Hainbuche bekommt braune, trockene Blätter

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wurzelkiefer
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Hainbuche bekommt braune, trockene Blätter

Beitrag von wurzelkiefer » 06 Sep 2016, 22:27

Hallo,
unsere Hainbuchen tragen in diesem Jahr reiche Frucht. Leider aber vertrocknen die Blätter am Zweig - die Bäume werden braun - sie ziehen offenbar keine Nährstoffe zurück aus den Blättern.
Wie läßt sich dieses Phänomen erklären: Viel Frucht - kaputte Blätter?
Danke!
Wurzelkiefer aus dem Lahntal.

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stefan
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Beitrag von stefan » 06 Sep 2016, 23:20

Hallo Wurzelkiefer,
ich beobachte ähnliches bei einer Reihe von Bäumen: die ungewöhnliche Trockenheit und Hitze der letzten Wochen läßt bei vielen Bäumen und Sträuchern Blätter welken und abfallen bevor es "Herbst" wird.
Besonders auffällig bei Hainbuche, Linden aber auch bei vielen anderen.
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
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Kiefer
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Beitrag von Kiefer » 07 Sep 2016, 10:02

Hy!

Stefan hat recht.
An dem Tag mit knapp 38 Grad hatte ich zufällig die Wildkamera draußen zu stehen, die in der Sonne ein Maximum von satten 56, als Spitze 57 °C anzeigte.

Das ist weit über dem Gerinnungspunkt für Eiweiße (ab 46 Grad), so dass Gehölze, die auf nicht ausreichend wasserversorgten Standorten stehen, echt in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Hier in unserer bergigen Gegend sind an steinigeren, flachgründigeren Hängen ganze Flächen an Eichen, Buchen und Linden braun und knochentrocken- von weitem kann man echt sehen, wo in einem Hangwald die flachgründigen Stellen sind- weil da scharf zoniert bereits alles gelb bis braun und trocken ist. Sieht echt krass aus.

pgs
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Beitrag von pgs » 07 Sep 2016, 19:01

Auch hier in KA sind die Hainbuchen hier an der Nördlichen Hildapromenade ganz besonders stark durch die Dürre geschädigt. Die Blätter sind gelbbraun und gekräuselt. Auch der Spitzahorn ist teilweise betroffen.
beste Grüße von Holger/PGS

Spinnich
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Hitzeschäden

Beitrag von Spinnich » 07 Sep 2016, 23:51

Hallo,

Selbst an sonnenhungrigen Pflanzen wie japanischer Wollmispel - Eriobotrya japonica hatte ich dieses Jahr schon 3-mal extreme Verbrennungen an den frischen jungen Blättern, auch Arbutus unedo hat da in der Gluthölle gelitten. Australische Gehölze wie Lagunaria patersonii oder Brachychiton populneus, blieben allerdings unbeeindruckt, wollten dafür aber mitunder 2 mal täglich ordentlich gewässert werden. Auch Olea europaea und Ficus carica hielten jeder Hitze stand, ebenso Schinus molle.
Einheimische Gehölze waren aber viel empfindlicher und sogar einen robusten Hartriegel-Bonsai musste ich erstmals in den Garten umsetzen, weil alle Austriebsversuche in der aufgestauten Hitze des eingemauerten Hofes scheiterten.
Ach ja, einen Hainbuchensämling, steht vorwiegend im Halbschatten, nur kurz mal volle Sonne, den ich mit Topf in einen großen Balkonkasten versenkt hatte, habe ich heute mal von allen stark verbrannten Blättern befreit!

LG Spinnich 8)
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

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