Identifizierung von Totholz (oder: Holz+Pilz)
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quellfelder
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Hallo,
ich habe auch die Beobachtung gemacht, daß die alten Exemplare vom Judasohr am Holunder jetzt vertrocknen und somit unansehnlich sind, nun aber von frischen Exemplaren ersetzt werden.
Viele Grüße
quellfelder
ich habe auch die Beobachtung gemacht, daß die alten Exemplare vom Judasohr am Holunder jetzt vertrocknen und somit unansehnlich sind, nun aber von frischen Exemplaren ersetzt werden.
Viele Grüße
quellfelder
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Inhaltsverzeichnis zum Thread
Hallo,
ich bin jetzt auch der Meinung, dass die fraglichen Bäume (Nr. 1 sowieso) Eichen sein müssten. Mich haben eben nur die waagerechten kurzen Risse in der Rindenstruktur irritiert. Aber wie gesagt, dass ist wohl nicht die oberste Schicht.
Und vom Habitus und der Größe und vom oben sichtbaren Borkenbild passt Eiche.
Zu den Pilzen
das weiße Ding könnte müsste sollte (wenn auch die Oberfläche ein bisschen untypisch ist, aber immerhin hell) von der Porenstruktur doch - sehr wahrscheinlich - Trametes gibbosa sein (null Garantie
)
die gelblichen Pilze im Rindenmulch haben mich an Schwefelköpfe erinnert (Hypholoma spec.)
Aber, die wachsen meist direkt am Totholz (an Ästen, Stämmen, Stümpfen) -
und:
der grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) ist manchmal so farbenfroh, hätte aber deutliche Grüntöne in den Lamellen (wächst an Laub- u. Nadelholz), auch am Stiel unten später so Neontöne , giftig (vorsichtige Geschmacksprobe mit Ausspucken und Mundauspülen möglich, sehr sehr bitter)
der rauchblättrige S. (H. capnoides) hätte die Lamellen so grau, aber den Stiel nicht so gelb , der würde an Nadelholz wachsen (Geschmack mild)
der ziegelrote Schwefelkopf (H. sublateritium) wäre deutlicher rot, weniger gelb, hätte graue Lamellen, würde aber an Laubholz wachsen und bitter sein.
Bei allen wäre das Sporenpulver dunkel-grau-braun.
Zu verwechseln (ahaaaaaa..... ) wären diese Schwefelköpfe mit Nadelholzschüpplingen (Pholiota spumosa), da passt die Oberfläche und die Farbe des Stiels und der Standort (Boden, Nadelholzreste)
Nicht ganz so gut passt die Lamellenfarbe (soll erst gelblich, dann hin zu oliv-braun), Geschmacksangaben variieren von mild bis bitter
Sporenpulver wäre rot-braun (deutlich leuchtender als bei den Schwefelköpfen)
http://tintling.com/pilzbuch/arten/p/Ph ... umosa.html
Wie du siehst, einfacher geht es kaum

Hallo,
ich bin jetzt auch der Meinung, dass die fraglichen Bäume (Nr. 1 sowieso) Eichen sein müssten. Mich haben eben nur die waagerechten kurzen Risse in der Rindenstruktur irritiert. Aber wie gesagt, dass ist wohl nicht die oberste Schicht.
Und vom Habitus und der Größe und vom oben sichtbaren Borkenbild passt Eiche.
Zu den Pilzen
das weiße Ding könnte müsste sollte (wenn auch die Oberfläche ein bisschen untypisch ist, aber immerhin hell) von der Porenstruktur doch - sehr wahrscheinlich - Trametes gibbosa sein (null Garantie
die gelblichen Pilze im Rindenmulch haben mich an Schwefelköpfe erinnert (Hypholoma spec.)
Aber, die wachsen meist direkt am Totholz (an Ästen, Stämmen, Stümpfen) -
und:
der grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) ist manchmal so farbenfroh, hätte aber deutliche Grüntöne in den Lamellen (wächst an Laub- u. Nadelholz), auch am Stiel unten später so Neontöne , giftig (vorsichtige Geschmacksprobe mit Ausspucken und Mundauspülen möglich, sehr sehr bitter)
der rauchblättrige S. (H. capnoides) hätte die Lamellen so grau, aber den Stiel nicht so gelb , der würde an Nadelholz wachsen (Geschmack mild)
der ziegelrote Schwefelkopf (H. sublateritium) wäre deutlicher rot, weniger gelb, hätte graue Lamellen, würde aber an Laubholz wachsen und bitter sein.
Bei allen wäre das Sporenpulver dunkel-grau-braun.
Zu verwechseln (ahaaaaaa..... ) wären diese Schwefelköpfe mit Nadelholzschüpplingen (Pholiota spumosa), da passt die Oberfläche und die Farbe des Stiels und der Standort (Boden, Nadelholzreste)
Nicht ganz so gut passt die Lamellenfarbe (soll erst gelblich, dann hin zu oliv-braun), Geschmacksangaben variieren von mild bis bitter
Sporenpulver wäre rot-braun (deutlich leuchtender als bei den Schwefelköpfen)
http://tintling.com/pilzbuch/arten/p/Ph ... umosa.html
Wie du siehst, einfacher geht es kaum
Zuletzt geändert von bee am 02 Jan 2021, 20:34, insgesamt 2-mal geändert.
Viele Grüße von bee
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quellfelder
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Eben war ich etwas in Zeitnöten, da habe ich gar nicht richtig gelesen, was du zu den Judasohren geschrieben hast.
Im Prinzip schrumpfen die in jeder Trockenperiode zusammen und können bei Feuchtigkeit wieder aufleben, Neubildungen dann auch vor allem bei ausreichender Feuchtigkeit - also vor allem im Frühjahr und im Herbst.
Sehr besch... eidenes Wetter hier im SW schon fast die ganze Woche, entweder Nebel oder Hochnebel bei hohem Luftdruch, oder Regen bis Schneeregen bei niedrigem Luftdruck...
Vor kurzem habe ich auch wieder Judasohren (Auricularia auricula-judae) gefunden, an einem liegendem Totholz (vermutlich Holunder, das konnte man nicht mehr eindeutig feststellen).
Sehr ähnlich verhält sich auch der Verwandte der Judasohren, der gezonte Ohrlappenpilz (Auricularia mesenterica).
Der ist prall bei Feuchtigkeit (Unterseits gallertig hell, Oberseite behaart und gezont), bei Trockenheit schrumpft er zusammen, die Unterseite sieht dann fast schwarz aus.
Im Prinzip schrumpfen die in jeder Trockenperiode zusammen und können bei Feuchtigkeit wieder aufleben, Neubildungen dann auch vor allem bei ausreichender Feuchtigkeit - also vor allem im Frühjahr und im Herbst.
Sehr besch... eidenes Wetter hier im SW schon fast die ganze Woche, entweder Nebel oder Hochnebel bei hohem Luftdruch, oder Regen bis Schneeregen bei niedrigem Luftdruck...
Vor kurzem habe ich auch wieder Judasohren (Auricularia auricula-judae) gefunden, an einem liegendem Totholz (vermutlich Holunder, das konnte man nicht mehr eindeutig feststellen).
Sehr ähnlich verhält sich auch der Verwandte der Judasohren, der gezonte Ohrlappenpilz (Auricularia mesenterica).
Der ist prall bei Feuchtigkeit (Unterseits gallertig hell, Oberseite behaart und gezont), bei Trockenheit schrumpft er zusammen, die Unterseite sieht dann fast schwarz aus.
Zuletzt geändert von bee am 01 Jan 2021, 21:43, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße von bee
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quellfelder
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Hallo,
das ist ja ein toller Pilz.
Ja, wir haben viel Regen gehabt, aber die Vertrockneten blieben geschrupft. Hänen auch immer noch am Holz. Die neuen scheinen neu zu sein; ich beobachte sie fast täglich.
Noch zu den Eichen. In einem nahen Buchenwald stehen auch dawischen Eiche, die sind schlank und ziemlich groß. Als ähnlich mit Deinen.
Viele Grüße
quellfelder
das ist ja ein toller Pilz.
Ja, wir haben viel Regen gehabt, aber die Vertrockneten blieben geschrupft. Hänen auch immer noch am Holz. Die neuen scheinen neu zu sein; ich beobachte sie fast täglich.
Noch zu den Eichen. In einem nahen Buchenwald stehen auch dawischen Eiche, die sind schlank und ziemlich groß. Als ähnlich mit Deinen.
Viele Grüße
quellfelder
Pilze auf Rindenmulch
Hallo
ich tippe bei dem Pilz Bild 42 und 44 auf Gefleckter Flämmling bzw. (identisch!) Faserigberingter Flämmling:
http://www.123pilze.de/DreamHC/Download ... mmling.htm
http://www.123pilze.de/DreamHC/Download ... mmling.htm
Gruß Spinnich
ich tippe bei dem Pilz Bild 42 und 44 auf Gefleckter Flämmling bzw. (identisch!) Faserigberingter Flämmling:
http://www.123pilze.de/DreamHC/Download ... mmling.htm
http://www.123pilze.de/DreamHC/Download ... mmling.htm
Gruß Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
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Hallo Spinnich,
ja da hätten wir noch einen Kandidaten ....
glaube ich aber nicht so recht, weil bei Gymnopilus (die Artenaufgliederung ist da sehr uneinheitlich und wahrscheinlich im Wandel....), wären die Lamellen erst hellgelb, dann immer braun-rötlicher werdend.
Bei gefleckten Flämmling typisch gefleckt, die Schneiden auch nicht so gerade.
Sporenpulver wäre leuchtend orange-braun (rost-braun), relativ intensive Farbe.
Ich glaube, die haben auch nicht so deutliche Velumenreste am Hut.
Dieser Ringansatz (die dunklen Spuren wahrscheinlich durch dunkle Sporen am "Restring" verursacht) kenne ich eigentlich von Schwefelkopfarten, aber die Farbzusammenstellung will nicht so recht passen.
Es ist auch immer die Frage, ob die Farben realitätsgetreu "rüberkommen".
PS: das Pilzforum.eu ist ein prima Forum
Bei Anfragen dort - wenn man es denn genauer wissen will, denn ich "stümpere" bei den Pilzen noch so herum, sollten aber möglichst auch viele Angaben gemacht werden können...
in kurz (zum Nicht-Verschrecken):
http://www.pilzforum.eu/board/ankuendig ... bestimmung
in lang (mit Diskussion) - nur um das mal zu verdeutlichen (und da geht es nur um makroskopische Betrachtungen).
http://www.pilzforum.eu/board/thema-ang ... bestimmung
Relativ typische gefleckte Flämmlinge aus meinem Fundus (selten leuchtet etwas so farbintesiv orangefarben im Wald), an morschem Nadelholz
ja da hätten wir noch einen Kandidaten ....
glaube ich aber nicht so recht, weil bei Gymnopilus (die Artenaufgliederung ist da sehr uneinheitlich und wahrscheinlich im Wandel....), wären die Lamellen erst hellgelb, dann immer braun-rötlicher werdend.
Bei gefleckten Flämmling typisch gefleckt, die Schneiden auch nicht so gerade.
Sporenpulver wäre leuchtend orange-braun (rost-braun), relativ intensive Farbe.
Ich glaube, die haben auch nicht so deutliche Velumenreste am Hut.
Dieser Ringansatz (die dunklen Spuren wahrscheinlich durch dunkle Sporen am "Restring" verursacht) kenne ich eigentlich von Schwefelkopfarten, aber die Farbzusammenstellung will nicht so recht passen.
Es ist auch immer die Frage, ob die Farben realitätsgetreu "rüberkommen".
PS: das Pilzforum.eu ist ein prima Forum
Bei Anfragen dort - wenn man es denn genauer wissen will, denn ich "stümpere" bei den Pilzen noch so herum, sollten aber möglichst auch viele Angaben gemacht werden können...
in kurz (zum Nicht-Verschrecken):
http://www.pilzforum.eu/board/ankuendig ... bestimmung
in lang (mit Diskussion) - nur um das mal zu verdeutlichen (und da geht es nur um makroskopische Betrachtungen).
http://www.pilzforum.eu/board/thema-ang ... bestimmung
Relativ typische gefleckte Flämmlinge aus meinem Fundus (selten leuchtet etwas so farbintesiv orangefarben im Wald), an morschem Nadelholz
Zuletzt geändert von bee am 01 Jan 2021, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße von bee
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quellfelder
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Hallo,
heute an den gefallenen Rot-Buchen habe ich den folgenden Pilz gefunden. Im letzten Moment habe ich mich doch getraut und einen Pilz umgedreht.
Was könnte das für einer sein?
Viele Grüße
quellfelder
heute an den gefallenen Rot-Buchen habe ich den folgenden Pilz gefunden. Im letzten Moment habe ich mich doch getraut und einen Pilz umgedreht.
Was könnte das für einer sein?
Viele Grüße
quellfelder
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Hallo,
das sind "alte Schlappen" von Austernpilzen, Pleurotus ostreatus.
Zumindest seeeehr wahrscheinlich, die wachsen typischerweise im Winter, oft an Buche.
Hätten den Stiel nach unten hin nicht rillstielig (da gibt es einen rillstieligen Seitling, der wächst aber mehr im Sommer), sondern etwas filzig, Lamellen etwas am Stiel herablaufend, Oberseite typischerweise etwas "speckig" erscheinend, Farbe variabel (bläulich, gräulich, bräunlich)
Verwechslungskandidat wäre noch der gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina/ Panellus serotinus), der hätte aber (normalerweise) einen deultlich von den Lamellen abgesetzten gelblichen Stiel (mit Pünktchen) und wäre bei Feuchtigkeit etwas gallertig unter der Huthaut.
das sind "alte Schlappen" von Austernpilzen, Pleurotus ostreatus.
Zumindest seeeehr wahrscheinlich, die wachsen typischerweise im Winter, oft an Buche.
Hätten den Stiel nach unten hin nicht rillstielig (da gibt es einen rillstieligen Seitling, der wächst aber mehr im Sommer), sondern etwas filzig, Lamellen etwas am Stiel herablaufend, Oberseite typischerweise etwas "speckig" erscheinend, Farbe variabel (bläulich, gräulich, bräunlich)
Verwechslungskandidat wäre noch der gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina/ Panellus serotinus), der hätte aber (normalerweise) einen deultlich von den Lamellen abgesetzten gelblichen Stiel (mit Pünktchen) und wäre bei Feuchtigkeit etwas gallertig unter der Huthaut.
Viele Grüße von bee
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quellfelder
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So ist es. Der Pilz geht i.d.R. nur in stark vorgeschädigte, teils abgestorbene Segmente von Buchen. So könnte es sein, dass dieser Baum einen Sonnenbrand bekommen hat und dieser Bereich dann besiedelt wurde.quellfelder hat geschrieben: Da ich ihn an der zweiten Buche nicht gesehen (gesucht habe ich nicht) habe, nehme ich nicht an, daß er das Sterben der Buche verursacht hat. Ist das richtig?
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quellfelder
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Identifizierung von Totholz (Holz+Pilz)
Hallo Quellfelder, hallo bee
Finde das mit den "alte Schlappen" nicht ganz passend.
Optisch sahen diese Austernpilze doch noch ganz akzeptabel aus, hätte man sicher noch verwenden können. Pleurotus ostreatus als Wildpilz ist sicher schmackhafter als die Ware aus dem Supermarkt.
In meiner Umgebung habe ich da leider noch kein Fundglück gehabt.
Aber immerhin hatte ich am Donnerstag Nachmittag noch Erfolg mit einer gezielten Suche nach Judasohren. Zwar fand ich an vielen größeren Holunderbüschen keinen Einzigen, nur einen kleinen einzelnen Samtfußrübling und eine kleine Gruppe von Zwergknäuelingen (Panellus mitis) an einem Nadelholzstumpf dazwischen, sowie festere Holzpilze an Wildkirschen, diese könnten eventuell Feuerschwamm gewesen sein.
Aber dann entdeckte ich doch noch ein Vorkommen vom Judasohr an einem kleineren von herabhängendem Gebüsch niedergedrücktem Holunder, teils waren auch abgebrochene Äste bewachsen. Die saftigen frischen Rohpilze hatten immerhin ca. 300 g. Nach dem Dörren war's immerhin noch ein großes Pickles-Glas voll getrockneter Pilze.
Da ich noch etliche kleine Fruchtkörper zurückgelassen habe, wird sich in einigen Tagen ein weiterer Besuch sicher lohnen.
Viel Glück zu weiteren Funden
wünscht Euch Spinnich
Finde das mit den "alte Schlappen" nicht ganz passend.
Optisch sahen diese Austernpilze doch noch ganz akzeptabel aus, hätte man sicher noch verwenden können. Pleurotus ostreatus als Wildpilz ist sicher schmackhafter als die Ware aus dem Supermarkt.
In meiner Umgebung habe ich da leider noch kein Fundglück gehabt.
Aber immerhin hatte ich am Donnerstag Nachmittag noch Erfolg mit einer gezielten Suche nach Judasohren. Zwar fand ich an vielen größeren Holunderbüschen keinen Einzigen, nur einen kleinen einzelnen Samtfußrübling und eine kleine Gruppe von Zwergknäuelingen (Panellus mitis) an einem Nadelholzstumpf dazwischen, sowie festere Holzpilze an Wildkirschen, diese könnten eventuell Feuerschwamm gewesen sein.
Aber dann entdeckte ich doch noch ein Vorkommen vom Judasohr an einem kleineren von herabhängendem Gebüsch niedergedrücktem Holunder, teils waren auch abgebrochene Äste bewachsen. Die saftigen frischen Rohpilze hatten immerhin ca. 300 g. Nach dem Dörren war's immerhin noch ein großes Pickles-Glas voll getrockneter Pilze.
Da ich noch etliche kleine Fruchtkörper zurückgelassen habe, wird sich in einigen Tagen ein weiterer Besuch sicher lohnen.
Viel Glück zu weiteren Funden
wünscht Euch Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
- Georg Christoph Lichtenberg -
Hallo,
sehr viel Erfahrung mit "wilden Austern" habe ich noch nicht, einmal zu alt (damals nicht erkannt) und jetzt einmal zu klein.
Ich beziehe mich da aber auf die vielen Bilder, die es im Pilzforum gibt, da werden deutlich kleinere Exemplare bevorzugt.
Je nach Witterungseinwirkung (Frost, Nässe) nehmen die Pilze auch viel Wasser auf.
Wen es interessiert, ein Endlos-Thread:
http://www.pilzforum.eu/board/thema-aus ... ad?page=10
(auf Seite 9 auch Gegenüberstellung alt und jung)
Und in diesem Thread u.a. meine "Kleinen" und sonst noch was aus der letzen Zeit:
http://www.pilzforum.eu/board/thema-sunny-sunday
sehr viel Erfahrung mit "wilden Austern" habe ich noch nicht, einmal zu alt (damals nicht erkannt) und jetzt einmal zu klein.
Ich beziehe mich da aber auf die vielen Bilder, die es im Pilzforum gibt, da werden deutlich kleinere Exemplare bevorzugt.
Je nach Witterungseinwirkung (Frost, Nässe) nehmen die Pilze auch viel Wasser auf.
Wen es interessiert, ein Endlos-Thread:
http://www.pilzforum.eu/board/thema-aus ... ad?page=10
(auf Seite 9 auch Gegenüberstellung alt und jung)
Und in diesem Thread u.a. meine "Kleinen" und sonst noch was aus der letzen Zeit:
http://www.pilzforum.eu/board/thema-sunny-sunday
Viele Grüße von bee
Pilze an Totholz
Hallo
Angeregt durch Eure Pilzfunde (danke auch für den Link zu pilzforum.eu, wo ich ab und an schon mal drauf gestoßen war, aber noch nicht so gecheckt hatte, wie toll da alles aufgedröselt wird) und auch weil gerade supergeiles Wetter war und auch schon in meinem Garten einige Pilze wieder aufgetaucht sind, habe ich mich auch wieder mal auf die Socken gemacht.
Neben (Winter-) Trompetenschnitzlingen, die fand ich zuerst im Garten auf selbst Gehäckseltem (Laubholz), dann aber auch auf einer abgeräumten Holzlege und auch an Totholz (Holunder), fanden sich schon noch einige weitere Pilzarten.
Die von bee bereits im Pilzeforum gezeigte geweihförmige Holzkeule wächst bei mir auf abgesägtem Stumpf von Bluthasel.
Ebenfalls von bee auf pilzforum.eu gezeigt wurde der Rotpustelpilz, den ich gestern an einem sonst gesunden Nussbaum an einigen dürren Zweigen gefunden habe.
Panellus mitis, milder Zwergknäueling fand ich bereits vor einigen Tagen an abgestorbenem Nadelholz, ebenso stabilerere Holzpilze an Prunus (vermutlich Feuerschwamm), leider hatte ich da keine Kamera mit.
Samtfußrüblinge konnte ich vor einigen Wochen schon mal im Mischwald an einem Stubben ernten, sowie kürzlich an einer Uferböschung an Weide, jetzt aber auch wieder zu Hause an meinem Hibiskusstumpf. Auch an Holunder habe ich immer mal welche gefunden, jedoch nie was Brauchbares für die Küche.
Mittlerweile werden die ja auch schon in 3 Arten Flammulina (elastica, populicola und velutipes) unterteilt:
http://forum.dgfm-ev.de/board1-offener- ... /#post4170
An einem undefinierten abgestorbenem Zweig der an einem Hollunder lehnte (aber definitiv kein Hollunder) fand ich etliche Exemplare vom Striegeligen Schichtpilz.
Wie von Quellfelder vorgestellt gibt es jetzt wieder frische Judasohren, die älteren Pilzkörper sind nur noch gelegentlich zu finden.
Ich finde diese Art bisher nur an Totholz, egal ob noch am Gehölz oder auch an abgebrochenem Geäst.
teilweise an niederliegendem Astbruch, am Stammgrund oder an hochragenden Ästen, Hauptsache die Sonneneinstrahlung hält sich in Grenzen und es ist möglichst feucht. Wie vorgestern von Quellfelder im Beitrag "das Ende zweier Holunder?" unter Sonstiges gezeigt, fand ich auch einige völlig entrindete Hollunder in sonnenexponierter Lage, da ist kein Austrieb mehr zu erwarten, aber es waren daran auch keine Pilze zu sehen. Umgekehrt sind an den pilzbesetzten Hollundern in feuchterer Umgebung meist auch noch unbehelligte gesunde Äste zu finden. Diese Pilzarten scheinen den Hollundern nicht zu schaden.
Immerhin konnte ich an halbwegs zugänglichen Holunderstöcken kürzlich ca. 300g und gestern nochmals 500g dieser Pilze ernten, die auf der Heizanlage problemlos getrocknet werden und im Asia (Wok-)Gericht die getrockneten Mu-Err aus dem Supermarkt hervorragend ersetzen.
Einen schönen Abend und erholsamen Sonntag
wünscht Spinnich (und Paulchen Panther)
Angeregt durch Eure Pilzfunde (danke auch für den Link zu pilzforum.eu, wo ich ab und an schon mal drauf gestoßen war, aber noch nicht so gecheckt hatte, wie toll da alles aufgedröselt wird) und auch weil gerade supergeiles Wetter war und auch schon in meinem Garten einige Pilze wieder aufgetaucht sind, habe ich mich auch wieder mal auf die Socken gemacht.
Neben (Winter-) Trompetenschnitzlingen, die fand ich zuerst im Garten auf selbst Gehäckseltem (Laubholz), dann aber auch auf einer abgeräumten Holzlege und auch an Totholz (Holunder), fanden sich schon noch einige weitere Pilzarten.
Die von bee bereits im Pilzeforum gezeigte geweihförmige Holzkeule wächst bei mir auf abgesägtem Stumpf von Bluthasel.
Ebenfalls von bee auf pilzforum.eu gezeigt wurde der Rotpustelpilz, den ich gestern an einem sonst gesunden Nussbaum an einigen dürren Zweigen gefunden habe.
Panellus mitis, milder Zwergknäueling fand ich bereits vor einigen Tagen an abgestorbenem Nadelholz, ebenso stabilerere Holzpilze an Prunus (vermutlich Feuerschwamm), leider hatte ich da keine Kamera mit.
Samtfußrüblinge konnte ich vor einigen Wochen schon mal im Mischwald an einem Stubben ernten, sowie kürzlich an einer Uferböschung an Weide, jetzt aber auch wieder zu Hause an meinem Hibiskusstumpf. Auch an Holunder habe ich immer mal welche gefunden, jedoch nie was Brauchbares für die Küche.
Mittlerweile werden die ja auch schon in 3 Arten Flammulina (elastica, populicola und velutipes) unterteilt:
http://forum.dgfm-ev.de/board1-offener- ... /#post4170
An einem undefinierten abgestorbenem Zweig der an einem Hollunder lehnte (aber definitiv kein Hollunder) fand ich etliche Exemplare vom Striegeligen Schichtpilz.
Wie von Quellfelder vorgestellt gibt es jetzt wieder frische Judasohren, die älteren Pilzkörper sind nur noch gelegentlich zu finden.
Ich finde diese Art bisher nur an Totholz, egal ob noch am Gehölz oder auch an abgebrochenem Geäst.
teilweise an niederliegendem Astbruch, am Stammgrund oder an hochragenden Ästen, Hauptsache die Sonneneinstrahlung hält sich in Grenzen und es ist möglichst feucht. Wie vorgestern von Quellfelder im Beitrag "das Ende zweier Holunder?" unter Sonstiges gezeigt, fand ich auch einige völlig entrindete Hollunder in sonnenexponierter Lage, da ist kein Austrieb mehr zu erwarten, aber es waren daran auch keine Pilze zu sehen. Umgekehrt sind an den pilzbesetzten Hollundern in feuchterer Umgebung meist auch noch unbehelligte gesunde Äste zu finden. Diese Pilzarten scheinen den Hollundern nicht zu schaden.
Immerhin konnte ich an halbwegs zugänglichen Holunderstöcken kürzlich ca. 300g und gestern nochmals 500g dieser Pilze ernten, die auf der Heizanlage problemlos getrocknet werden und im Asia (Wok-)Gericht die getrockneten Mu-Err aus dem Supermarkt hervorragend ersetzen.
Einen schönen Abend und erholsamen Sonntag
wünscht Spinnich (und Paulchen Panther)
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- Judasohr (Auricularia auricula-judae)
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- Striegeliger Schichtpilz (Stereum hirsutum)
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- Rotpustelpilz (Nectria cinnabarina?) an Juglans
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- Samtfußrübinge an Hibiscus syriacus (nach Ernte der größeren Pilzköpfe)
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- Samtfußrübinge - Flammulina velutipes?
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- geweihförmige Holzkeule - Xylaria hypoxylon
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- Trompetenschnitzling an abgräumter Holzlege
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Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
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