Kleine Linde schwer mitgenommen

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aki.ben
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Kleine Linde schwer mitgenommen

Beitrag von aki.ben »

Und noch ein Patient...
Unser Kater war wohl mit der Gartengestaltung nicht ganz einverstanden :evil:
Der Leittrieb (der es zumindest werden sollte) sieht übel aus, die Rinde ist ziemlich abgeschält. Soll ich ihn abschneiden, oder besteht Hoffnung, dass er sich erholt?
Kann ich die abgeknickten Zweige als Stecklinge verwenden?
Ein Ast ist unbeschadet davongekommen (auf dem ersten Bild rechts).
Zur Info: Der Stamm wurde wohl in der Baumschule schonmal gekappt, so ca. 5-10cm über der Erde (Heckenpflanze?).

Vielen Dank schonmal für eure Hinweise ;)
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LG
Anna

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Das war Euer Kater?
Toller neuer Kratzbaum, dachte er wohl...

Schaut mal nach- wenn noch ein durchgehender Streifen Rinde dran ist, dann erholt sich die Linde schon wieder, zumindest Baststreifen sind ja noch durchgängige da- auch über diese kann der Baum neue Rinde bilden.

Zur Vorsicht (und bei so freier Lage sowieso) würde ich da aber Schutzkäfige aus Kaninchendraht drum basteln- ist bei mir teils auch unerlässlich. Zum einen wegen meiner freilaufenden Hühner, die sich in frischen Pflanzstellen gerne mal ein neues Staubbad einrichten, zum anderen wegen mir, da ich viele Zwerggehölze habe und durchaus schon mal das ein oder andere mit dem Rasenmäher überfahren habe, oder schlicht draufgelatscht bin :oops: ...

So ein Schutzgitter hingegen hilft prima gegen beiderlei Unwägbarkeit des Lebens, und zusätzlich noch gegen hungriges Wild oder zerfetzwütige Kater :).

Wie geht es denn übrigens der kleinen Blutbuche (und der Birke)?

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Alles, was abgeknickt oder abgebrochen ist, musst du wegschneiden.
Der Rest wird sich wohl wieder erholen. Zumal Linden einen starken Stockausschlag haben. Aber allzuviele derartike Angriffe sollte es nicht mehr geben.

Sind Linden eigentlich in Norwegen heimisch oder sind das dort Exoten?

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Bei mir sieht das leider immer so aus, wenn der Rehbock sich austobte. Den hätte ich hier sofort in Verdacht. Aber Krallenschärfen kenne ich natürlich auch bei unseren Katzen + Kater.

VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

An einen Rehbock dachte ich auch sogleich, weil die Rinde großflächig abgefetzt ist und es ja auch langsam auf die Brunft zugeht, die Jungs also zunehmend unter Dampf stehen- aber vllt wurde der Miezekater ja in flagranti erwischt ^^...

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Wenn ja sollte man vielleicht über eine hübsche Norwegische Waldkätzin nachdenken. Die Linde würde sich freuen.

Vg Wolfgang
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aki.ben
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Beitrag von aki.ben »

Hmmm, da war mein Beitrag auf einmal verschwunden... zuviele Links/URLs?
Also nochmal kurz zusammengefasst:
Bin mir nicht sicher, dass es der Kater war. Er wurde jedoch schon öfters bei ähnlichen Aktionen beobachtet. Die abgeknickten Zweige haben mich allerdings etwas stutzig gemacht. Rehbock und Konsorten wohnen hier auch, kommen also durchaus in Frage ;) Aber würde der Rehbock bei der Gelegenheit nicht auch die Blätter fressen? Und wie schafft er es, die Rinde so abzuschälen?
Wir hatten den ganzen Winter über Zaun um die neu gepflanzten Bäumchen, aber im Mai abgenommen. Normalerweise sind dann kaum noch Rehe im Garten, aber dieses Jahr scheint anders zu sein.
Habe alles abgeknickte abgeschnitten und hoffe, dass sich der Rest erholt.
Linden werden hier soweit ich weiss ganz gerne gepflanzt, oft auch als Hecke, was ich so noch nicht kannte. Auf dem Uni Campus steht zentral eine schöne Linde (den Link lass ich lieber weg), die auch schon Blitzschlag u. ä. überlebt hat. Das wächst schon alles, nur eben vielleicht nicht so schnell ;)

Blutbuche und Birken geht es - glaube ich - ganz gut. Habe neue Bilder reingestellt.

Wie immer vielen Dank!
LG
Anna

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hy!

Danke für die News zu Birke und Buche :)!

Nö, wenn der Rehbock sein Mütchen kühlt, dann denkt der nicht ans Fressen, sondern muss wie schon angedeutet einfach Dampf ablassen.
Hast Du schon mal so ein Rehgehörn aus der Nähe gesehen, Anna? Wenn ja, kannst Du Dir bestimmt ganz leicht vorstellen, wie der so die Rinde abgestoßen bekommt ;).
Zudem haben, glaube ich, Rehböcke am Grunde der Stangen auch Duftdrüsen, mit dem sie ihr Revier olfaktorisch markieren, das Schreddern von Jungbäumen in genau der Stärke wie der Linde kühlt also nicht nur das Mütchen, sondern sorgt auch dafür, dass andere Böcke Bescheid wissen, wer da Platzhalter ist.
Müsste nochmal in meiner Rehwild- Literatur darüber nachschmökern, könnte aber auch sein, dass das gleichzeitig eine Info für die Ricken ist, wie stark und gesund so ein Bock ist...

Wenn bislang ab Mai ziemlich Ruhe war, hattet ihr vielleicht nur vorher keinen potenten Bock bei Euch.

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Dacht ich mirs doch. Das war bestimmt ein Bock. Vielleicht findest du noch die Abdrücke der beiden Zehen ( Paarhufer ) im Gras. Ich stimme Andreas in allem zu. Ans Fressen denkt er bei diesen Attacken nicht.

VG Wolfgang
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AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

https://www.youtube.com/watch?v=9LxVlzPYUZI

So dürfte es dann ausgesehen haben.
Rothirsche machen das übrigens auch und die Förster sind darüber noch begeisterter als beim Rehbock.
Wenn du nicht irgendwelche Vorkehrungen triffst, könnten die anderen Bäume bald ähnlich aussehen. Die Größe passt.

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hier ist das genauso. Es kommt bei unserem Rehbesatz kein Baum hoch. Wenn man um den Garten keinen Zaun hat, braucht man einige Jahre eine Drahthose o.Ä., bis der Baum die entsprechende Größe hat. Leider wurde bei uns vor ca.100 Jahren auch noch Dam- und Sikawild von einigen Gutsherren zwecks Jagd ausgesetzt und diese ziehen ( da sie auch keine Feinde außer Straßenverkehr haben ) noch zusätzlich durch die Gärten. Gerade das Damwild ist so kräftig, dass es die Drahthosen mitsamt den Pfosten heraushebelt. Das schaffen die Rehe nicht, insofern ist gegen das Fegen,Markieren + Verbeißen ein Schutz doch recht einfach.

VG Wolfgang
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biloba
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Beitrag von biloba »

Cryptomeria hat geschrieben:( da sie auch keine Feinde außer Straßenverkehr haben )
Hat denn noch kein Wolfsrudel diese paradiesischen Zustände bei Euch bemerkt? Deren Population wächst und es werden jedes Jahr neue Reviere gesucht.


Weidmännische Grüße!

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Es ziehen einzelne Wölfe durch und es gibt viel Geschrei, da sie sich an einzelne Schafe halten. Diese sind auf jeden Fall noch leichter zu erbeuten als die fast zahmen Rehe. Von Rudeln, die dann Rehe jagen könnten, keine Spur. Und wie die Bevölkerung auf Wolfsrudel reagieren würde?? Wahrscheinlich jagt das Wolfsrudel auch eher wieder Schafherden.

VG Wolfgang
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biloba
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Beitrag von biloba »

Ja, die Art der Schafhaltung wird sich hier in Deutschland wohl ändern müssen. In Zeiten des Mindestlohnes brechen hier schwere Zeiten für die Schäfer an.
Hier ein Interview, in dem ein Experte beschreibt, wie das gelingen kann-mit italienischen Einkommen:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-133575645.html


Verunsicherte Grüße!

aki.ben
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Beitrag von aki.ben »

Nun hat sich die Sache wohl erledigt :(
Haben es vor dem Urlaub nicht mehr geschafft, den Zaun aufzustellen...
Diesmal wurden auch Blätter abgefressen, was den Kater definitiv entlastet.
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LG
Anna

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