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Kulturapfel (Malus domestica)

Steckbrief Kulturapfel

wissenschaftlicher NameMalus domestica

deutscher Name Kulturapfel
   
Familie Rosengewächse
(Rosaceae)
Gattung Malus
Art domestica
andere Formen/ Varianten Holz-Apfel (Malus sylvestris)
Herkunft einheimisch
   
Wuchshöhe [?] 3-7-9
Fruchtart Apfelfrüchte
Gartenwert [?] 3
Frosthärte [?] –32°C
Holzwert [?] 1,5
   
Geschlecht zwittrig
Häusigkeit einhäusig
Bestäubung Fremdbestäubung
Tierbestäubung
   
Blattanordnung   wechselständig
Blattaufbau einfach
Blattform eiförmig
Blattrand gesägt
   
Blütezeit  
J F M A M J J A S O N D
Fruchtreife  
J F M A M J J A S O N D
Blatt
Blatt von Malus domestica Kulturapfel
Blatt Rückseite
Blattrückseite von Malus domestica Kulturapfel
Herbstfärbung
Herbstfärbung von Malus domestica Kulturapfel
Borke
Borke von Malus domestica Kulturapfel
Blüten
Blüten von Malus domestica
Früchte
Früchte von Malus domestica
Habitus
Habitus/ Gestalt / Äußere Form von Malus domestica
Schattenriss
Schattenriss von Malus domestica
Skizzen mit freundlicher Genehmigung von Manfred Müller-Berg
Knospe
Knospe von Malus domestica
Blütenknospe
Blütenknospe von Malus domestica
Zweig
Zweig von Malus domestica
Blüten
Blüten Malus domestica
Frucht
Frucht Malus domestica
Habitus im Frühjahr
Habitus im Frühjahr Malus domestica

Beschreibung - Kulturapfel

Vorkommen

In Mitteleuropa bereits seit dem 6. Jahrhundert angebaut.

Erscheinungsbild

8-15 m hoher Baum mit weit auslandender Krone.

sowohl Baum, als auch Strauchsommergrün

Blätter

Blätter 6-9 cm lang und bis 5 cm breit, mit 2-5 cm langem Blattstiel, kurz zugespitzt. Anfangs auf beiden Seiten dicht behaart, später oberseits verkahlend und glänzend dunkelgrün. Im Herbstaspekt unauffällig gelblich-braun.

Borke/Rinde

Graubraune, längsrissige Schuppenborke.

Blüten

Blüten zwittrig. Zu 3-8 in Doldentrauben am Ende von Kurztrieben, 3-4 cm breit. Kronblätter innen weiß bis hellrosa, außen dunkler rosa bis rötlich; Staubblätter gelb.

Früchte

Je nach Sorte unterschiedlich in Größe und Färbung.

Wissenswertes

Unsere heutigen Kulturapfelsorten stammen vom Holzapfel (Wildform) ab. Die Äste der Wildpflanze sind bedornt, die Kultursorten dornenlos, die Früchte des Holzapfels sind kleiner, als die der Kulturpflanze und weniger sauer. Die Wildart ist nicht immer deutlich von verwilderten Kultursorten zu unterscheiden. Man vermutet die ersten Apfelkulturen in südwestasiatischen Raum, gezüchtet aus Wildapfelarten. Über Jahrhunderte kultivierte man den Apfelbaum zum Nebenerwerb oder Eigenbedarf in Streuobstwiesen; heute gilt dies als unrentabel. Der Nutzwert des Apfels als gesundes, vitamin-c-reiches Obst ist allgemein bekannt. Griechen und Römer verarbeiteten ihn zu Apfelwein. Heute wird er wegen seines hohen Pektingehaltes anderen Früchten als Eindickungsmittel bei der Marmeladen-Herstellung beigemengt. Kaum eine heimische Frucht kann sich mit der Symbolkraft des Apfels messen: in der griechischen Mythologie war der Fruchtbarkeitsgott Dionysos (der römische Bacchus) Schöpfer des Apfelbaumes. Er widmete ihn Aphrodite als Sinnbild ihrer Schönheit und Liebe. Eris, die Göttin der Zwietracht, nutzte die Frucht dagegen als Zankapfel, um Streit zu säen. Den Christen gilt der Apfel als Symbol der Unkeuchheit, Versuchung und Erbsünde. Als Paradies galt bereits den Kelten das Apfelland Avalon. Den Germanen war die Frucht das Zeichen der Mutterbrust und nährenden Liebe. In Form des Reichsapfels diente er den gekrönten Herrschern als Weltsymbol und Teil der Insignien ihrer Macht. Das Spektrum der Apfelsymbolik reicht somit von Vollkommenheit und Liebe über Begierde und Macht zu Streit und Sünde.

- Quellenangaben und verwendete Literatur

Kulturapfel: Detailmerkmale Baum Bestimmung
(Malus domestica Baum Details, 0064)