Mein Kaktus

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nubbel
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von nubbel »

Da bin ich aber auch mal gespannt...

AndreasG.
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von AndreasG. »

nubbel hat geschrieben:
29 Mär 2020, 11:20
Da bin ich aber auch mal gespannt...
Auf was?

Spinnich
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von Spinnich »

ersäuft wird der Kaktus als Untermieter der Clivie vermutlich eher nicht, aber ob er dort auf Dauer genug Licht bekommt?
Und irgendwann könnte es sogar dem Kaktus dort zu trocken werden, wenn die Clivie mal bei Trockenheit und Hitze weniger regelmäßig gegossen wird.
Als Zwiebelgewächs mit Wasser speichernden Wurzeln kann die Clivie das vielleicht besser ab, als der kleine Kaktus, der an der trockensten Stelle, nämlich der Erdoberfläche kein Tröpfchen mehr abbekommen würde. Also besser doch irgendwann mal in ein anderes Gefäß umpflanzen.

LG Spinnich :wink:
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

AndreasG.
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von AndreasG. »

Spinnich hat geschrieben:
29 Mär 2020, 23:55
Also besser doch irgendwann mal in ein anderes Gefäß umpflanzen.

LG Spinnich :wink:
Nee, bestimmt nicht. In sämtlichen anderen Gefäßen und diversen Erdmischungen hat er nicht gewurzelt, also bleibt er jetzt dort, wo er sich wohlfühlt. Im Sommer kommt der Topf auf den Balkon und dann schauen wir mal, was passiert.

Gata
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von Gata »

Behandel ihn bloss gut, das bist du so einem kleinem Kämpfer schuldig. :)

AndreasG.
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von AndreasG. »

Bewurzelt hat das kleine Stück Kaktus, dass ich letztes Jahr als erstes Foto eingestellt hatte. Der Rest ist verfault.

Spinnich
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von Spinnich »

Nachdem jetzt meine bevorzugte Gärtnerei wieder geöffnet hat, war ich kürzlich dort auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für unsere 80 jährige Nachbarin. Wir haben eine dieser blühfreudigen Streptocarpus (ähnlich Denim Blue) gewählt, aber während meine Frau noch nach einem Übertopf suchte, war ich schnell noch bei Kakteen und Sukkulenten und bei blühenden Kakteen (ab 2€) kann ich nur schwer widerstehen.
Für einen Mammillaria Klumpen mit etwas außergewöhnlich creme-gelber Blüte und schönen rot kontrastierenden Früchten habe ich dann sogar 3 € berappt. Die niedrige Wuchsform hat mich besonders angesprochen, den meine bisherigen Mammillarien tendierten immer zu lang aufgeschossenen Walzen, die man entweder kappen oder schienen muss, weil sie sonst irgend wann umkippen.

Es gibt (ungewöhnlich) sogar ein Namensschildchen mit allerdings einem violett-rosa blühenden Bildchen zum so genannten "Muttertagskaktus", Kaktus des Jahres 2015: [Mammillaria zeilmanniana] auf der Rückseite eine Pflegeanleitung (Hinweis: nicht essbar :P).
Nachdem ich kurz geprüft habe, ob es zu der Art auch solche Blühfarben gibt, mein Ergebnis: Mammillaria zeilmanniana ist eines der unzähligen Synonyme zu Mammillaria crinita und ja es gibt weiße und auch cremefarbene bzw. gelbliche Blüten.
Eigentlich ist M. critina ein Artenkomplex und einige Arten werden mal als eigenständige Taxa, mal als Unterarten oder nur Formen, Varianten der Art/Unterart gesehen. Neben unbehaarten, wenig bis stark behaarten Formen mit braunen oder gelbem oder fehlendem Mitteldorn (dieser kann auch mal nur bei Jungpflanzen zu finden sein) hatte ich allerdings bei den Varianten mit Mitteldorn immer gekrümmte Dornen, anders als bei meinem Exemplar, so dass ich nicht zu 100 % sicher bin, ob die Artangabe zutrifft. Es gibt durchaus auch ähnliche Arten, wie Mammillaria lasiacantha subs. magallanii (i.d.R. auch diese mit M.-Dornen). Bei Wikipedia folgere ich aber aus der Beschreibung, dass es eine normale Variabilität ist:"Die Axillen sind nur spärlich bewollt, einige tragen Borsten. Es sind 1 bis 7 (gelegentlich mehr) pfriemliche Mitteldornen vorhanden, die auch fehlen können. Sie sind gelblich bis rot bis dunkelbraun und bis 16 Millimeter lang. 1 bis 2 von ihnen sind manchmal gehakt"
Bei Lifle findet man mehrere Vertreter (mit Abbildungen) die zur Critina Verwandtschaft gestellt werden: M. zeilmanniana; -zeilmanniana f. albiflora; -scheinvariana; -brevicrinita; -crinita subs. duwei; -aurihamata (crinita subs. leucantha); -glochidiata var. xiloensis; -trichacantha (crinita f. nana); -tezontle -da sind einige besonders der letzten Varianten recht ähnlich.

LG Spinnich :P
M. zeilmanniana, gelbe Blüte
M. zeilmanniana, gelbe Blüte
IMG_3845 - Kopie.JPG (66.12 KiB) 268 mal betrachtet
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AndreasG.
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von AndreasG. »

Das ist vermutlich keine M. zeilmannia. Typisch für diese Art ist ein angelhakenförmiger Dorn an jeder Areole, den ich auf dem Foto nicht sehen kann. Da hat wohl jemand das Ettikett vertauscht, denn auf selbigen sind die Haken zu erkennen. :mrgreen:
Ich tippe auf M. prolifera. Die bilden im Laufe der Zeit große Gruppen und sind einfach (und billig) zu produzieren, was aber der Schönheit keinen Abbruch tut.
Das ist M. zeilmannia, mitsamt der Angelhaken.
Das ist M. zeilmannia, mitsamt der Angelhaken.
DSCN2478.jpg (156.53 KiB) 247 mal betrachtet

AndreasG.
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von AndreasG. »

Ich habe noch einen Kaktus, eigentlich eine dreiköpfige Hydra,
DSCN2292.JPG
DSCN2292.JPG (204.78 KiB) 225 mal betrachtet

und der hat letztes Jahr sogar geblüht.
DSCN2076.jpg
DSCN2076.jpg (179.1 KiB) 225 mal betrachtet
Danach passierte erst mal nicht viel, aber ein Jahr später entwickelten sich plötzlich überall Früchte. Das geht erstaunlich schnell, binnen ein oder zwei Tagen.
DSCN2753.JPG
DSCN2753.JPG (127.5 KiB) 225 mal betrachtet

Die ersten keimen bereits. Obwohl ich eigentlich keinen Platz dafür habe.......

DSCN2758.JPG
DSCN2758.JPG (137.42 KiB) 225 mal betrachtet
Einfach ein paar Lagen Klopapier befeuchten, Samen aufstreuen, fertig.
Etwas seltsam ist die Methode schon, aber sie funktioniert. Das garantiert auch hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn sie etwa erbsengroß sind, muss ich zusehen, wie ich sie da wieder raus bekomme.

Spinnich
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von Spinnich »

AndreasG. hat geschrieben:
02 Mai 2020, 08:49
Das ist vermutlich keine M. zeilmannia. Typisch für diese Art ist ein angelhakenförmiger Dorn an jeder Areole, den ich auf dem Foto nicht sehen kann. Da hat wohl jemand das Ettikett vertauscht, denn auf selbigen sind die Haken zu erkennen. :mrgreen:
Ich tippe auf M. prolifera. Die bilden im Laufe der Zeit große Gruppen und sind einfach (und billig) zu produzieren, was aber der Schönheit keinen Abbruch tut.
Hallo Andreas,
auch wenn es laut Wikipedia nicht zwingend diesen angelhakenförmigen Dorn bei der M. zeilmanniana geben muss, Du hast mit deinem Vorschlag M. prolifera sicher recht, Danke noch mal für diesen Bestimmungstip.
[Ich hatte das schon am Samstag geschrieben, aber leider war meine Mail im Nirwana verschwunden.}

Die 3 Unterarten haben verschiedene Verbreitungen, Karibik (Nominatform: subsp. prolifera, syn.: subsp. haitiensis), Mexiko/Tamaulipas und Hidalgo (sehr feine Mitteldornen: subsp. arachnoidea) sowie Texas u. Mexiko/Coahuila (mit weißlich, gelb oder braun gespitzten Mitteldornen: subsp. texana, syn.: subsp. multiceps) und tragen im englischen den schönen Namen: Texas Nipple Cactus.

Das Foto auf deacademic.com gleicht meinem Neuzugang von der Farbe der Blüten und Stacheln wie ein Ei dem anderen.
Bild

Schöner Hinweis von Dir auch zur Kakteenaussaat, ich hoffe, dass auch die Übertragung und das Anwachsen in ein Substrat zur Weiterkultur gelingt.

LG Spinnich :P
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AndreasG.
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von AndreasG. »

Die Keimung ist meistens kein Problem. Schwieriger wird es mit der Weiterzucht. In geschlossenen Töpfen tritt irgendwann mal Schimmel auf, in normaler Anzuchterde hat man früher oder später Trauermückenlarven, die über Nacht reihenweise Sämlinge wegfressen können.
Von meinen letztjährigen Aussaaten hat 1!!! einziger kleiner Kaktus überlebt. Deshalb will ich dieses Jahr mal diese Methode ausprobieren und die kleinen erst im Sommer bei genügend Größe umsetzen.

Spinnich
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von Spinnich »

Die Probleme kenne ich, erst hat man einige schöne Sämlinge und schwupps sind sie glasig oder verdorrt, nur wenige kommen bis zu einer gesicherten Größe.
Bei einigen ist aber auch die Direktaussaat im Gewächshaus erfolgversprechend.
Nicht nur Teucrium hyrcanicum und Ammi visnaga, die bei mir weder im Garten noch in Aussaatgefäßen keimen wollten, oder echtes Herzgespann (die Staude im Garten produzierte Saatgut, aber nix keimte) hat dort einen Saatteppich erzeugt, auch ein langjähriger Fehlversuch mit der Jubaea chilensis (8 Samen verrottet) war inzwischen dort erfolgreich (bisher 1 von 2) bei Aussaat im Herbst über den Winter! Einige Kakteensamen, die ich gesammelt hatte, waren im Sommer in einem Sukkulententopf (zwischen Kieseln) gekeimt und rasch gewachsen, dagegen sind von etlichen Samen Cylindropuntia nur 3 in einer Aussaatschale gekeimt und nur einer hat es bis in einen Topf geschafft. Das restliche Saatgut habe ich als vermutlich überlagert auch ins Gewächshaus verbracht, wo zumindest noch ein Sämling aufgegangen ist.
Der hat dort überwintert (trocken gehalten) und ist jetzt prall und am durchtreiben.

Ich stelle es mir schwer vor die kleinen Sämlinge später vom Papier zu lösen, aber vielleicht kann man das auch dranlassen und die mittels Nagelschere ausschneiden und so auf geeignetes Substrat legen.

LG Spinnich :roll:
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stefan
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von stefan »

AndreasG. hat geschrieben:
02 Mai 2020, 08:49
... und sind einfach (und billig) zu produzieren, ...
und die Namensschilder werden für die Supermärkte nach dem Zufallsprinzip verteilt. :evil:

Gruß
Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

AndreasG.
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von AndreasG. »

Spinnich hat geschrieben:
04 Mai 2020, 17:58
Ich stelle es mir schwer vor die kleinen Sämlinge später vom Papier zu lösen, aber vielleicht kann man das auch dranlassen und die mittels Nagelschere ausschneiden und so auf geeignetes Substrat legen.
Das ist in etwa mein Plan. Alles andere wäre mit hohem Aufwand (Gift, Gelbtafeln) verbunden. Vor Jahren sind bei mir auch mal reihenweise unbeabsichtig Kakteen gekeimt, überwiegend Rebutien, die sich selbst ausgesät hatten. Ein paar sind sogar groß geworden.
In den letzten Jahren hatte ich aber bei der Kakteenaussaat viele Rückschläge und von Saatgut im Wert von 80 € (nicht alles auf einmal) ist nicht viel geblieben. Eine kleine Übelmannia (mein ganzer Stolz) ist nach zwei Jahren über Nacht plötzlich verfault, obwohl sie vollkommen trocken gehalten wurde, und und und.
Vom letzten Jahr ist noch ein kleiner Lophophora Sämling übrig.

AndreasG.
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Re: Mein Kaktus

Beitrag von AndreasG. »

stefan hat geschrieben:
04 Mai 2020, 18:15
AndreasG. hat geschrieben:
02 Mai 2020, 08:49
... und sind einfach (und billig) zu produzieren, ...
und die Namensschilder werden für die Supermärkte nach dem Zufallsprinzip verteilt. :evil:

Gruß
Stefan
Das glaube ich nicht mal. Meistens sind es Kunden, die mehrere Ettiketten in die Hand nehmen und danach falsch in die Töpfe stecken. aber wenn ein Schild dabei ist (auch ein falsches :mrgreen: ) ist man ja meistens gut bedient, denn meistens steht da: "Kaktus nicht zum Verzehr geeignet, sonnig."

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