Sagenhaftes, Geschichten und Symbolik

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quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

Der Graf Adam von Herbersdorf lud am 15. Mai 1625 die Bewohner Oberösterreichs wegen Beendigung des Bauernkrieges zur großen Linde auf dem Haushammerfeld und begann dann das sogenannte Frankenberger Würfelspiel, bei welchem stets zwei Bauern auf dem Mantel des Scharfrichters würfeln mußten, welcher von Beiden gehängt werden sollte.

Viele Grüße

quellfelder

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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

quellfelder hat geschrieben:Hallo,

Vom Birnbaum auf dem Walserfeld:

Bei dem Untersberg, in welchem Karl der Große schläft, befindet sich das Walserfeld, auf welchem ein Birnbaum steht, der schon dreimal umgehauen wurde, die Wurzel trieb aber immer wieder, so daß stets ein neuer Baum entstand.
Er ist nun schon seit langem dürr, wenn aber Kaiser Karls Bart dreimal um den Tisch gewachsen ist, dann wird dieser Birnbaum blühen, Karl wird mit seinen Kriegern aus dem Berg kommen und seinen Schild an den Baum hängen.
Dann entsteht auch eine furchtbare Schlacht, aber zuletzt werden die Bösen von den Guten erschlagen.
Nach einer anderen Lesart soll durch diese Schlacht Deutschland einig und groß werden, und im Jahre 1814, schlug der Baum wirklich aus, allein seine Blätter verdorrten bald wieder.

Viele Grüße

quellfelder
der Link dazu Wenn der Baum in Deutschland läg, wäre er sicher im unserem Register.

Baumlaeufer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

ist es nicht schön, wenn sich Baum und Geschichte ergänzen.?! Man ist doch ein ganz anderer Mensch! Danke, baumläufer!!!

Viele Grüße

quellfelder

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

hier noch etwas aus dem Vogtland:

Als Christus mit seinen Jüngern auf Erden wandelte, kam er auch ins Vogtland. Es regnete und alle wurden arg durchnäßt.
Da gewahrte ein Jünger eine sehr große Fichte und rief: O, komm doch, Herr, unter diesen breiten Baum! Allein der Herr Entgegnete: Wer den Regen schickte, wird auch Sonnenschein senden; und blieb an seiner Stelle.
Da wollte der Jünger doch etwas Klügeres tun, als von der Hoffnung leben, und begab sich unter den Baum.
Dieser aber schlug mit seinen Ästen, wie der Haushahn mit den Flügeln und machte ihn naß bis auf die Haut. Auf das Feld jedoch schien die Sonne.
Zur Erinnerung an diesen Vorfall läßt die Fichte ihre Äste bis heute niederhängen.

Viele Grüße

quellfelder

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

hier noch einer mit Hochsitz bei Nistelitz.

Viele Grüße

quellfelder
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Spinnich
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Sagenhaftes,...

Beitrag von Spinnich »

Und wieder diese scheinbare Symbiose Holunder/Hochsitz!
Ja da stellt sich jetzt nur noch die Frage, wer war zu erst, die Henne, oder das Ei, der Holunder oder der Hochsitz?

Gruß Spinnich :roll:
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

der Mensch mit Hochsitz scheint den Holunder zu suchen.

Viele Grüße

quellfelder

biloba
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Beitrag von biloba »

Hallo,
quellfelder hat geschrieben:der Mensch mit Hochsitz scheint den Holunder zu suchen.
Ich meine, es ist eher umgekehrt.
  1. Der Hochsitz ist ein hervorragendes Plätzchen, den das Vögelein als Donnerbalken missbrauchen kann. Ihr wisst ja, wie soch Holunder verbreitet.
  2. Der Hochsitz ist eine massive Behinderung für den Mähbalken und andere Geräte, die einem kleinen, niedlichen jungen Holunder gefährlich werden können.
So erkläre ich mir die Symbiose? zwischen Hochsitz ond Holunder.

@Spinnich
Eine Symbiose sollte aber gegenseitigen Nutzen bieten, sonst sprächen wir von Parasitismus. Inwiefern gibt der Holunder etwas zurück?


Grüße!

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

natürlich die Deckung!

Viele Grüße

quellfelder

Spinnich
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Sagenhaftes, Geschichten und Symbolik

Beitrag von Spinnich »

@biloba
Eine Symbiose sollte aber gegenseitigen Nutzen bieten, sonst sprächen wir von Parasitismus. Inwiefern gibt der Holunder etwas zurück?
Für den Jäger in seiner jagdausübenden Funktion, hat Quellfelder das ja schon beantwortet.
Aber wenn der Jäger nicht die Augen und Nase verschließt, kann er auch noch den Duft und die Schönheit der Blüten genießen und sich später an den Beeren erfreuen. Wenn er clever ist kann er sich mit einem Holunderblütentee oder einem Holunderlikör aus den Früchten des Strauches bei ungünstigem Wetter gegen Erkältung schützen und während des Ansitzens sich mit einem Brötchen mit Holundermus stärken. Wenn er kein Jagdglück hat, kann er ein ein paar Holunderblüten mit nach Hause nehmen und sein Abendessen mit "Holunderblütenomelett" oder "Holunderblüten ausgebacken in Bierteig" aufpimpen.
Noch Fragen???

Gruß Spinnich :D
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

biloba
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Re: Sagenhaftes, Geschichten und Symbolik

Beitrag von biloba »

Spinnich hat geschrieben:Noch Fragen???
Nach dieser ausführlichen Antwort nicht mehr. Danke dafür.


Grüße!

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

hier noch etwas aus Thüringen:

Bei dem Dorf Reichenbach, in Thüringen, fand man einen gestohlenen Kelch bei einem schlafenden Soldaten, und hing diesen auf, der zur Beteuerung seiner Unschuld ausrief, daß in dem dortigen Wald nie mehr Eichen wachsen würden.
Nach seinem Tod fand sich’s, daß ihm der eigentliche Dieb den Kelch in den Sack gesteckt hatte, und die Eichen begannen völlig aus dem Wald zu verschwinden.

Viele Grüße

quellfelder

kurt
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Beitrag von kurt »

Und die Moral von der Geschicht:
Geklaute Kelche fördern Eichenwachstum nicht.
Oder was sonst? Es heisst doch immer, in den alten Geschichten steckt ein Körnchen Wahrheit, ein moralischer Hinweis.

Kurt

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

ja, das wird wohl so sein. Hier ist wohl eher Unrecht die Ursache. Der Holunder schreit hier auch noch immer, beim Anblick der ganzen Misere!
Genauso gut können das auch die Eichen. Sie kehren den Rücken und gehen.

Viele Grüße

quellfelder

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

Und er ist’s, der da hinabsendet vom Himmel Wasser, und wir bringen heraus durch dasselbe die Keime aller Dinge; und aus ihnen bringen wir Grünes hervor, aus dem wir dichtgeschichtetes Korn hervorbringen; und aus den Palmen, aus ihrer Blütenscheide niederhängende Fruchtbüschel; und Gärten von Reben und Oliven und Granatäpfeln, einander ähnlich und unähnlich.
Schaut nach ihrer Frucht, wenn sie sich bildet und reift.
Siehe, hierin sind wahrlich Zeichen für gläubige Leute.

(Der KORAN, 6.Sure, Vers 99)

Viele Grüße

quellfelder

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