Navigation überspringen »
Navigation ausblenden
Benutzer:

Passwort:

automatisch einloggen

Gemeine Buche (Fagus sylvatica)

Steckbrief Gemeine Buche

wissenschaftlicher NameFagus sylvatica

Giftpflanze 
deutscher Name Gemeine Buche
alternative Bezeichnungen Rot-Buche
   
Familie Buchengewächse
(Fagaceae)
Gattung Fagus
Art sylvatica
andere Formen/ Varianten Hänge-Buche (Fagus sylvatica 'Pendula')
Farnblättrige Buche (Fagus sylvatica 'Asplenifolia')
Felderbach-Buche (Fagus sylvatica 'Felderbach')
Süntel-Buche (Fagus sylvatica 'Tortuosa')
Herkunft einheimisch
Giftigkeit leicht giftig (Details »)
   
Wuchshöhe [?] 4-10-35
Fruchtart Nussfrüchte
Wurzelsystem Herzwurzler
Gartenwert [?] 2,3
Frosthärte [?] –20°C
Holzwert [?] 1,4
   
Geschlecht eingeschlechtlich
Häusigkeit einhäusig
Bestäubung Fremdbestäubung
Windbestäubung
   
Blattanordnung   wechselständig
Blattaufbau einfach
Blattform eiförmig
Blattrand gezähnt
   
Blütezeit  
J F M A M J J A S O N D
Fruchtreife  
J F M A M J J A S O N D
Blatt
Blatt von Fagus sylvatica Gemeine Buche
Blatt Rückseite
Blattrückseite von Fagus sylvatica Gemeine Buche
Herbstfärbung
Herbstfärbung von Fagus sylvatica Gemeine Buche
Borke
Borke von Fagus sylvatica Gemeine Buche
männliche Blüten
männliche Blüten von Fagus sylvatica
weibliche Blüten
weibliche Blüten von Fagus sylvatica
Früchte
Früchte von Fagus sylvatica
Habitus
Habitus/ Gestalt / Äußere Form von Fagus sylvatica
Schattenriss
Schattenriss von Fagus sylvatica
Skizzen mit freundlicher Genehmigung von Manfred Müller-Berg
Knospe
Knospe von Fagus sylvatica
Zweig
Zweig von Fagus sylvatica
Endknospe
Endknospe Fagus sylvatica
männliche Blüten und junge Blätter
männliche Blüten und junge Blätter Fagus sylvatica
Samen (Bucheckern)
Samen (Bucheckern) Fagus sylvatica

Beschreibung - Gemeine Buche

Vorkommen

In Mitteleuropa vom Flachland bis zu 1600 m in den Alpen.

Erscheinungsbild

Sommergrüner, 25-30 m hoher Baum.

nur als Baumsommergrün

Blätter

Nach dem Austrieb seidig behaart, oberseits später kahl und glänzend dunkelgrün, unterseits heller mit langen seidigen Wimperhaaren am Blattrand. Blätter ca. 5-10 cm lang und 3-7 cm breit, Blattstiel etwa 1,5 cm lang.

Borke/Rinde

Bleigrau und ziemlich glatt.

Blüten

Einhäusig. Blütenstände erscheinen mit der Belaubung an jungen Trieben. Unscheinbar. Männliche Blüten in hängenden Büscheln, vielblütig; weibliche Blüten zu 2 in einer vier-klappigen Hülle, die zu einem holzigen Becher wird. Blütezeit: April bis Mai.

Früchte

Bucheckern (Nußfrüchte), ca 2 cm lang. Früchte ab September.

Giftigkeit

leicht giftig: Die Früchte

Giftig für: Mensch

Wissenswertes

Die Blüten werden vom Wind bestäubt, die Früchte von Vögeln und Säugetieren verbreitet. Buchen können 300 Jahre alt werden. Rot-Buchen tragen ihren Namen nicht aufgrund ihrer roten Blätter, (abgesehen von der in Parkanlagen angepflanzten Kulturvariante "Blut-Buche" haben Buchen keine roten Blätter), sondern vielmehr wegen des im Vergleich zur Hainbuche rötlicheren Holzes. Bucheckern wurden früher zur Schweinemast und zur Gewinnung des Buchenöls, einem guten Speise- und Brennöl, verwendet. Buchenholz ist wegen seiner mangelnden Fäulnisresistenz und geringen Elastizität für Bauzwecke ungeeignet. Genutzt wird es als - unter Wasserdampf - gut formbares Möbelholz. Vor der Zeit der Steinkohle wurde Buchenholz aufgrund seines hohen Brennwertes insbesondere für den Heizbedarf der Eisen- und Glashütten genutzt. Die aus der Buche gewonnene Holzkohle diente wegen ihrer absorbierenden und damit desinfizierenden Eigenschaften für medizinische Zwecke. Der heutige Begriff "Buch" ist auf die Buche zurückzuführen, allerdings nicht deshalb, weil Gutenberg seine ersten Drucklettern aus Buchenholz schnitzte. Vielmehr ritzten bereits die alten Germanen geheime Schriftzeichen, Runen , in Stäbe aus Buchenholz.

So kann ein heutiger Rundstempel auf eine lange Tradition zurückblicken. Und, um in der schreibenden Linie zu bleiben, seit einiger Zeit kann man auch Tastaturen aus Buchenholz kaufen.

Verwendung allgemein

Das Holz der Buche wird für verschiedene Zwecke verwendet. In der Möbelindustrie wird es in der massiven Form und auch als Sperrholz eingesetzt. Wegen seiner Eigenschaften wird es oft zu Kinder- und Jugendmöbel verarbeitet, denn Buchenholz ist besonders robust. Wegen eben dieser Härte wird Buchenholz auch als Bodenbelag genutzt, aber auch für Alltagsgegenstände wie Griffe an Besenstielen, Zollstöcke, Frühstücksbrettchen oder als Stempel, hier ein klassischer Buchenholzstempel. Buchenholz wird auch zur Papierherstellung und für Transportpalletten oder -kisten verwendet. Schließlich ist Buchenholz auch ein gern genommenes Brennholz, weil es einen hohen Brennwert besitzt.

- Quellenangaben und verwendete Literatur

Gemeine Buche: Detailmerkmale Baum Bestimmung
(Fagus sylvatica Baum Details, 0074)