknen über die Holzlehne eines Stuhles).

Nun noch schnell einen Salat aus Radicchio, Rucola (aus dem Garten), halbierten Kirschtomaten und geviertelten Zucchini Scheiben zubereitet.
Etwas Essig, Öl, Pfeffer, Salz, Zwiebelwürfel drüber geben und vermengen.
Salzwasser für die Ravioli aufsetzen (nicht zu sparsam mit dem Salz!) und zum Kochen bringen.
In einem weiteren Topf ein ordentliches Stück Butter langsam ausgehen lassen und einige getrocknete zerbröckelte Salbeiblätter (ohne die Stiele) dazugeben. noch etwas Muskat und Prise Pfeffer und Salz, einen Schuss Sahne (einen EL der übrigen Füllmasse und 1 EL Milch) dazu und schön verrühren.
Nach etwa 4-5 min Garzeit sind die Nudeln fertig und können portionsweise auf vorgewärmte Teller gegeben werden. Der Rest für die 2te Portion darfnoch im Wasser bleiben, aber von der heißen Platte nehmen.
Mit der Butter-Salbei Soße beträufeln und den Salat in Portions-Schalen anrichten. Dazu passt auch ein Glas trockener Grauburgunder oder etwas Ähnliches.

LG Spinnich
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selbst gemachte Ravioli
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Tischlein deck dich
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Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Jetzt, wo der Winter sich der Winter schon länger verabschiedet hat, beginnen bei 20°C die meisten Kräuter auszutreiben.

So auch der ligurische Beifuß, der sich als Wüchsigstes herausgestellt hat und mit der Größe seiner Fläche nicht zufrieden ist. Bin gespannt ob er dieses Jahr mal blüht.

LG Chelterrar
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AndreasG.
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von AndreasG. »

Bei mir blüht (drinnen) der erste Bockshornklee.
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Sieht eher unscheinbar aus.

Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin Andreas,

Ich dachte immer, dass die Gelb blühen, aber wahrscheinlich ist das wie bei Erbsen variabel.

Tja, dann noch 3-4 Monate bis zur Ernte. Gibt es bei dir noch Frost? Sonst würde ich ihn rausstellen.

LG Chelterrar

AndreasG.
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von AndreasG. »

Der wächst zusammen mit einem Ficus im selben Topf und muss mit der Sommerfrische noch etwas warten. Das war eh nur ein Versuch.
Draußen sind noch ein paar, die trotz Frost und Kälte gekeimt sind, aber viel langsamer wachsen.

Spinnich
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Spinnich »

Die Blütenfarbe ist nach Wikipedia cremefarben bis hell gelblich-weiß und am Grunde hellviolett. Sahen bei mir auch immer so aus.
Die gelb blühenden sind wohl Trigonella balansae, (Syn.: Trigonella corniculata, bzw. Trigonella esculenta), die auch kultiviert werden.
http://www.biopix.com/search.aspx?q=Trigonella

LG Spinnich :mrgreen:
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Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin Spinnich,

Das erklärt dann wohl alles, auch, dass ich den Habitus des Bockshornklees immer mit dem des balansae verwechselt habe.

Wie gehts eigentlich deinen Chilis?
Meine haben das Pikieren und übersetzen gut überlebt und gedeihen erstaunlich gut. Die Vietnam Fruity hat sogar schon Früchte angesetzt, bei meinem letzten Versuch vor 3 Jahren kamen die Früchte erst im Juli, aber der war auch nicht wirklich gelungen in dem kalten Sommer. Ich glaube dieses Jahr ist viel möglich.

LG Chelterrar
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Chilitisch 1
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Chilitisch 2
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Rocoto manzano rojo (erfolgreich überwintert)
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1. Chili Früchte
1. Chili Früchte
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Spinnich
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Spinnich »

Bis auf meine Baumchili (Giant Rocoto) und seltsamerweise Joe's Long (frisches Saatgut, eigene Ernte) sind alle sehr gut gekeimt.
Ich konnte aber aus Platzmangel erst vor gut einer Woche von den kleinen Keimgefäßen mit dem nährstoffarmen Kokosfasersubstrat in Pflanzerde in einen großen Balkonkasten umsetzen. Die einzige G. Rocoto hatte es nicht geschafft ihre Keimblätter aus der Samenhülle zu bekommen. Dennoch hat der Stummel später ein Blättchen getrieben, so bleibt die Chanche auf Weiterkultur und neues Saatgut (ist ja ohnehin eine mehrjährige Sorte).
Von Joe's Long habe ich noch eine überwinterte (allerdings zur Zeit noch blattlose) Pflanze.
Normalerweise pflanze ich die Paprikas/Chilis nicht vor Mitte Mai, da können die noch gut zulegen. Vielleicht, da nächstens kein Frost zu befürchten ist, platziere ich den Kasten für die nächsten Tage mal in mein Gewächshaus. Dort sind auch schon 10 Tomatenpflanzen gesetzt und haben den ersten Schock (Teilung aus engen Pflanzgefäßen) gut überstanden.
Bei deiner frühen Aussaat und zeitigen Vereinzelung wundert es mich nicht, dass schon erste Pflanzen blühen. Eine einzeln im Topf ausgesäte Cocktail-Chili hat bei mir auch schon gefruchtet. Ebenso meine St. Lucia (chinesische Chili im 4. Jahr).
Meine Majoran haben dagegen diesen Winter nicht überstanden :x , da muss ich wohl wieder neue säen und aufpäppeln.

Aktuell sind bei mir jetzt (nach den bereits versenkten Kartoffeln) erst mal Kürbis/Gurken-Gewächse an der Reihe (sollten die erfrieren, gab es schon, kann ich immer nachlegen) : Bittergurke, Inkagurke, Salatgurke, Netzgurke, Zucchini 'Cocozelle von Tripolis', Hokkaido, Muskatkürbis Hidemi (Hayato) und Crowning sowie Wassermelonen Yellow Crimson (or Yellow Doll?) und 'Cream of Saskatchewan' (grüne Tiger).
Leider musste ich beim Jäten in den letzten Tagen wieder viele Jungpflanzen der Bergmize, Calamintha nepeta und kleine Sträucher vom Ysop ausrupfen, schade darum, aber was zu viel ist, ist zu viel.

Aktuell gibt es vom Garten neben Lauch, Bärlauch, Schittlauch, Schnittknoblauch, Lauchzwiebeln, Ampfer, Minze, Ysop, Bergbohnenkraut, Thymian, Rosmarin, Liebstöckel, Weinraute, frischem Rucola und Radieschen, Petersilie und Mangold (vom Vorjahr) dazu reichlich rote Gartenmelde zu ernten. Eventuel noch etwas Spinat vom Vorjahr, bald wieder frischen Spinat. Zitronenmelisse und Salbei ist noch nicht so üppig im Austrieb und frischer Koriander noch nicht aufgegangen. Aber Grünspargel konnten wir uns schon zubereiten, demnächst auch ein Portiönchen gebleichten Meerkohl.
Die Sichuanpfeffer sind auch gerade am Austreiben - die jungen dornenlosen Blätter kann man in der Küche verwenden.

Im Gewächshaus wuchert auch die Zahnstocherammei (Ammi visnaga) und Aussaat vom echten Herzgespann wie Gras.
Abfallstücke von Delosperma cooperi sind dort auch angewachsen. Ein Sämling! von Cylindropuntia hat dort den Winter überstanden und sogar ein Palmensämling ist vor kurzem dort gekeimt.

Basilikum gibt es vorerst noch von einem gekauften Töpfchen, aber meine O. selloi., meine Hybride 'African Blue' und mein Strauchbasilikum von Rhodos haben den Winter überdauert und kommen jetzt langsam in die Puschen. Habe auch schon wieder einige neue Ableger bewurzelt. auch O. tenuifolium Aussaat scheint sich gut zu entwickeln.


Also alles im grünen Bereich
hofft Spinnich :mrgreen:
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Chelterrar
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Re: Der Gewürzpflanzenthread

Beitrag von Chelterrar »

Moin Spinnich,

Tja, bei den Baumchilis (C. pubescens) hatte ich bei 5 verschiedenen Sorten mit jeweils 4 Samen von allen bei mir ausgesäten Chiliarten den geringsten Erfolg. Es sind sage und schreibe 0 gekeimt, weshalb jede Baumchili, die ich aktuell besitze, als Pflanze gekauft werden musste. Zum Glück gibt es einige Chili Shops, die auch Pflanzen anbieten, weshalb ich jetzt insgesamt 3 Stück besitze. (Manzano Rojo , Rocoto Manzano cuzco Amarillo, Rocoto Pico Mucho)
Am Überwintern von Basilikum bin ich bis jetzt stets gescheitert, Meistens sind die Pflanzen Anfang Januar gestorben und häufig weiß ich nicht mal warum. Deshalb bin ich sehr interessiert daran zu erfahren, wie du das geschafft hast. Aber Basilikum zu kaufen kann man sich auch fast sparen, wenn man die gekaufte Pflanze teilt und in eigene Töpfe pflanzt. Die 6-7 Pflanzen können sich so schön entwickeln und man erhält sehr viel mehr Basilikum und braucht keins mehr kaufen.

LG Chelterrar

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