Hallo,
Zusatzfoto 1 hat es bei Hannes/Mostviertler klingeln lassen, Gratulation!
Dann löse ich mal auf:
die Pilze sind Birkenporlinge (Piptoporus betulinus, EDIT: inzwischen Fomitopsis betulina), also ist der Baum eine Birke
Sicher war ich bei dem ersten Teilstück auch nicht, die Pilze hatte ich auch noch nicht selbst gesehen, aber die Vergleichs-Fotos davon waren eindeutig, im Pilzforum wurde das auch bestätigt.
http://www.pilzforum.eu/board/thema-bir ... kenporling
Birken kommen bei uns im Wald nur ganz vereinzelt vor, meist im "Wald oben" (bzw. Bettingen, CH) auf ca. 500 m sind einige dazwischengesprengselt, vor allem da, wo in den 80er Jahren der Chrischona-Fernsehttum gebaut wurde (dahinter).
Da sieht man sie zusammen mit Salweiden, einem anderen typischen Pioniergehölz.
Von dort aus haben sie sich vermutlich etwas in den "normalen" Wald ausgebreitet, der überwiegend aus Buche (auf Kalk) besteht (plus Bergahorn, Esche, Hainbuche, Linde etc.etc. je nach Kleinklima, mehr oder weniger häufig vorkommend.)
Die Birken "oben" habe ich bisher mit Betula spec. bezeichnet, denn man sieht nicht sehr viele Details und die beiden einheimischen Birken hybridisieren ja auch.
Beim Habitus kann man aber keine hängenden Zweige erkennen, und die Rinde, die nur im ganz geringen Ausmaß in raue Borke aufreißt, und die oft diese bräunlichen Töne zeigt, soll typisch für Betula pubescens sein.
Zu
Betula pubescens sagt Wiki betr. Borke:
"Die Borke ist anfangs dunkel rötlich-braun, später hell rötlich-braun bis lohfarben oder braun und schließlich gräulich-weiß; sie ist glatt und nicht in rautenförmige Platten gefeldert wie jene der Hänge-Birke und schält sich spät in papierdünnen Platten ab."
http://de.wikipedia.org/wiki/Moor-Birke
Zu
Betula pendula sagt Wiki betr. Borke:
"Die Hänge-Birke hat eine weiße Glattrinde. Diese wird von einem Oberflächenperiderm gebildet, das allerdings nicht lebenslang aktiv ist. Es platzt borkig auf und wird dann von Tiefenperiderm abgelöst. Die ältesten Schichten der weißen Glattrinde können sich mehr oder minder großflächig abringeln oder in schmalen Streifen ablösen. Die weiße Farbe der Rinde kommt durch eine Einlagerung von Betulin zustande. Dieses reflektiert das Licht vollständig, wodurch die Rinde weiß erscheint.[1"
http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4nge-Birke
Also nenne ich diese Birken u. das Totholz mal Betula cf. pubescens (Blätter und Triebbehaarung habe ich noch nicht überprüfen können.
EDIT 2014: alle Birken im Wald sollten Betula pendula sein, lt. Artenliste des Quadranten.
Zum Vergleich noch Bilder von einer lebenden Birke in diesem Gebiet und Rindenaufnahmen von einem zweiten Baum (bis zu einer Höhe von ca. 150 cm).
Vor allem Bild 01c zeigt die größte Übereinstimmung mit dem Totholzstück.

- Betula pendula
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- Betula pendula
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- Betula pendula
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- Betula pendula
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- Betula pendula
- Betula cf. pubescens01d_Lebender Baum_In Höhe150cm.jpg (56.99 KiB) 3240 mal betrachtet